Die Sache mit dem Rundlauf ist zu Anfang nicht das Dringlichste. Die meisten Pferde haben so was ja gar nicht, sondern nur ein Viereck. Also mach Dir in der Beziehung keinen unnötigen Druck...
Für eine erste Begrenzung im Weideinneren, wenn es irgendwann so weit ist, genügt die gelb eingezeichnete. Da müssen sie dann ja drumherum, und deshalb ist es ja schon ein Rundlauf.
Es braucht sich dabei auch nicht um eine "sichere" Abzäunung zu handeln, wie sie außen herum erforderlich ist, denn es kann ja nichts Schlimmes passieren. Zwei Drähte oder auch nur einer genügen, und möglicherweise auch die Pfähle, die ohnehin schon in der Hütte liegen
— in der Höhe und vielleicht sogar in der Anzahl
—, oder überstehende Zweige aus der Randbewaldung mit Flatterband (das reißt allerdings schnell). Nur gut sichtbar muß die Abgrenzung sein, damit die Pferde wissen, was Sache ist.
Blau ist kann später zusätzlich dazukommen, für Wechselbeweidung, damit auf der einen Seite das abgefressene Gras nachwachsen kann, während die andere Seite beweidet wird.
Da genügt auch erst mal eine einzige der beiden blauen Abgrenzungen. Die zieht "ihre" Seite aus dem Verkehr, während die andere beweidet wird.
Ein bißchen lästig ist es bei diesem Weidewechsel natürlich, die "blaue" Abgrenzung auf der einen Seite aus den Pfählen auszuhängen, über die "gelbe" Abgrenzung zu heben und in die Pfähle auf der anderen Seite einzuhängen.
Aber dieses "Umweiden" wird ja nun nicht alle Tage fällig, sondern erst, wenn das Gras auf der einen Seite abgefressen und auf der anderen Seite nachgewachsen ist
— wenn es denn so schnell wächst.
Und wenn es das nicht tut, wird die zweite "blaue" Abgrenzung sinnvoll, um das gesamte Innere aus dem Verkehr ziehen und nur stundenweise zum Weiden freigeben zu können.
Dazu dann auf der freizugebenden Seite das "Fragezeichen" öffnen, und oben die gleiche Seite auch (habe ich etwas zu eng gezeichnet), damit die Pferde der Länge nach hindurch können und somit einen besseren Laufanreiz haben, als wenn sie ja doch wieder umkehren müßten.
Das wäre also ein Vorgehen in vier Schritten:
1) gar nichts (volle Beweidung),
2) "gelb" (volle Beweidung mit Rundlauf),
3) "gelb" und einmal "blau" im Wechsel (Rundlauf und "Nachwuchs" mal auf der einen Seite, mal auf der anderen),
4) "gelb" und zweimal "blau" (Rundlauf außen herum + Rundlauf außen / in einem der "blauen" Streifen + Möglichkeit nur stundenweiser Spar-Beweidung eines der beiden inneren Streifen, während der andere Streifen sich erholt.
Das Prinzip ist recht einfach, aber ich weiß nicht, ob ich mich brauchbar ausdrücke. Falls nicht, mache ich Dir gerne entsprechende Zeichnungen.
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Wo sich die Tränke befindet, ist nicht so wichtig. Wichtig ist, daß Du mit dem Eimer möglichst bequem an den Fluß kommst, denn das wird ja eine regelmäßige Notwendigkeit. Und sobald schon mal die "gelbe" Abgrenzung steht, müssen die Pferde ja in jedem Fall über einen "langen" Weg auf die andere Seite...
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Kommt Zeit, kommt Bart. Ich habe noch mal gewerkelt.
Hier zunächst der "Rohbau", falls jemand seine Gedanken einzeichnen möchte.

(Zum Vergrößern aufs Bild clicken. Man kommt auf eine Webseite, auf der sich (unten) eine blaue Schrift (Schaltfläche) "Dieses Bild downloaden" befindet.)
Die "errechneten" Maße basieren auf den Dimensionen der Hottahütte, und sie ergeben eine Gesamtfläche von gut 9 000 bis knapp 10 000 m²
— also recht viel weniger als 1,5 ha. (Allerdings potenzieren sich 10% Irrtum in der Länge schon zu 21% Irrtum in der Fläche...)
Und darin eingezeichnet nun eine Idee, die mir so weit ganz gut gefällt (nach meinem Bauchgefühl zu urteilen, kommt bei mir nichts besseres mehr):

(Zum Vergrößern aufs Bild clicken. Man kommt auf eine Webseite, auf der sich (unten) eine blaue Schrift (Schaltfläche) "Dieses Bild downloaden" befindet.)
Sinngemäß gilt auch hier das oben gesagte zum schrittweisen Vorgehen:
Man könnte als erstes den "Permanenten Auslauf" abstecken (wäre auch zur Eingewöhnung nicht übel).
(Diesen Auslauf habe ich schräg eingezeichnet, damit die beiden Weiden ungefähr gleich groß sind.)
Wenn der abgegrast ist (oder natürlich auch vorher), eine Weide (evtl. stundenweise) freigeben.
Wenn die abgegrast ist, die andere Weide.
Bis hierher bestünde der Aufwand aus zweimal schräg abgrenzen (wofür wie gesagt keine aufwendigen Mittel erforderlich sind), und das würde bereits eine vernünftige und evtl. rationierte Wechselbeweidung erlauben.
Später dann (wenn man möchte...) erst den einen Rundlauf abgrenzen, und noch später den anderen.
Dann hat man: "Permanenten Auslauf" und/oder "nördlichen Rundlauf" und/oder "südlichen Rundlauf" und/oder "Weide Nord" und/oder "Weide Süd"
— alles, bis auf den "Permanenten Auslauf", beliebig modulierbar.
Falls Deine Glückssträhne anhält und Du bepflanzen darfst, fände ich es schön, die nördliche Abgrenzung des "Permanenten Auslaufs" zu bepflanzen. (Die nördliche, damit im Winter kein unnötiger Schatten in den "Permanenten Auslauf" fällt.)
So, mir raucht der Kopf. Ich hoffe, ich habe nicht allzu viel Unsinn erzählt.