Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Moderator: Sheitana

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Nelchen
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Nelchen »

Ob dann das viele Entwurmen sooo günstig ist? Dann hast du vielleicht keine Würmer, aber ein Leberproblem. :?
Eine Gefahr geht dennoch von den Schaf - Parasiten aus. Es hat sich ja nicht umsonst bis heute überliefert, dass man Schafe nicht mit Pferden halten soll. ( Man soll Hunden auch keine Schweinsohren geben und trotzdem werden die als Kauartikel verkauft. Muss also nichts heißen, wenn dennoch Schafe mit Pferden gehalten werden.)
Der Trend geht ja hin zu weniger, aber sinnvoller zu entwurmen, weil immer mehr Wurmarten resistent werden. Und dafür ist eine Wechselbeweidung mit Rindern sinnvoller, bzw. beschehrt das der Pharmaindustrie weniger Gewinn. ;)
Ist es klug dem Pferd( oder dem Schaf) eine Menge Gift einzuwerfen, was auf einer Angst basiert ,vor einer Gefahr, die latent vorhanden ist, wenn es auch anders und vor allem gesünder geht? Das ist doch irgendwie :wall:
LG Katrin

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ehem User

Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von ehem User »

Nelchen, was das häufige Entwurmen angeht stimme ich Dir vollkommen zu. Eigentlich wäre es richtig, vor JEDER Wurmkur eine Kotprobe zu analysieren und dann nur wo nötig gezielt und einzelne Tiere zu entwurmen.
Je häufiger entwurmt wird, desto mehr Resistenzen entwickeln sich bei den Parasiten, abgesehen von der Leberbelastung.

Was die Überlieferung betrifft, daß man Schweinsohren nicht an Hunde füttern soll oder Pferde nicht miz Schafen gemeinsam halten soll, von solchen Überlieferungen halte ich garnichts. Da müssen Gründe und Fakten auf den Tisch. Es gibt so viele falsche Dinge, die jahhunderte lang überliefert wurden, weil die Menschen nicht genau nachgefragt oder hingesehen haben, sorry, aber damit kann ich garnichts anfangen. Es wurde jahhundertelang überliefert, daß Frauen dümmer sind als Männer und die Erde eine Scheibe ist, aber gestimmt hat es nicht :bigno:
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Vronja
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Vronja »

Nelchen hat geschrieben:Ob dann das viele Entwurmen sooo günstig ist? Dann hast du vielleicht keine Würmer, aber ein Leberproblem. :?
Wie im letzten Beitrag schon geschrieben, laut TA reicht sowohl bei den Pferden, als auch bei den Schafen 3x pro Jahr zu Entwurmen. -Das finde ich als Intervall relativ normal.
Nelchen hat geschrieben: Eine Gefahr geht dennoch von den Schaf - Parasiten aus. Es hat sich ja nicht umsonst bis heute überliefert, dass man Schafe nicht mit Pferden halten soll. ( Man soll Hunden auch keine Schweinsohren geben und trotzdem werden die als Kauartikel verkauft. Muss also nichts heißen, wenn dennoch Schafe mit Pferden gehalten werden.)

Das finde ich ja grad so komisch. Hier sind fast alle überzeugt, dass man Schafe nicht mit Pferden halten soll, aber z.B. in meinen Büchern über Pferdeweiden werden sie sogar empfohlen sowohl um den Bewuchs zu fördern, als auch um den Parasitenbefall auf den Koppeln zu vermindern (!).
Nelchen hat geschrieben:Der Trend geht ja hin zu weniger, aber sinnvoller zu entwurmen, weil immer mehr Wurmarten resistent werden. Und dafür ist eine Wechselbeweidung mit Rindern sinnvoller, bzw. beschehrt das der Pharmaindustrie weniger Gewinn. ;)
Ist es klug dem Pferd( oder dem Schaf) eine Menge Gift einzuwerfen, was auf einer Angst basiert ,vor einer Gefahr, die latent vorhanden ist, wenn es auch anders und vor allem gesünder geht? Das ist doch irgendwie :wall:
Die Schafe sind da und ich weiss jetzt ehrlich gesagt nicht, wie ich da auf einmal Kühe draus zaubern soll, ganz abgesehen davon dass ich hier keine Rinder halten will. Kotproben von den Schafen zu nehmen :hm:. Über 3 Tage von jedem Schaf 1 Probe... haltet ihr das tatsächlich für praktikabel :haeh:? Eine richtige Lösung es gesünder zu machen habe ich (noch) nicht. -Bin aber für alle Vorschläge offen.
Piebald hat geschrieben:Nelchen, was das häufige Entwurmen angeht stimme ich Dir vollkommen zu. Eigentlich wäre es richtig, vor JEDER Wurmkur eine Kotprobe zu analysieren und dann nur wo nötig gezielt und einzelne Tiere zu entwurmen.
Wichtig wären eigentlich auch Kotproben NACH der Wurmkur weil nur so eventuelle Resistenzen festgestellt werden können. Das wird allerdings fast nirgends praktiziert. Aber immerhin kann man sich mit der Kotuntersuchung einige Pasten sparen.
Piebald hat geschrieben:Was die Überlieferung betrifft, daß man Schweinsohren nicht an Hunde füttern soll oder Pferde nicht miz Schafen gemeinsam halten soll, von solchen Überlieferungen halte ich garnichts. Da müssen Gründe und Fakten auf den Tisch. Es gibt so viele falsche Dinge, die jahhunderte lang überliefert wurden, weil die Menschen nicht genau nachgefragt oder hingesehen haben, sorry, aber damit kann ich garnichts anfangen. Es wurde jahhundertelang überliefert, daß Frauen dümmer sind als Männer und die Erde eine Scheibe ist, aber gestimmt hat es nicht :bigno:
Ich hoffe inzwischen auch inständig, dass die Schfe besser sind als der Ruf der ihnen vorauseilt! ;)
Zuletzt geändert von Vronja am So 26. Mai 2013, 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Nelchen
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Nelchen »

Ja, es gibt solche und solche Überlieferungen, manchen sollte man glauben und manchen nicht. Was man glaubt, entscheidet jeder selbst, soweit er/sie es verantworten kann und für richtig hält. ;) Manchmal wird man eines Besseren belehrt, manchmal hat man Glück. So ist das eben. :nix:
Ich halte lieber Rinder mit Pferden, lässt mich ruhiger schlafen! :mrgreen:
Und ich füttere meinen Hunden kein Schwein, weil der Aujetzkische Virus auch hohe Temperaturen übersteht.
Kann jeder machen, wie er mag, im Land der freien Meinungsäußerung! :mrgreen:
LG Katrin

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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von eseilena »

milli hat geschrieben:kannst du denn mal ein bild von der schiege machen?
:yessir:

nachdem das liebe Tierchen inzwischen in eine freie Pferdebox gezogen ist (und angesichts des Sauwetters freiwillig dort bleibt, obwohl die Türen nach draußen offen sind), konnte ich ein Foto machen:

was ist das: Schaf oder Ziege? Jedenfalls ist es ein Mädel...
Bild
Wallinka
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Wallinka »

Ich würd behaupten, dass ist ein Kamerunschaf:
http://www.kamerunschaf.de/
Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt.
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eseilena
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von eseilena »

ja, könnte sein, wenn man sich den Restwinterpelz wegdenkt

Jedenfalls wurde das Schaf nun von der Familie des SB adoptiert, es hat einen trockenen Platz bekommen, wird gefüttert und die Kinder am Stall streiten noch, wie es heißt :streit:. Es bleibt also (und mein Einwand, dass es dann aber schon mindestens Zwei sein sollte, stieß auf taube Ohren :seufz:). Jedenfalls wird es täglich zutraulicher :schaf:.
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Nelchen »

In unserer Gegend läuft so manches Schaf dieser Rasse öfter mal frei in der Landschaft herum. Sie werden angeschafft, sind nicht unbedingt zahm, hauen irgendwo ab und können nicht gefangen werden. Letzten Herbst hatte sich ein Pärchen in der Nähe unseres Hofes niedergelassen. :herzi: :herzen: Waren die glücklich! War sehr interessant mit ansehen zu können, dass es in einer Schafehe ähnlich läuft, wie in einer Menschenehe. ER möchte ruhen, SIE möchte fangen spielen! :-D ER wird genervt, bis er sich dann doch breitschlagen lässt und mit IHR fangen spielt. Waren süß, die Beiden. :herzi: Das ganze Dorf hat sie geliebt.
(Nur die Behörden nicht. :x Sie haben sie abschießen lassen. )
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Lottehüh »

Nelchen hat geschrieben:(Nur die Behörden nicht. :x Sie haben sie abschießen lassen. )
Manchmal schäme ich mich dafür, ein Mensch zu sein.
Das Leben schenkt Dir ein Pferd - reiten musst Du schon selber.
:schritt:
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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung

Beitrag von Vronja »

Nelchen hat geschrieben: (Nur die Behörden nicht. :x Sie haben sie abschießen lassen. )
Das darf ja nicht wahr sein. Vielleeicht haben sie nicht so genau hingesehen und dachten es sind Bären :whoopdedoo:.
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