Vergrämen wird ja versucht (E-Zäune und HSH sind ja auch Vergräm-Maßnahmen), reicht aber offensichtlich nicht immer aus.
Es gab auch schon sogenannte "Hard-Release"-Aktionen (Wolf in Käfig-Falle, soll durch Lärm/Menschen geängstigt werden und dann, so der Gedanke, diese nach der Freisetzung meiden). Ist umstritten, weil wenig erfolgreich und extrem viel Stress für das Tier.
Ansonsten wird öfter empfohlen, zb mit Paintball-Geschossen zu arbeiten, das zeigt wohl am ehesten Erfolg.
Nur muß man den betreffenden Wolf dafür in einer passenden Situation "erwischen". Nicht ganz so einfach, besonders bei Weidetieren...
Hier ist ja im Frühjahr ein Rüde dem Abschuß entgangen -was mich in dem Fall total gefreut hat- der hat nichts gerissen, war nur nicht mehr "scheu genug", weil ihn Menschen vermutlich gefüttert/angelockt haben. Ich hoffe auch, daß keine neue Genehmigung ausgestellt wird..
https://um.baden-wuerttemberg.de/filead ... W2672m.pdf
Da könnte man im betreffenden Gebiet den Wanderern/Gassigängern tatsächlich das mitführen einer PB-Pistole nahelegen. Besser als töten, wenn es so klappt. Außerdem ist anscheinend neuerdings ein Weibchen im Schwarzwald unterwegs, was die Annäherungsversuche an Hunde in den kommenden Ranzzeiten unwahrscheinlicher macht. Allerdings gibt es ja mindestens 2 territoriale Rüden, welcher davon die Prinzessin bekommt

..
Die leben doch auch mit Wölfen ohne, dass sie ausgerottet werden?
Mein Mann kommt ja aus einer Gegend, die schon immer eine stabile Wolfspopulation hatte und hat. O-Ton:
"wenn der Wolf ein verloren gegangenes Schaf frißt, bekommt der Hirte Ärger, weil er nicht aufgepasst hat- wenn aber mehrere Wölfe um die Herde schleichen, bekommt der Hirte ne Flinte, damit er aufpassen kann...."
also Risse an Weidetieren, durchs-Dorf-laufen und Menschen angehen führten unmittelbar dazu, daß geschossen wird/wurde... ausgerottet oder stark dezimiert waren Wölfe dort aber nie.