Kuhpumpen...

Ne, ich glaub das war ich nicht....
Also zu ersteinmal würde ich mich wirklich erkundigen, was du darfst und was nicht. Die Idee mit "einfach machen, mal sehen obs gut geht" kann klappen.... muss aber nicht. Und es braucht nur einer sehen, dass da fleißig "gebaut" wird und das anzuzeigen... Kostet viel Geld und macht ne Menge Ärger.
Wir liegen mit unserem Auslauf im Wasserschutzgebiet und dürfen.... quasi nichts... Befestigen dürfen wir rein gar nichts... Evtl. gingen Paddockplatten, weil sie nicht so auffallen und schnell wieder Rückbaubar sind. Je nachdem wo du bist dürften Hackschnitzel genehmigungsfrei sein. Die Verrotten aber auf reinem Mutterboden recht schnell, innert zwei Jahren je nach Wetter. Unterbau geht relativ einfach mit bestimmten Flies. Ist aber natürlich wieder teurer und es ist fraglich, ob es erlaubt ist.
Letztendlich, ob du absäufst oder nicht hängt vor Allem vom Boden ab. Zwei Pferde machen nicht soviele Schäden am Boden wie mehr, noch dazu, wenn es Ponies sind. Hast du Lehm kannst du aber davon ausgehen, dass es innerhalb kurzer Zeit zur Matsche wird vor dem Unterstand. Da reicht schon ein Tag Regen. Der Vorteil ist, es trocknet schnell. Wichtig wäre mir hier, dass zumindest kein Wasser durch den Unterstand läuft und sie somit trocken stehen können.
Spätestens nach einem Jahr, wenn nicht eher ist die Grasnarbe an den beanspruchten Stellen hin, was den Boden noch empfindlicher macht.
Zum Zaun: Hier kommt es darauf an, ob du Ausbrecher hast oder nicht. Unsere Herde ist mehrmals raus gekommen (weil Jugendliche es toll fanden den Zaun aufzumachen, nicht wegen dem Zaun selbst). Obwohl wir weit weg von der Straße sind geht einem da ganz schön der A**** auf Grundeis, wenn plötzlich der Anruf kommt "eure Pferde rennen frei rum". Ein guter Zaun ist teuer, aber das ist es je nachdem auch, wenn die Pferde ausbrechen. Und gerade in der Nähe der Eisenbahn, wenn da was passiert, das möchte man auch nicht auf seinem Gewissen haben.
Wir haben inzwischen zumindest am Winterauslauf daher einen "Hochsicherheitstrakt". Drei Reihen Pferdedraht mit fett Strom, drei Reihen breite Litze für die Sicht ohne Strom. Dazu Holzpfähle. Mit dem Draht bin ich sehr zufrieden, reißt zuverlässig. Zusätzlich habe ich überall Sollbruchstellen, die gehen 100% auf, wenn ein Pferd reingerät. Noch nie was passiert (im Gegensatz zur Litze, da hätte Abby sich fast mal das Bein mit abgerissen, trotz dass diese neu und stramm und sauber gespannt war). Passieren kann mit jedem Zaun etwas. Der Vorteil von Draht ist, bei gut Strom gibt das ordentlich einen Schlag. Unsere Pferde haben da deutlich Respekt vor (und Abby ging früher durch alles durch

).
Letztlich musst DU entscheiden womit du am ehesten Leben kannst. Deine Pferde stört Matsch im Zweifel nicht, dich schon, wenn du versuchen willst mit der Schubkarre dort durch zu kommen

(sehr zur Erheiterung der Mitmenschen, wenn man stecken bleibt und mitsamt voller Schubkarre im Matsch umfällt...

).
Zur Mistlagerung:
Geh davon aus, dass du als Nichtlandwirt deinen Mist nicht auf der Weide lagern darfst. Ohne Diskussion nicht...

Ist der Verpächter Landwirt geht das, nur muss alles innerhalb einer bestimmten Zeit abgeholt werden.
Meine Priorität wäre wie folgt:
1. Einen guten Zaun bauen. Einmal investieren, dafür möglichst Jahre Ruhe haben.
2 Reihen Draht (400 m a 30 EUR bei Loes***), 2 Reihen breite Litze (200m a 40 EUR bei Loes***). Letztere muss dann nicht soo hochwertig sein, wenn man keinen Strom drauf macht. Dazu spätestens alle zwei Plastikstickel feste Pfosten, ob Holz, Metall, muss man sehen.
2. Heulager. Hier mit dem Bauern ausmachen ob er ballenweise bringt (Rundballen) oder wie man es sonst löst. Min. eine, wenn nicht gar zwei Paletten übereinander drunter, sonst wird es von unten nass. Oben ebenfalls eine Palette zwischen Plane und Heu.
3. Mistlagerung/Abholung
4. Wasserversorgung.
5. Tierseuchenkasse
Das sind die 5 Dinge, die du unbedingt geklärt/geregelt haben musst. Befestigung etc. ist zweitrangig, sofern DU bereit bist, die Komplikationen die damit einhergehen auf dich zu nehmen. Wie gesagt, solange der Unterstand trocken bleibt werden die Pferde damit weniger Probleme haben, du aber u.U. schon. Je nach Wetterlage und vor Allem im Winter ist es eine verdammte Plackerei, mit der Schubkarre durch den Matsch zu kommen. Die Äppel sind nass und schwer, dazu trägt man immer nassen Matsch mit ab, die Schubkarre wird schwerer, Matsch sammelt sich am Rad, man versinkt und kommt kaum durch. Damit muss man leben...

Ebenso wird es, wenn man versucht Wassereimer durch den Matsch zu schleppen. Dazu ist es immer dunkel, da man schließlich keinen Strom hat. Sprich die Woche über geht oft nur das Nötigste, der Rest verschiebt sich aufs WE.