vor allem gehen zb Rehe im trockenen Hochsommer fröhlich auf den Pferdeweiden Wasser fassen, wie die Kamera meiner Bekannten belegt.
Könnten sie das nicht mehr, wär bei sehr trocken ein Marsch von mehreren km mit Strassenquerung angesagt bis zur nächsten sicheren Wasserstelle.
Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Moderator: Sheitana
Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
das seh ich auch so- jetzt schon Abschußquoten festzulegen und in Teilen offenbar schon die Wolfsjagd planen find ich schräg- aber als Baustein seh ich zeitnahe, gezielte Abschüsse von Wölfen "in problematischen Situationen" (ich hoff, das war jetzt korrekt ausgedrücktIch denke, auf Dauer wird eine vernünftige Koexistenz nur mit Jagd als einem Baustein möglich sein.
Ich wär auch die letzte, die es nicht lieber sähe, wenn das ohne massiv auf Kosten anderer zu gehen (sowohl platzmäßig für andere Arten s.o. als auch finanziell ,zeitlich und vor allem emotional) irgendwie anders gelöst werden könnte... lief nicht irgendwo sogar ein Versuch mit Luderstellen natürlich nur zum sattmachen und fürs Monitoring? Das könnt ich mir als zusätzliche Maßnahme vorstellen... aber insgesamt wird man in D wie auch in allen anderen Wolfsländern wohl nicht ganz drumherum kommen.
- Sheitana
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Ich hab mich da in letzter Zeit nicht soviel mit beschäftigt, aber wie ist das denn in anderen Ländern? Die leben doch auch mit Wölfen ohne, dass sie ausgerottet werden?
Warum vergrämt man Wölfe nicht. Ich mein, man muss sie ja nicht gleich erschießen, aber sind sie nicht schlau genug, dass man sie auch mit anderen Dingen vergrämen kann, sodass sie lernen ist nicht?
Ich bin absolut nicht gegen Wölfe, wenn sie aber meinen Tieren wiederholt zu Nahe kämen, dann würde ich erst an meine Tiere denken und dann an den Wolf
Warum vergrämt man Wölfe nicht. Ich mein, man muss sie ja nicht gleich erschießen, aber sind sie nicht schlau genug, dass man sie auch mit anderen Dingen vergrämen kann, sodass sie lernen ist nicht?
Ich bin absolut nicht gegen Wölfe, wenn sie aber meinen Tieren wiederholt zu Nahe kämen, dann würde ich erst an meine Tiere denken und dann an den Wolf
Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Vergrämen wird ja versucht (E-Zäune und HSH sind ja auch Vergräm-Maßnahmen), reicht aber offensichtlich nicht immer aus.
Es gab auch schon sogenannte "Hard-Release"-Aktionen (Wolf in Käfig-Falle, soll durch Lärm/Menschen geängstigt werden und dann, so der Gedanke, diese nach der Freisetzung meiden). Ist umstritten, weil wenig erfolgreich und extrem viel Stress für das Tier.
Ansonsten wird öfter empfohlen, zb mit Paintball-Geschossen zu arbeiten, das zeigt wohl am ehesten Erfolg.
Nur muß man den betreffenden Wolf dafür in einer passenden Situation "erwischen". Nicht ganz so einfach, besonders bei Weidetieren...
Hier ist ja im Frühjahr ein Rüde dem Abschuß entgangen -was mich in dem Fall total gefreut hat- der hat nichts gerissen, war nur nicht mehr "scheu genug", weil ihn Menschen vermutlich gefüttert/angelockt haben. Ich hoffe auch, daß keine neue Genehmigung ausgestellt wird..
https://um.baden-wuerttemberg.de/filead ... W2672m.pdf
Da könnte man im betreffenden Gebiet den Wanderern/Gassigängern tatsächlich das mitführen einer PB-Pistole nahelegen. Besser als töten, wenn es so klappt. Außerdem ist anscheinend neuerdings ein Weibchen im Schwarzwald unterwegs, was die Annäherungsversuche an Hunde in den kommenden Ranzzeiten unwahrscheinlicher macht. Allerdings gibt es ja mindestens 2 territoriale Rüden, welcher davon die Prinzessin bekommt
..
"wenn der Wolf ein verloren gegangenes Schaf frißt, bekommt der Hirte Ärger, weil er nicht aufgepasst hat- wenn aber mehrere Wölfe um die Herde schleichen, bekommt der Hirte ne Flinte, damit er aufpassen kann...."
also Risse an Weidetieren, durchs-Dorf-laufen und Menschen angehen führten unmittelbar dazu, daß geschossen wird/wurde... ausgerottet oder stark dezimiert waren Wölfe dort aber nie.
Es gab auch schon sogenannte "Hard-Release"-Aktionen (Wolf in Käfig-Falle, soll durch Lärm/Menschen geängstigt werden und dann, so der Gedanke, diese nach der Freisetzung meiden). Ist umstritten, weil wenig erfolgreich und extrem viel Stress für das Tier.
Ansonsten wird öfter empfohlen, zb mit Paintball-Geschossen zu arbeiten, das zeigt wohl am ehesten Erfolg.
Nur muß man den betreffenden Wolf dafür in einer passenden Situation "erwischen". Nicht ganz so einfach, besonders bei Weidetieren...
Hier ist ja im Frühjahr ein Rüde dem Abschuß entgangen -was mich in dem Fall total gefreut hat- der hat nichts gerissen, war nur nicht mehr "scheu genug", weil ihn Menschen vermutlich gefüttert/angelockt haben. Ich hoffe auch, daß keine neue Genehmigung ausgestellt wird..
https://um.baden-wuerttemberg.de/filead ... W2672m.pdf
Da könnte man im betreffenden Gebiet den Wanderern/Gassigängern tatsächlich das mitführen einer PB-Pistole nahelegen. Besser als töten, wenn es so klappt. Außerdem ist anscheinend neuerdings ein Weibchen im Schwarzwald unterwegs, was die Annäherungsversuche an Hunde in den kommenden Ranzzeiten unwahrscheinlicher macht. Allerdings gibt es ja mindestens 2 territoriale Rüden, welcher davon die Prinzessin bekommt
Mein Mann kommt ja aus einer Gegend, die schon immer eine stabile Wolfspopulation hatte und hat. O-Ton:Die leben doch auch mit Wölfen ohne, dass sie ausgerottet werden?
"wenn der Wolf ein verloren gegangenes Schaf frißt, bekommt der Hirte Ärger, weil er nicht aufgepasst hat- wenn aber mehrere Wölfe um die Herde schleichen, bekommt der Hirte ne Flinte, damit er aufpassen kann...."
also Risse an Weidetieren, durchs-Dorf-laufen und Menschen angehen führten unmittelbar dazu, daß geschossen wird/wurde... ausgerottet oder stark dezimiert waren Wölfe dort aber nie.
Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Der Mensch neigt einfach dazu, immer so viel wie möglich rauszuhauen. Und ja, ich finde es gut, wenn man es so umsetzen würde. Aber irgendwie ist allen relevanten Stellen eine Vorgehensweise, die wirklich sinnvoll ist, komplett fremd,scheint mir….
via Firefox mini
Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Nicht, daß das falsch rüberkommt: Da gab es keine gezielten Wolfsjagden, bei denen X Tiere geschossen wurden- das war eher so ein Selbstverteidigungsding:
Am Berg ist/war Wolfsgebiet, im Tal ist/war Weidetier- und Menschengebiet...
klar kamen Wölfe wohl im Winter auch an den Dorfrand (bzw bis auf den Friedhof- das war so eine "schwarze-Mann"-Variante, den Kindern damit zu drohen)- ließen sich aber meistens mit Krach, Feuer und Radau wieder vertreiben. Weil sie gelernt haben, daß Mensch auch böse sein kann...
wie das heute ist (Wölfe gibts da lt Monitoriing noch reichlich) und was die EU evtl draus gemacht hat, dazu hab ich keine aktuellen Infos
Am Berg ist/war Wolfsgebiet, im Tal ist/war Weidetier- und Menschengebiet...
klar kamen Wölfe wohl im Winter auch an den Dorfrand (bzw bis auf den Friedhof- das war so eine "schwarze-Mann"-Variante, den Kindern damit zu drohen)- ließen sich aber meistens mit Krach, Feuer und Radau wieder vertreiben. Weil sie gelernt haben, daß Mensch auch böse sein kann...
wie das heute ist (Wölfe gibts da lt Monitoriing noch reichlich) und was die EU evtl draus gemacht hat, dazu hab ich keine aktuellen Infos
Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Paintballs? Durch Laien abgefeuert? Auf einen freilaufenden Wolf? Wer kommt denn auf so was
Aber sei es drum, ein einäugiger Wolf macht wohl kaum noch Beute, maximal ein totgefahrenes Reh...
Aber sei es drum, ein einäugiger Wolf macht wohl kaum noch Beute, maximal ein totgefahrenes Reh...
Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet
Naja, nachdem die Profis aka "Entnahmetrupp" nicht mal nah genug rankamen, um auch nur zu betäuben oder ein Gummigeschoss abzufeuern, und den "zu wenig scheuen" Wolf dann lieber gleich töten wollten (und eine Abschußgenehmigung hatten, die glücklicherweise abgelaufen ist, bevor sie den erwischt haben), seh ich auch keine ganz große Gefahr, daß er sonst wem (Paintball haben ja auch nur eine recht kurze Reichweite) so nah kommt, daß da tatsächlich Schaden angerichtet würde....
aber klar, lieber töten lassen dann, oder? Machen ja dann wenigstens ausgebildete Profis....
Fortsetzung folgt im Januar, wenn er Pech hat und sich wieder blicken lässt... und der hat tatsächlich noch keinem 2-oder domestiziertem 4-Beiner ein Haar gekrümmt.
aber klar, lieber töten lassen dann, oder? Machen ja dann wenigstens ausgebildete Profis....