Sehnenprobleme/schaden

Moderator: Sheitana

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anouk
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Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von anouk »

hej

als grundlage für ev diskussionen brauche ich ein paar erfahrungen im bereich sehne :-) ich selber musste mich mit dem thema noch nie beschäftigen u habe kaum o ev nur veraltet "wissen"
  1. 1.) wohin stellt man ein pferd mit akutem befund? box, ebener paddock mit hartem boden, schlammkoppel, "hangkoppel" aber fester boden?
  • 2.) wie wichtig ist nach einem akuten schaden ein langsames antrainieren? kann der schaden durch sofortige belastung (zb übergang von im schritt spazieren gehen zu volle belastung beim reiten/kutsche) chronisch werden
  • 3.) welche anforderungen stellt ein chronischer sehnenschaden bei der haltung u nutzung :tuete: des pferdes (ich hasse das wort nutzung im zusammenhang mit lebewesen ....)
danke euch schonmal für erfahrungsberichte etc!!! :-d
grüßele anouk :schaf:
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Riff
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von Riff »

Kommt bißchen auf die betroffene Sehne an.

Fesselträger ist was anderes, als Beugesehne. Dann kommt es auch darauf an, was genau ist. Anriß, Loch, "nur" entzündet?

Matsch ist immer schlecht, Hang würde ich auch lassen. Darf bewegt werden oder nicht? Ich meine, das sagt der TA einem doch eh. Wie und wann und wie lange wieder antrainiert wird, hängt ebenfalls vom Ausmaß des Schadens ab.
That's the way the cookie crumbles :keks:
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anouk
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von anouk »

:-) ist schwierig was zu sagen, verstehe ich

ist nicht mein Pferd u ne Diagnose gab es letzten Winter. die war 2 Wochen Boxenruhe u spazieren gehen auf ebenem harten Untergrund. geröntgt wurde soweit ich weiß nicht... muss nix heißen

ich habe dann nur mitbekommen das nach nem Monat o 2 das Pferd wieder voll im Einsatz war. seitdem unklares laufen bis hin zu lahm
trotzdem Pensum von jeden Tag Gelände (bei uns isses bergig) u bis zu 2x Kutsche die Woche

jetzt soll es ein tagsüber auf befestigten Untergrund stehen verbessern... u ich brauche da etwas Hintergrund inwiefern was bei Sehne passiert für die nächste unsägliche Diskussion, die aber mit der Sehneproblematik ansich nix zu tun hat.

mehr kann ich hier nicht ins Detail gehen
grüßele anouk :schaf:
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Equester
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von Equester »

Der Schinken hatte im vorletzten Jahr ein Sehnenproblem. Es wurde geschallt und die Sehne war ok, er hatte sich wohl vertreten und die Sehne wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen und das Bein war erst etwas dick und dann sehr lange schwammig.

Er durfte in der Herde bleiben, sollte aber keine Schmerzmittel bekommen und wurde auf die Weide geführt und wieder abgeholt, damit er nicht rennt. Der Boden im Auslauf war relativ fest, die Wiese eh (war Sommer). Ich durfte mit ihm ab dem 5.Tag auf festem Boden Schritt gehen, ab dem 14. Tag konnte ich - weil er klar lief - mit leichter Trabarbeit anfangen, nach 4 Wochen mit reiten anfangen, erst Schritt, dann Trab. In Summe haben wir damit gute 3 Monate herumlaboriert. Wir haben mit Heilerde und Globulis behandelt.

Es kommt aber wohl darauf an, ob die Sehne eine Schädigung mitbekommen hat, oder ob es "nur" eine Entzündung ist. Boxenruhe ist lt. meinem TA keine gute Idee, weil sie dann entweder die ganze Zeit das Bein durch draufstehen belasten oder bei Drehungen in der engen Box das Bein überlasten. Wenn sie die Möglichkeit haben, sich auf festem Boden langsam zu bewegen, soll das wohl besser sein. Enge Wendungen sollten grundsätzlich vermieden werden.
wir machen aus :hm: ein :dafuer2:
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Scheckenfan
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von Scheckenfan »

Ein größerer Sehnenschaden braucht ca ein jahr, bis die stelle wieder richtig vernarbt und voll belastbar ist. Sehnengewebe heilt einfach sehr langsam.
Keine Belastung ist nicht gut, weil das gewebe reize braucht um gut zu vernarben. Aber nicht zu viel damit die sehne nicht weiteren schaden nimmt.
Viel Schritt auf ebenem Boden macht Sinn. Harter Boden ist nicht so wichtig aber die meisten ebenen Böden sind eben hart.
Matsch auf jeden Fall vermeiden.
Belastung durch Reiter oder Kutsche fand unser Tierarzt nicht relevant, wichtiger War der ebene Boden und ruhige Bewegung.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst in dieser Welt.
- Mahatma Ghandi
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anouk
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von anouk »

danke euch :-d

also ist ne gewichtsbelastung solange kein relevantes Problem wenn die Strecke eben ist? das hätte ich nicht vermutet

heißt aber für den Reiter dann bergauf u bergab daneben laufen oder?

stellt man Vernarbung & voll belastbar durch Ultraschall o röntgen fest?
grüßele anouk :schaf:
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Scheckenfan
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von Scheckenfan »

Meinte der Tierarzt, ich bin dann lieber gefahren als geritten :nix: aber bei uns ist es auch sehr flach.
Ultraschall zeigt den Zustand der sehne am ehesten.
Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst in dieser Welt.
- Mahatma Ghandi
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anouk
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von anouk »

danke für die Infos! das hilft mir weiter!
grüßele anouk :schaf:
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Cat_85
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von Cat_85 »

Soweit ich weiß, sieht man Sehnen im Röntgenbild nicht. Oder :-?
Liebe Grüße von Silvia und Lady.

:giraffe:
puscheltier
Schulpferd
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Re: Sehnenprobleme/schaden

Beitrag von puscheltier »

Wir hatten vor zwei Jahren im Winter einen leichten Schaden am Unterstützungsband. Da ich leider nicht die Möglichkeit hatte, ihn auf ebenem Boden rauszulassen (Schlammpaddock, und im Winter woanders ne trockene Weide finden ist leider schwierig) stand er dann in der Box. Ich glaub 2 Wochen komplett, und dann durfte ich langsam steigernd Schritt führen auf ebenem Boden. In 5 Minuten Schritten steigernd und wenn ich es geschafft habe morgens und abends. Dann irgendwann den Trab geradeaus dazunehmen und eben langsam wieder aufgebaut Ab da hätte ich mich auch wieder raufsetzen dürfen, war mir aber zu heikel, also bin ich mitgejoggt zur Erheiterung vieler ;-). Als dann Gras auf der Koppel war, durfte er langsam wieder mit den anderen raus. Insgesamt waren das etwa 5 Monate. Ab da habe ich dann wieder angefangen zu reiten. Es wurde immer mit Ultraschall kontrolliert, ein Röbi nützt da nix. Zusätzlich hat er manuelle Lymphdrainage und eine Laserbehandlung für das Unterstützungsband bekommen.
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