
Wandern ist anstrengend?
Moderator: Sheitana
Re: Wandern ist anstrengend?
das sehe ich auch so. kann mir das kaum vorstellen, ehrlich - aber gut, ich hab neulich beim joggen gedacht: hm, also nem pferd würde ich keinen 20 min trab bergauf nach einem monat training zutrauen, aber bei mir selbst... 

Re: Wandern ist anstrengend?
Habe den Thread schon Anfang der Woche sehr interessiert gelesen
Ich kann folgende Beobachtungen beifügen: habe ja zwei Fohlen selbst gezogen, die mittlerweile beide gut vier Jahre alt sind. Eine Welsh-Cob-Welsh C-Reitpony-Mix-Stute, ist gut 1,4 m hoch, kräftig und rund, kommt eher auf den Welsh-Cob. Einen Reitpony-Wallach, ca. 1,35 - max. 1,37 m zierlich, aber auch im Welsh-Typ stehend. Der Wallach ist ein hyperaktives Hüpfepony und mit schneller Bewegung eigentlich nicht kaputt / müde zu kriegen. Die Stute ist zwar auch bewegungsfreudig, aber nicht übermäßig. Die Stute bewegt sich extrem gerne im Schritt im Gelände, da ist so gut wie nicht müde zu kriegen, nach 3 Stunden mit viel Berg auf und ab, merkt man langsam, dass sie genug hätte... dafür braucht es bei ihr nur recht wenig Trab oder Galopp bis es ihr reicht. Der Wallach läuft lieber schneller, Schritt geht er nicht gerne.
Letztes Jahr bin ich ein paar Mal mit Beiden spazieren gewesen (geht jetzt leider nicht mehr, weil sie nur noch zu dritt sind). Da konnte ich den Wallach nach gut 3/4 Std. nur noch antreiben bzw. hinter mir her "ziehen" während Frau Stute munter und fröhlich weiter im zügigen Schritt gestratzt ist. Das hatte ich auch mehrfach, ist als reproduzierbar.
Gestern und vorgestern habe ich beide longiert. Der Wallach tut sich auch an der Longe offensichtlich mit dem Schritt schwerer, der hält sich anfangs gerne im Rücken fest, tritt obwohl er die besseren GGA hat, wenig engagiert vorwärts (ganz anders in Trab und Galopp, da tritt er eigentlich auch bei ganz lockerem Trab IMMER über die Hufspur des Vorderhufs, wenn ich nachtreibe, deutlich!!! drüber). Er geht ganz offensichtlich nicht gerne Schritt, während er problemlos und fröhlich im Trab seine Runden um mich dreht und da keine Ermüdungsanzeichen zeigt.
Frau Stute geht deutlich besseren Schritt, das sieht lange nicht so mühsam aus, sie versucht auch nicht ständig zu bremsen. Dafür brauchte sie ein wenig Zeit bis sie locker im Trab lief, da muss ich sie auch mehr animieren als im Schritt bis ein ordentlich Trab erscheint.
Dass der Wallach nur ungerne Schritt läuft, habe ich schon länger so im Gefühl, ist also auch keine Eintagsfliege.
Die Stute geht meeeega gerne ins Gelände (wir spazieren bislang ausschließlich), sie ist interessiert, will neue Wege erkunden und würde sich oft selbst an Wegkreuzungen für den Weg entscheiden, der NICHT nach Hause führt. Ich glaube, sie wäre ein ganz tolles Wanderreit- oder Distanzpony
Bei dem Wallach hab ich den Eindruck, der ist nach einer halben bis dreiviertel Stunde Gelände gelangweilt. Für ihn ist das nicht genügend Action. Einfach so im Schritt durch die Gegend laufen, scheint ihm wenig Freude zu bereiten und das, obwohl es für ihn weit spannender sein sollte, weil ich ihn seltener mitnehme...
Das sind aber subjektive Eindrücke, wobei ich mir einbilde, meine Ponys ganz gut einschätzen zu können.
Beide leben gemeinsam im Offenstall und sind zusammen auch dort aufgewachsen. Das Einzige, was mir noch einfällt, was beide deutlich unterscheidet: Ciara hat super Hufe, die läuft nur sehr selten mal ein bisschen fühlig auf Schotter. Cadou hat nicht so schöne Hufe, deutlich zu lange Zehen, sehr flach, er läuft seit jeher über Schotter fühlig (ich krieg das einfach nicht wirklich in den Griff).
Wenn man die Beiden anschaut, würde ich vermuten, dass man eher dem Wallach Ausdauer zutraut, der sieht sportlicher aus; im Grunde ist aber die Stute die Ausdauer-Sportlerin...
Hänge mal ein paar Bilder an:
Schimmelchen ist der Wallach Cadou, Braun ist Stute Ciara



Wobei Ciara da an der Longe total gepennt hat...

Ich kann folgende Beobachtungen beifügen: habe ja zwei Fohlen selbst gezogen, die mittlerweile beide gut vier Jahre alt sind. Eine Welsh-Cob-Welsh C-Reitpony-Mix-Stute, ist gut 1,4 m hoch, kräftig und rund, kommt eher auf den Welsh-Cob. Einen Reitpony-Wallach, ca. 1,35 - max. 1,37 m zierlich, aber auch im Welsh-Typ stehend. Der Wallach ist ein hyperaktives Hüpfepony und mit schneller Bewegung eigentlich nicht kaputt / müde zu kriegen. Die Stute ist zwar auch bewegungsfreudig, aber nicht übermäßig. Die Stute bewegt sich extrem gerne im Schritt im Gelände, da ist so gut wie nicht müde zu kriegen, nach 3 Stunden mit viel Berg auf und ab, merkt man langsam, dass sie genug hätte... dafür braucht es bei ihr nur recht wenig Trab oder Galopp bis es ihr reicht. Der Wallach läuft lieber schneller, Schritt geht er nicht gerne.
Letztes Jahr bin ich ein paar Mal mit Beiden spazieren gewesen (geht jetzt leider nicht mehr, weil sie nur noch zu dritt sind). Da konnte ich den Wallach nach gut 3/4 Std. nur noch antreiben bzw. hinter mir her "ziehen" während Frau Stute munter und fröhlich weiter im zügigen Schritt gestratzt ist. Das hatte ich auch mehrfach, ist als reproduzierbar.
Gestern und vorgestern habe ich beide longiert. Der Wallach tut sich auch an der Longe offensichtlich mit dem Schritt schwerer, der hält sich anfangs gerne im Rücken fest, tritt obwohl er die besseren GGA hat, wenig engagiert vorwärts (ganz anders in Trab und Galopp, da tritt er eigentlich auch bei ganz lockerem Trab IMMER über die Hufspur des Vorderhufs, wenn ich nachtreibe, deutlich!!! drüber). Er geht ganz offensichtlich nicht gerne Schritt, während er problemlos und fröhlich im Trab seine Runden um mich dreht und da keine Ermüdungsanzeichen zeigt.
Frau Stute geht deutlich besseren Schritt, das sieht lange nicht so mühsam aus, sie versucht auch nicht ständig zu bremsen. Dafür brauchte sie ein wenig Zeit bis sie locker im Trab lief, da muss ich sie auch mehr animieren als im Schritt bis ein ordentlich Trab erscheint.
Dass der Wallach nur ungerne Schritt läuft, habe ich schon länger so im Gefühl, ist also auch keine Eintagsfliege.
Die Stute geht meeeega gerne ins Gelände (wir spazieren bislang ausschließlich), sie ist interessiert, will neue Wege erkunden und würde sich oft selbst an Wegkreuzungen für den Weg entscheiden, der NICHT nach Hause führt. Ich glaube, sie wäre ein ganz tolles Wanderreit- oder Distanzpony

Bei dem Wallach hab ich den Eindruck, der ist nach einer halben bis dreiviertel Stunde Gelände gelangweilt. Für ihn ist das nicht genügend Action. Einfach so im Schritt durch die Gegend laufen, scheint ihm wenig Freude zu bereiten und das, obwohl es für ihn weit spannender sein sollte, weil ich ihn seltener mitnehme...
Das sind aber subjektive Eindrücke, wobei ich mir einbilde, meine Ponys ganz gut einschätzen zu können.
Beide leben gemeinsam im Offenstall und sind zusammen auch dort aufgewachsen. Das Einzige, was mir noch einfällt, was beide deutlich unterscheidet: Ciara hat super Hufe, die läuft nur sehr selten mal ein bisschen fühlig auf Schotter. Cadou hat nicht so schöne Hufe, deutlich zu lange Zehen, sehr flach, er läuft seit jeher über Schotter fühlig (ich krieg das einfach nicht wirklich in den Griff).
Wenn man die Beiden anschaut, würde ich vermuten, dass man eher dem Wallach Ausdauer zutraut, der sieht sportlicher aus; im Grunde ist aber die Stute die Ausdauer-Sportlerin...
Hänge mal ein paar Bilder an:
Schimmelchen ist der Wallach Cadou, Braun ist Stute Ciara



Wobei Ciara da an der Longe total gepennt hat...
Re: Wandern ist anstrengend?
Ich denke, dass aber auch die Gangmechanik eines Pferdes diesbezüglich auch was ausmacht, zusätzlich zur Grundkondition und auch die "Grundwachheit" eines Pferdes. Meine ist Typ " ok, habs kapiert, zack zack, was kann ich noch tun?" die Dicke ist eher Typ " ok, mach ich, Keep cool, nur kein Stress, mal mir die Aufgabe mal auf ich lauf dann mal mit".
Meine hat einen großen Schritt, tritt deutlich und gut über und unter, schiebt, beugt die Hanken mehr, ist auch draußen Arbeit am langen Zügel oder Handarbeit gewöhnt, ist dadurch dabei auch evtl. wacher - unsere "dicke" dagegen steht eher im Kaltbluttyp, hat steilere Fesseln, tritt wesentlich kürzer, flacher und geht unaufwendiger/energiesparender, hat aber auch weniger Kondition und wird draußen "nur" spazierengeschaukelt.
Meine hat einen großen Schritt, tritt deutlich und gut über und unter, schiebt, beugt die Hanken mehr, ist auch draußen Arbeit am langen Zügel oder Handarbeit gewöhnt, ist dadurch dabei auch evtl. wacher - unsere "dicke" dagegen steht eher im Kaltbluttyp, hat steilere Fesseln, tritt wesentlich kürzer, flacher und geht unaufwendiger/energiesparender, hat aber auch weniger Kondition und wird draußen "nur" spazierengeschaukelt.
Re: Wandern ist anstrengend?
OT: mia, die sind echt gelungen ! wäre cadou 10 cm größer, würde ich klauen kommen (ich find schrittreiten übrigens auch blöd
)

- Schattenstern
- Lehrpferd
- Beiträge: 3686
- Registriert: Di 15. Mai 2012, 20:06
Re: Wandern ist anstrengend?
Bilbo ist auch ein "Schritt-ist-doof"-Typ.
Ausritte im Trab und Galopp macht er Stundenlang und relativ ermüdungsfrei.
Reine Schrittausritte schaffen ihn aber doch arg, er hat einen echt grottigen Schritt (entweder sehr kurze, langsame Schritte oder passig). Er kommt nach mehr als einer halben Stunde im Schritt hinter Großpferden nicht mehr hinterher. Auch wenn ich mit ihm spazieren gehe muss ich ihn in der Regel mehr oder weniger hinter mir her ziehen.
Die Füße sind zwar grundsätzlich sehr gut, er ist aber auf unebenen Böden im Schritt relativ fühlig.
Scheint echt eine Typsache zu sein, interessant!
Ausritte im Trab und Galopp macht er Stundenlang und relativ ermüdungsfrei.
Reine Schrittausritte schaffen ihn aber doch arg, er hat einen echt grottigen Schritt (entweder sehr kurze, langsame Schritte oder passig). Er kommt nach mehr als einer halben Stunde im Schritt hinter Großpferden nicht mehr hinterher. Auch wenn ich mit ihm spazieren gehe muss ich ihn in der Regel mehr oder weniger hinter mir her ziehen.
Die Füße sind zwar grundsätzlich sehr gut, er ist aber auf unebenen Böden im Schritt relativ fühlig.
Scheint echt eine Typsache zu sein, interessant!
Re: Wandern ist anstrengend?
Echt interessant!
Djadi hat einen sehr guten Schritt, lange Schritte, tritt gut über, der ganze Rücken ist in Bewegung.
Schritt-Spaziergänge sind körperlich kaum anstrengend, Ausritte schon noch, er ist aber noch ziemlich untrainiert.
Bei ihm mache ich gerne Spaziergänge um die Rückenmuskulatur durch zu bewegen, nach Equikinetic oder einem langen Ausritt.
Ich habe den Eindruck, dass ihm ein schöner Trab eher schwer fällt, ein schöner Galopp dafür leichter.
Djadi hat einen sehr guten Schritt, lange Schritte, tritt gut über, der ganze Rücken ist in Bewegung.
Schritt-Spaziergänge sind körperlich kaum anstrengend, Ausritte schon noch, er ist aber noch ziemlich untrainiert.
Bei ihm mache ich gerne Spaziergänge um die Rückenmuskulatur durch zu bewegen, nach Equikinetic oder einem langen Ausritt.
Ich habe den Eindruck, dass ihm ein schöner Trab eher schwer fällt, ein schöner Galopp dafür leichter.
Re: Wandern ist anstrengend?
nix daSillyWalks hat geschrieben:OT: mia, die sind echt gelungen ! wäre cadou 10 cm größer, würde ich klauen kommen (ich find schrittreiten übrigens auch blöd)





Re: Wandern ist anstrengend?
und bissl weit weg
ja, schade echt. wäre er endmaß, wärs ok, denke ich... also zum reiten - für alles andere (könnte ja mit ihm für den marathon trainieren
)

ja, schade echt. wäre er endmaß, wärs ok, denke ich... also zum reiten - für alles andere (könnte ja mit ihm für den marathon trainieren

Re: Wandern ist anstrengend?
Hm, ich glaube, bei meinen wäre es von der Konstitution eher anders rum, aber Ciara hat die bessere Kondi und wird halt auch mehr bewegt. (Sie ist mein Nr.1-Pony und außerdem muss ich bei ihr viel mehr wegen Figur aufpassen... Zudem hat Cadou im Gelände einfach weniger Spaß, Arbeitsmöglichkeit vor Ort haben wir ja noch nicht lang, das muss sich erst noch richtig einspielen.)baobap hat geschrieben:Ich denke, dass aber auch die Gangmechanik eines Pferdes diesbezüglich auch was ausmacht ähm, ja, da wollte ich eigentlich drauf hinausCiara läuft zumindest im Schritt wesentlich effektiver als Cadou (wobei, vielleicht braucht es bei ihm nur ein bisschen mehr Übung / Anleitung) , zusätzlich zur Grundkondition Konditionsmäßig ist Ciara bei uns mittlerweile trainierter, aber letztes Jahr habe ich sie gleichmäßig bewegt und da war sie trotzdem immer fleißiger im Gelände und auch die "Grundwachheit" eines Pferdes. Meine ist Typ " ok, habs kapiert, zack zack, was kann ich noch tun?" die Dicke ist eher Typ " ok, mach ich, Keep cool, nur kein Stress, mal mir die Aufgabe mal auf ich lauf dann mal mit".
Meine hat einen großen Schritt, tritt deutlich und gut über und unter, schiebt, beugt die Hanken mehr, ist auch draußen Arbeit am langen Zügel oder Handarbeit gewöhnt, ist dadurch dabei auch evtl. wacher - unsere "dicke" dagegen steht eher im Kaltbluttyp, hat steilere Fesseln, tritt wesentlich kürzer, flacher und geht unaufwendiger/energiesparender, hat aber auch weniger Kondition und wird draußen "nur" spazierengeschaukelt.
Re: Wandern ist anstrengend?
Das würde ihm wahrscheinlich besser gefallen, wobei Du solltest dann zwischendrin Spurts und Wendungen einlegenSillyWalks hat geschrieben:und bissl weit wegstimmt Du bist leider wirklich zu weit weg
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ja, schade echt. wäre er endmaß, wärs ok, denke ich... also zum reiten - Er ist halt auch ansonsten recht schmal, ich schätze mal, Du könntest Deine Beine annähernd unterm Bauch verknoten. Keine Ahnung, ob es bei 10 cm größer so viel besser passen würdeDu bist halt einfach elendig lang. Aber ist ja eh müssig... Ich glaube, wir Langlutsche passen schon besser auf tendenziell größere oder kalbrigere Pferde... für alles andere (könnte ja mit ihm für den marathon trainieren
)
