Reithallenboden
Moderator: Sheitana
- Sheitana
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Reithallenboden
Mal angenommen, man hätte eine kleine Halle, Betonboden und würde daraus eine Arbeits-/Bewegungs-/Reithalle machen wollen.
Wie sieht es da hinsichtlich Boden aus?
Reicht eine Unterschicht, die entsprechend festgerüttelt wurde mit Tretschicht drüber? Wie dick müssten diese Schichten jeweils sein, was bietet sich als Material an? Wie sieht es mit Bewässerung aus, was benötigt möglichst wenig Wasser?
Die Nutzung wäre sicherlich täglich, aber nicht unendlich frequentiert. Im Winter mehr, im Sommer weniger.
Wie sieht es da hinsichtlich Boden aus?
Reicht eine Unterschicht, die entsprechend festgerüttelt wurde mit Tretschicht drüber? Wie dick müssten diese Schichten jeweils sein, was bietet sich als Material an? Wie sieht es mit Bewässerung aus, was benötigt möglichst wenig Wasser?
Die Nutzung wäre sicherlich täglich, aber nicht unendlich frequentiert. Im Winter mehr, im Sommer weniger.
Re: Reithallenboden
besonders gut kenne ich mich da nicht aus. Ich kann sagen, was mir gut gefaellen hat war eine mischung aus sand und spaenen, hatten wir an der WRUFS und das staubte nicht so wie einfach nur sand und wurde auch nicht so tief. Bewaessert wurde die jede woche einmal, aber die wurde ja auch taeglich 8 stunden lang genutzt, das wird sicher einen unterschied machen.
Was ich ganz ekelig fand, wenn auch total unstaubig, ist ledermehl. Hatten wir im alten verein. Erstens stinkt das zeugs, und zweitens fand ich es auch sonst einfach irgendwie klumpig.
Aber wie dick das sein muss und was da drunter ist kann ich nicht sagen
Was ich ganz ekelig fand, wenn auch total unstaubig, ist ledermehl. Hatten wir im alten verein. Erstens stinkt das zeugs, und zweitens fand ich es auch sonst einfach irgendwie klumpig.
Aber wie dick das sein muss und was da drunter ist kann ich nicht sagen

Re: Reithallenboden
Ich kann nur schreiben was ich nicht nutzen würde und zwar Textilfaser/Teppichschnitzel, erstens wegen der Aufladung das Problem hat nicht nur Laura und der Bär bei uns gibts einen Stall die haben jetzt aufgrund mehr Bodenarbeit mit Jungpferden den Boden sogar rausgeworfen, weil nicht nutzbar. Zweitens wegen Feinstaub, es gab vor ca einem Jahr einen größeren Artikel im Landwirtschaftlichen Wochenblatt, da wurde auch Lungebluten in Verbindung mit Textilschnitzel genannt, das Risiko wär mir einfach zu hoch.
Wegen Beton als Untergrund, da würd ich echt eine Fachfirma fragen und machen lassen, denn ich weiß wies aussehen/ausgehen kann wenns schief geht und zu wenig oder das falsche drunter gebaut wird.
Wegen Beton als Untergrund, da würd ich echt eine Fachfirma fragen und machen lassen, denn ich weiß wies aussehen/ausgehen kann wenns schief geht und zu wenig oder das falsche drunter gebaut wird.
Keine Stunde im Leben, die man im Sattel verbringt, ist Verloren (Sir Winston Churchill)
Form und Farbe
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Re: Reithallenboden
Nur auf den Betonboden den Tretbelag auftragen würde ich nicht machen, da fehlt die Dämpfung und wenn der Tretbelag ein bischen aufgeschoben wird (zB auf dem Hufschlag) kommt schnell der Beton durch bzw es wird rutschig. Diese Konstellation hatten früher mal auf einem der Außenplätze und das war echt ungut.
Ein guter Reitbahnbelag ist im Aufbau nicht ohne, weil da auch die unteren Schichten eine Rolle spielen. Da könnte zumindest ein Beratungsgespräch mit einer Fachfirma hilfreich sein.
Als oberste Schicht haben wir in den Hallen und Außenplätzen eine Mischung aus Sand und Spänen, das finde ich ziemlich gut zum reiten.
Ein guter Reitbahnbelag ist im Aufbau nicht ohne, weil da auch die unteren Schichten eine Rolle spielen. Da könnte zumindest ein Beratungsgespräch mit einer Fachfirma hilfreich sein.
Als oberste Schicht haben wir in den Hallen und Außenplätzen eine Mischung aus Sand und Spänen, das finde ich ziemlich gut zum reiten.
Als Gott erfuhr daß Reiten nur für die Besten ist erschuf er noch Fußball 

- Sheitana
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Re: Reithallenboden
Wenn man so im Internet quer liest, dann kommt wohl eine Tragschicht, die verdichtet wird + eine Tretschicht oben auf ganz gut.
Der Hufschlag würde regelmäßig gepflegt, sodass es da nicht wie gerne üblich zu tiefen Furchen käme. Die Beregnung wäre allerdings ein Problem.
Der Hufschlag würde regelmäßig gepflegt, sodass es da nicht wie gerne üblich zu tiefen Furchen käme. Die Beregnung wäre allerdings ein Problem.
- hottemaxi
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Re: Reithallenboden
Ein Landwirt bei uns im Ort, der seit einem Jahr einen "neuen" Stall aufgemacht hat hat aus einer seiner Lagerhallen auch eine Reithalle gemacht (hat auch Betonboden). Der hatte mehrere Fachfirmen da wegen Angeboten und so.
Er hat den gesamten Aufbau von einer Firma machen lassen. Das Zeug nennt sich "Grüner Sand" - sieht aber aus wie normaler Sand. Da kam eine Schicht aus Lavasand rein, wurde verdichtet und mit einem Laser eben gezogen und darauf kam die Tretschicht.
Leider hab ich da keinerlei Erfahrung damit, da er leider keine Reiter von außerhalb in die Halle lässt... Aber was ich so gehört habe soll das Zeug echt gut sein.
Er hat den gesamten Aufbau von einer Firma machen lassen. Das Zeug nennt sich "Grüner Sand" - sieht aber aus wie normaler Sand. Da kam eine Schicht aus Lavasand rein, wurde verdichtet und mit einem Laser eben gezogen und darauf kam die Tretschicht.
Leider hab ich da keinerlei Erfahrung damit, da er leider keine Reiter von außerhalb in die Halle lässt... Aber was ich so gehört habe soll das Zeug echt gut sein.
Re: Reithallenboden
Wir haben Lehmboden unter der ca. 5cm Sandschicht in einer 15x20m Lagerhalle zum reiten. Galopp ist nur mit wirklich duchlässigen Pferden möglich,aber für Schritt und Trab reicht der Belag. Wegen dem Staubproblem suche ich auch noch nach Lösungen. Im Moment teste ich gerade Salz im Sand. Habe 25 kg aufgestreut und wenn es regnet, zieht das Salz Feuchtigkeit an und macht den Sand feucht genug, damit es nicht staubt. Bei kurzen Güssen und bei 30Grad funktioniert es nicht, im Frühjahr und Herbst allerdings super. Dass es den Hufen schaden könnte, habe ich noh nicht festgestellt. Im Gegenteil, nichts fauliges mehr, auch bei den anfälligen Pferden.
Schotter, oder Mineralgemisch ohne Trennschicht geht nicht, mit der Zeit kommen die Steine hoch.
Manche nehmen auch gebrauchten Kunstrasen+Sand. Hackschnitzel oder Rindenmulch staubt nur am Anfang nicht, dann mehr als normaler Sand. Hatten wir am Anfang drin.
Quarzsand soll nur um die Füße Stauben, ist aber recht teuer. Den probiere ich, wenn sich bei uns der Rechtum eingestellt hat.

Schotter, oder Mineralgemisch ohne Trennschicht geht nicht, mit der Zeit kommen die Steine hoch.
Manche nehmen auch gebrauchten Kunstrasen+Sand. Hackschnitzel oder Rindenmulch staubt nur am Anfang nicht, dann mehr als normaler Sand. Hatten wir am Anfang drin.
Quarzsand soll nur um die Füße Stauben, ist aber recht teuer. Den probiere ich, wenn sich bei uns der Rechtum eingestellt hat.


LG Katrin
Ein Tänzer scheint nur denen verrückt, die die Musik nicht hören.
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Re: Reithallenboden
unsere Halle ist eine kleine Lagerhalle, mit Industrie-Estrich-Boden. Und darauf Sand. ca 15 cm. das ist sehr rutschig, weil der Sand auf dem Estrich keinen Halt findet und die Pferde, wenn sie mal etwas energischer antreten, sofort durch den Sand bis auf dem Estrich landen und ggf sogar ausrutschen. Eine Verbesserung brachte der Zuschlag von Textilschnipseln. Dadurch treten die Pferdehufe nicht mehr so schnell durch den Sand, durch den Verzahnungseffekt bekommt das ganze eine gewisse Festigkeit, und die Schnipsel speichern auch etwas die Feuchtigkeit. Nur wenn der Boden gut gewässert ist, ist er auch einigermaßen fest (man erinnere sich an nassen Sand am Meer...). Trotzdem ist das noch nicht das Optimale. In der Halle kann man nur mit Pferden arbeiten, die sich manierlich bewegen. Wenn sie auf lustige Ideen kommen und 'abspacken' wollen, liegen sie auf der Nase ähm Seite. Da muß also unter den Sand noch was drunter. Aber was?
Liebe Grüße
tara

Ändere deine Einstellung zu den Menschen, und die Menschen ändern ihre Einstellung zu dir.
Samy Molcho
Let's go Polo
tara
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Samy Molcho
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Re: Reithallenboden
Das wird wohl generell so in kleinen Lagerhallen sein!
Bei und geht auch nur gesittet bewegen.
Aber lieber in der "Turnhalle" ( sagen die Pony-Kids immer) trocken bewegen, als drausen nass abspacken!





LG Katrin
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