ich schlage mich seit einigen Tagen mit einem Dilemma rum, für das ich keine rechte Lösung weiß. Vielleicht könnt ihr mir helfen bzw. habt eure eigenen Erfahrungen mit dem Thema gemacht.
Mein Pony ist seit gut anderthalb Jahren vr lahm. Auf Anraten des TA sind wir u.a. von einem Offenstall mit Hangkoppel in einen Boxenstall mit ganztägigem Koppelgang auf ebenen Weiden gewechselt. Sein Zustand hat sich im letzten Jahr deutlich verbessert, seit mehreren Wochen zeigt er jedoch wieder leichte bis mittelstarke Symptome - immer mal wieder. Einen Tag ist er deutlich lahm, dann ist wieder nichts zu sehen, manchmal lahmt er nur leicht. Ein Zusammenhang mit der geforderten körperlichen Arbeit - fast ausschließlich im Schritt und am Boden - ließ sich nicht herstellen

Vor zwei Wochen war ich mit dem Pony bei einem Dreitageskurs hier in der Nähe. Angekündigt war: lahmes Pferd, nur Bodenarbeit im Schritt geradeaus. Das Pony lief so gut, dass ich am zweiten Tag nach Trab fragen sollte


Licht ins Dunkel brachte erst ein gemeinsam mit dem Pferd verbrachter Tag - da hab ich nämlich mitbekommen, WIE der morgens auf der Koppel durch die Gegend knattert - mit Stürzen, Stolperern und allem Drum und Dran. Nach Aussage des Pflegers 'macht er das immer'

Jetzt ist natürlich wieder Therapie angesagt, mit Boxenhaft, Medikamenten und Schritt an der Hand. Aber nun mache ich mir Gedanken, ob ich ihn nachher wieder in Gruppenhaltung stecken kann, ohne dass er sich die Haxen ruiniert.
Das Pony ist so gut wie in Rente und kann prinzipiell mit seinem Körper machen, was es will. Aber ich will auch nicht dabei zuschauen, wie er sich selbst halb zu Salami verarbeitet.
Soll ich meinem Pferd längerfristig seinen Auslauf und Koppelgang mit Artgenossen verwehren - weil er damit körperlich nicht zurecht kommt? Kennt ihr solche Pferde? Wie geht ihr damit um bzw. würdet ihr damit umgehen?