Ich bin heute Abend über diesen Blog gestolpert: http://rockleyfarm.blogspot.ch/
Leider ist der Blog sehr umfangreich und nicht wirklich strukturiert und dazu fordert mich auch noch das Englisch. Soweit ich das verstehe, werden die Barhufe der Pferde möglichst gar nicht bearbeitet, dafür werden die Pferde ausgiebig auf unterschiedlichen Untergründen geritten und die richtige Fütterung sei von grosser Bedeutung. Die Hufe würden sich von selbst so anpassen, dass das Pferd gut laufen kann. Jedenfalls gibts Videos von Pferden, die auf steinigem Untergrund traben und galoppieren und dabei scheinbar keine Probleme haben.
Weiss jemand genaueres dazu, hat evtl. das Buch gelesen?
Barhufe gar nicht bearbeiten?
Moderator: Sheitana
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Barhufe gar nicht bearbeiten?
Je m'efforcerai de donner le meilleur de moi-même, afin que ces chevaux me jugent bien dans leur gentillesse et que l'harmonie règne par l'entente entre deux êtres vivants.
Nuno Oliveira
Nuno Oliveira
Re: Barhufe gar nicht bearbeiten?
ich werd aus dem blog irgenwdie nicht schlau
ist mir zu unstrukturiert...
aber in dem artikel zu trimming verstehe ich es so, dass manche pferde, die viel und auf unterschiedlichen untergründen gearbeitet werden, kein oder kaum noch bearbeitet werden müssen. nicht, dass das der typische fall wäre.

aber in dem artikel zu trimming verstehe ich es so, dass manche pferde, die viel und auf unterschiedlichen untergründen gearbeitet werden, kein oder kaum noch bearbeitet werden müssen. nicht, dass das der typische fall wäre.
Re: Barhufe gar nicht bearbeiten?
Ohne jetzt den Blog gelesen zu haben: Bei Djadi ist das im Moment der Fall, der Hufpfleger berundet meist nur, nimmt vielleicht noch ein bisschen Trachte weg, aber nur minimal.
Djadi steht auf einem Paddock mit viel befestigter Fläche (Waschbetonplatten), Sandpaddock und Weide. Wir gehen mehrmals pro Woche ins Gelände, da haben wir ganz unterschiedliche Wege: Asphalt, grober und feiner Schotter, Graswege und Sandwege (oder über Felder).
Das scheint im Moment gut zu funktionieren, er steht seit vier Monaten in dem Stall, seitdem müsste kaum was an den Hufen gemacht werden. Er hat aber auch sehr gute Hufe.
Djadi steht auf einem Paddock mit viel befestigter Fläche (Waschbetonplatten), Sandpaddock und Weide. Wir gehen mehrmals pro Woche ins Gelände, da haben wir ganz unterschiedliche Wege: Asphalt, grober und feiner Schotter, Graswege und Sandwege (oder über Felder).
Das scheint im Moment gut zu funktionieren, er steht seit vier Monaten in dem Stall, seitdem müsste kaum was an den Hufen gemacht werden. Er hat aber auch sehr gute Hufe.
Re: Barhufe gar nicht bearbeiten?

- Lewitzer Flummi
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Re: Barhufe gar nicht bearbeiten?
Mein erstes Pony wurde die letzten zehn Jahre nur ca.2x pro Jahr vom Schmied bearbeitet. Da musste dann zwar schon gut was weg, aber wie gesagt: ca.2 x jährlich. Das ist im Vergleich zu meinen zwei Ponys heute schon echt krass.
Er stand damals auf Koppel, stundenweise Sandplatz und hatte Betonboden im Stall, welcher nur zu ca.1/3 eingestreut war. Irgendwie hatte er mitsamt der Ausritte ohne Schuhe etc. anscheinend genug Abrieb.
Leider muss ich bei den Ponys jetzt alle 3-4 Wochen selbst die Raspel schwingen.... Da ist der Stall aber eben auch zu 3/4 eingestreut und man bewegt sich zu zweit auf der gleichen Fläche natürlich auch weniger.
Ansonsten gibt es im Keinhornforum glaube ein Thema oder zumindest immer mal Beiträge über diesen Blog. Leider ist mein Englisch nicht so gut, wenn es um fachliche Texte geht.
Er stand damals auf Koppel, stundenweise Sandplatz und hatte Betonboden im Stall, welcher nur zu ca.1/3 eingestreut war. Irgendwie hatte er mitsamt der Ausritte ohne Schuhe etc. anscheinend genug Abrieb.
Leider muss ich bei den Ponys jetzt alle 3-4 Wochen selbst die Raspel schwingen.... Da ist der Stall aber eben auch zu 3/4 eingestreut und man bewegt sich zu zweit auf der gleichen Fläche natürlich auch weniger.

Ansonsten gibt es im Keinhornforum glaube ein Thema oder zumindest immer mal Beiträge über diesen Blog. Leider ist mein Englisch nicht so gut, wenn es um fachliche Texte geht.

Re: Barhufe gar nicht bearbeiten?


Auch wenn du genug Abrieb hast, kannst du durch Nichtbearbeiten vorhandenen Stellungsproblemen wohl kaum entgegenwirken.... Hab bisher nicht viele Pferde gesehen, wo gar keine Korrekturen notwendig waren....
Re: Barhufe gar nicht bearbeiten?
Es gibt auch noch 'ne normale HP von denen http://www.rockleyfarm.co.uk/
Ich glaub schon dass das in etlichen Fällen funktionieren kann. Das Problem mit dem "Korrigieren" durch menschliche Bearbeitung ist anscheinend oft, dass Menschen andere Vorstellungen als das Pferd davon haben, wie ein "funktioneller" Huf auszusehen hat, und noch unsicherer ist die Vorstellung über den Weg dorthin. D.h. die Bearbeiter sind sich meist schon "absolut sicher" dass ihre Methode die richtige ist. Aber manchmal funktioniert es eben nicht. Vielleicht weil man sich auf eine Idealvorstellung entsprechend der jeweiligen Bearbeitungsrichtung eingeschossen hat, vielleicht weil oft die Hufstellung nur im Stand beurteilt wird und man kaum mit blossem Auge sieht, ob der Huf wirklich balanciert landet.
Soweit ich weiss nimmt Rockley farm aber z.B. auch keine Rehepferde auf, da Rehe eben nicht NUR eine Hufsache ist, sondern auch z.B. die Fütterung umgestellt werden muss. Solche weitreichenden Behandlungen sind auf Rockley nicht vorgesehen (meine Info datiert allerdings schon ein paar Jahre zurück), und sie nehmen nur solche Pferde auf, bei denen sie sich Erfolg mit ihrer Methode versprechen. Allerdings hab ich grad beim kurzen Reinschaun auf die HP gelesen, dass es erstens keine schnelle Methode ist, zweitens keine bequeme, und drittens dass es nicht bei allen Pferden entsprechend ihrer Hoffnungen klappt. - Damals hatte ich noch gelesen, dass sie ausserdem sagten, dass die Methode keine Garantie ist, dass das Pferd als "Schotterfest" heimkehrt, aber dass das Pferd "im Rahmen seiner Möglichkeiten" optimal zu Fuss sein wird. Deutet also wohl eher darauf hin, dass die besten Erfolge bei Pferden erzielt wurden, bei denen zuvor in der Hufbearbeitung was "suboptimal" lief, bis das Pferd schliesslich aufgrund langfristiger Falschbearbeitung lahm wurde. Wenn sich das Pferd dann seine Hufe selbst so hinlaufen darf wie es sie braucht, verschwindet die Lahmheit. Zumindest wenn nicht im Laufe der Zeit durch die unkomfortable Hufstellung noch andere Strukturen geschädigt wurden, die sich nun nicht mehr regenerieren können. - So habe ich das Konzept von Rockley bisher verstanden.
Ich glaub schon dass das in etlichen Fällen funktionieren kann. Das Problem mit dem "Korrigieren" durch menschliche Bearbeitung ist anscheinend oft, dass Menschen andere Vorstellungen als das Pferd davon haben, wie ein "funktioneller" Huf auszusehen hat, und noch unsicherer ist die Vorstellung über den Weg dorthin. D.h. die Bearbeiter sind sich meist schon "absolut sicher" dass ihre Methode die richtige ist. Aber manchmal funktioniert es eben nicht. Vielleicht weil man sich auf eine Idealvorstellung entsprechend der jeweiligen Bearbeitungsrichtung eingeschossen hat, vielleicht weil oft die Hufstellung nur im Stand beurteilt wird und man kaum mit blossem Auge sieht, ob der Huf wirklich balanciert landet.
Soweit ich weiss nimmt Rockley farm aber z.B. auch keine Rehepferde auf, da Rehe eben nicht NUR eine Hufsache ist, sondern auch z.B. die Fütterung umgestellt werden muss. Solche weitreichenden Behandlungen sind auf Rockley nicht vorgesehen (meine Info datiert allerdings schon ein paar Jahre zurück), und sie nehmen nur solche Pferde auf, bei denen sie sich Erfolg mit ihrer Methode versprechen. Allerdings hab ich grad beim kurzen Reinschaun auf die HP gelesen, dass es erstens keine schnelle Methode ist, zweitens keine bequeme, und drittens dass es nicht bei allen Pferden entsprechend ihrer Hoffnungen klappt. - Damals hatte ich noch gelesen, dass sie ausserdem sagten, dass die Methode keine Garantie ist, dass das Pferd als "Schotterfest" heimkehrt, aber dass das Pferd "im Rahmen seiner Möglichkeiten" optimal zu Fuss sein wird. Deutet also wohl eher darauf hin, dass die besten Erfolge bei Pferden erzielt wurden, bei denen zuvor in der Hufbearbeitung was "suboptimal" lief, bis das Pferd schliesslich aufgrund langfristiger Falschbearbeitung lahm wurde. Wenn sich das Pferd dann seine Hufe selbst so hinlaufen darf wie es sie braucht, verschwindet die Lahmheit. Zumindest wenn nicht im Laufe der Zeit durch die unkomfortable Hufstellung noch andere Strukturen geschädigt wurden, die sich nun nicht mehr regenerieren können. - So habe ich das Konzept von Rockley bisher verstanden.