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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: Fr 19. Jun 2026, 15:55
von Nucades

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 20:31
von GilianCo
Ich glaube durchaus, dass man nur noch durch Abschüsse irgendwann auch ein realistisches Zusammenleben erreichen kann. Sinnvoll ist allerdings wirklich, vor allem die Problemwölfe zu entnehmen, weil das schlicht für Weidetiere am effektivsten ist.

Ich kann verstehen, wenn das zu Bestürzung führt - ABER ich denke auch, dass einfach VIEL zu lange gar nichts gemacht wurde. Der Zug, mit wenigen Abschüssen eine akzeptable Situation zu schaffen, ist denke ich schon länger abgefahren. Dennoch finde ich es insgesamt schwierig, eine solche Zahl in den Raum zu stellen, eben weil es am Ende weit mehr ist als nur eine Zahl. Man sollte das alles mit viel Augenmaß betreiben. Idealerweise mit mehr Augenmaß, als jegliche Massnahmen bis jetzt aufwiesen.

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: Sa 20. Jun 2026, 21:22
von Nucades
Die Definition 'Problemwolf' erschließt sich mir nicht :nix:
Es gibt reichlich Wölfe, die u a. im Straßenverkehr verenden.
Wenn 40 Prozent der Jungwölfe plus x "rausgenommen" werden, dann ist der Wolf in D wahrscheinlich bald wieder ausgerottet und es muss wieder niemand mehr Angst vorm bösen Wolf haben...

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: So 21. Jun 2026, 19:13
von crinblanc
Bis zu 40%.
Und X wird ganz offensichtlich davon abgezogen:
Die maximale Abschussquote von 40 Prozent für Jungwölfe verringert sich allerdings um die Zahl der Wölfe, die in dem betreffenden Gebiet und Zeitraum auf andere Art zu Tode kommen. Dazu zählen natürliche Todesursachen ebenso wie Abschüsse sogenannter Problemwölfe.
ansonsten bei Gillian :schreiben:

Schade.

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: So 21. Jun 2026, 19:23
von tara
Wenn zu viele Wildschweine Friedhöfe verwüsten und durch Wohnsiedlungen und Kleingärten marodieren, schreit alle Welt nach Regulierung und Reduzierung.

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: So 21. Jun 2026, 19:29
von crinblanc
ich finds halt wieder so...deutsch. Erst jahrelang gar nichts tun, und dann eine gefühlt ziemlich überzogene Quote festlegen.
Das mein ich- Augenmaß wäre wünschenswerter (gewesen.)

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: So 21. Jun 2026, 23:22
von Wallinka
Kommentar eines Jagdbekannten: das wären bei uns im letzten Jahr 5 Jungwölfe gewesen. 8 Wölfe sind im Strassenverkehr umgekommen, also müssten wir drei neue auswildern, damit wir eine Quote von 0 haben.....

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: Mo 22. Jun 2026, 08:21
von GilianCo
Nucades hat geschrieben: Sa 20. Jun 2026, 21:22 Die Definition 'Problemwolf' erschließt sich mir nicht :nix:
Inwiefern erschließt sich Dir das nicht?

Problemwölfe sind die, die dadurch auffallen, dass sie Weidetiere reißen. Ich finde das durchaus problematisch?
crinblanc hat geschrieben: So 21. Jun 2026, 19:29 ich finds halt wieder so...deutsch. Erst jahrelang gar nichts tun, und dann eine gefühlt ziemlich überzogene Quote festlegen.
Das mein ich- Augenmaß wäre wünschenswerter (gewesen.)
DA kann ich dir nur uneingeschränkt zustimmen. Man hätte viel früher viel sinnvollere Maßnahmen ergreifen können….. aber leider ist das nie passiert…. Traurig genug…..

Wichtig und sinnvoll wäre einfach, sich endlich um die Wölfe zu kümmern, die an die Weidetiere gehen. Und da hilft es eben nicht, die Zäune irgendwann so sicher zu machen, dass kein Reh mehr durchkommt, weil wir damit deren Lebensraum beschneiden.

Aber zum Schutz des Wolfes war ja alles sinnvoller, als dem Wolf ein Haar zu krümmen, für Jahrzehnte……

via Firefox mini

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: Di 23. Jun 2026, 17:35
von Nucades
https://www.hessenschau.de/politik/vers ... n-100.html

"Hessens Jäger zeigen sich erfreut." *würg*

GilianCo, ich stoße mich am "Problem"- Wolf. Ging mir auch schon beim "Problem"-Bär so.
Das "Problem" ist nicht das Tier, sondern die Situation.

Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Verfasst: Di 23. Jun 2026, 18:29
von crinblanc
Es habe sich gezeigt, dass ein wirksamer Herdenschutz überall machbar sei.
Klar doch... wenn man eben den Radius aller anderen Wildtiere so einschränken möchte und genug Manpower, Geld undoder Zeit hat, auf einigen Hektar fröhlich reihum die unterste Litze freizuschneiden- und weil Wölfe ja auch weder springen noch buddeln.... sowas nervt, weil schlicht nicht sinnvoll machbar... Wird aber immer wieder gebetsmühlenartig betont, wohl um der Öffentlichkeit zu suggerieren "also wenn man es richtig macht, kann gar nichts passieren, das liegt dran, daß die Weidetierhalter geizig und faul sind..."

von daher- und bei aller Sympathie, die ich sonst für den NABU hege- manchmal sind die echt vernagelt und quasseln (bewußt?) dummes Zeug...

was mir halt auch nicht aus dem Kopf geht- wenn der Hacklbernd nicht maßlos übertreibt in seinem Video und tatsächlich lokal in "Selbsthilfe" Giftköder ausgelegt werden, ist das auf Dauer definitiv nicht besser als eine Abschußquote. :shy: für keinen der Beteiligten.

Trotzdem- daß die Jäger lt dem Artikel schon mit den Hufen scharren, um Jungwölfe zu schießen, find ich auch befremdlich.
Sogenannte Schadwölfe, die Nutztiere reißen, müssten wie im Entwurf vorgesehen, auch tatsächlich schnell und unbürokratisch geschossen werden dürfen.
hiermit hab ich, so leid es mir ums Tier tut, deutlich weniger ein Problem. Ist auch wohl in fast allen Gegenden Europas mit stabiler Wolfspopulation nicht anders.