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Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Mi 5. Jun 2013, 18:30
von A.Z.

- ich möchte euch bitten, nicht ganz so hart zu urteilen.
Verwilderte Haustiere stellen durchaus ein Problem für ein natürliches Ökosystem dar und gehören zurück in menschliche Obhut. Wenn sie nun durchaus nicht zu fangen sind, bleibt vielleicht manchmal kein anderer Weg, als der in diesem Fall eingeschlagene, so traurig das auch ist.
Wir können von hier nicht beurteilen, wieviel Mühe aufgewandt wurde, um das zu verhindern und sollten uns deshalb mit harten Äußerungen zurück halten.
Am ehesten könnte man noch dem Eigentümer einen Vorwurf machen, dass er sich nicht genug um seine Tiere bemühte.
Umso schöner, dass das Schäfchen bei Eseilena Asyl gefunden hat.

Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Mi 5. Jun 2013, 23:34
von Nelchen
Ja, das war traurig. Aber wenigstens hatten sie ein paar Wochen ein bisschen Paradies.
Wir haben versucht sie mit den Pferden zu fangen, bzw. zu treiben bis zu uns, keine Chance. Ein Bauer, der die gleichen Schafe hatte, hat versucht sie zu locken und dann mit Schafnetzen einzuzäumen. Sie waren schlauer. Die Polizei hat sie gejagt, die Jäger, niemand hat sie fangen können. Vielleicht wollten sie das, einmal so richtig glücklich sein.
Dumm war, dass sie ihre Spielchen auch mal mitten auf der Straße trieben.
Bei einzelnen Ausreißern hat man da vielleicht mehr Glück. Ein Einzelnes konnten wir auch mal fangen. Einen Tag bevor der Besitzer mit dem Jäger anrückte, weil es erschossen werden sollte. Das war knapp.
Diese Rasse hat noch so ein bisschen die Wildheit in sich. Einmal frei, melden sich wohl die Gene zurück. So richtig zahm werden sie selten, bzw. braucht man dazu Geduld. Und sie sind eindeutig schlauer als unsere Hausschafe!

Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Do 6. Jun 2013, 11:22
von Lottehüh
A.Z. hat geschrieben:Verwilderte Haustiere stellen durchaus ein Problem für ein natürliches Ökosystem dar
Der einzige, der ein Problem für das natürliche Ökosystem darstellt, ist der Mensch - meine Meinung. Aber das ist ein anderes Thema

Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Mi 22. Okt 2014, 17:56
von Vronja
Ok, Zeit für ein Update

.
Inzwischen sind die Schafe fast 1 1/2 Jahre dabei und es funktioniert ganz gut. Meistens dürfen die Pferde zuerst auf ein frisches Stück, die Schafe weiden nach. Und tatsächlich fressen sie mit Vorliebe das ganze Zeugs, was die Pferde stehen lassen. Auch wenn die Schafe mal zuerst ein frisches Wiesenstück bekommen suchen sie zuerst den Ampfer

den Hahnenfuß

und die Disteln

. Heuer musste ich tatsächlich nur sehr wenig "Unkraut" ausmähen, das haben die Schafe ganz gut weggefressen.
Wegen der Verwurmung hab ich bei der Pferdekotprobe auch Leberegel mittesten lassen. -War negativ. Das Ergebnis der Kotprobe war nicht anders als in den Jahren zuvor ohne Schafe. Da hatte ich ja erstmal Bedenken, weil man die Schafsköttel nicht absammen kann. Wobei die Schafe auf der Wiese durchaus auch Kotplätze haben, die man beim Umweiden eigentlich ganz gut abrechen kann.
Letztes Jahr haben wir im Herbst noch einen Bock ersteigert, pünktlich zu Ostern kam dann der erste Nachwuchs.

Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Mi 22. Okt 2014, 18:27
von ehem User

Schön, dass es so gut klappt!
Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Do 23. Okt 2014, 00:23
von Vronja
Ja, inzwischen hab ich die Wollknäuel richtig gern

. Sogar das Stricken, das mir in der Schule so gründlich ausgetrieben worden war hab ich nochmal gelernt und bin grad fleißig am Wolle verspinnen

. -Wer hätte das gedacht

.
Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Do 23. Okt 2014, 08:09
von ehem User
Du spinnst selber?
Re: Schafe und Pferde in Wechselbeweidung
Verfasst: Do 23. Okt 2014, 21:13
von Vronja
Ja, ich spinne

. Die Wolle schaut allerdings noch zimlich rustikal aus (dick, dünn, dick, dünn...), aber es macht echt Spaß.