anouk hat geschrieben: ↑Mi 21. Dez 2022, 17:32
Was ich nicht nachvollziehen kann, folgendes
Noch nie hatte man so ausgereift Diagnose Möglichkeiten in der vetmed. Warum wird wissentlich mit kranken Tieren produziert? Warum will keiner mehr haltbar? Weil man dann nicht genug verkauft bekommt? Eigentlich krank... Wie gesagt, man weiß gar nicht, wo man sich noch nen Pferd kaufen will
Die Frage ist, ist es denn so einfach?
Beispiel PSSM2. Man vermutet die Gene verursachen xy. Alle schreien sie nach den (nicht validieren) Tests.
Jetzt habe ich da als Beispiel fünf Stuten stehen. Im Sport gelaufen, danach in der Zucht. Fit und gesund. Und dann sagt ein Test: ist krank, darfste nicht mehr mit züchten.
Worauf verlasse ich mich nun? Auf meine jahrelange Erfahrung (...mit diesen Stuten...) oder auf so neuartige Tests?
Und gleiches gilt für Röntgenbilder.. früher, als man das alles noch nicht konnte, hat man sich auf sein Auge und sein Gefühl verlassen.
Wir wissen doch gar nicht, ob Pferde nicht schon früher Befunde hatten... Und jetzt finden wir Befunde (= Dinge, die von unserer gedachten Norm abweichen), von denen wir aber nicht Mal wissen, ob sie überhaupt Probleme verursachen werden. Wir sind damit auf dem besten Wege zum Designerpferd. Abweichung von der Norm, weg damit.
Ich stimme euch total zu, dass es in der Zucht viele viele große Mängel gibt... Aber sagen "züchtet doch einfach Mal was Gesundes" ist dann aber eben doch nicht so einfach. Es hängt von soviel mehr ab, als von sauberen Röbis.