Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Moderator: Sheitana

Nucades
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von Nucades »

Unterschiedliche Zahlen werden durch Schätzungen bzw Definition sesshaft/ wandernd bedingt sein.
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GilianCo
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von GilianCo »

crinblanc hat geschrieben: Di 7. Jul 2026, 11:24
Wobei das noch lang nicht beinhaltet, daß man deshalb in allen Regionen fröhlich komische Quoten ausrufen kann/sollte..
ich glaub, das ist mit ein Problem, daß es mittlerweile irgendwie oft gar nicht mehr um Tier- oder Herdenschutz geht, sondern eher um "wer hat Recht, wer bekommt Recht..." und darum, mit den Fingern aufeinander zu zeigen.
was unterm Strich keinem hilft. Weder den Wölfen, noch den Weidetieren, und der Natur am allerwenigsten...

Dasselbe Thema wie die in der Diskussion erhärteten Fronten… Einige sagen, dass der Wolf weiter uneingeschränkt geschützt gehört, andere sagen, es müssen wieder alle „abgeknallt“ werden…. Konstruktiv wäre so viel schöner….

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crinblanc
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von crinblanc »

Den Wolf „einzuschränken oder zu „entnehmen“ finden viele komplett unzumutbar - dass wir den Rehen etc. ihren Lebensraum verkleinern und auch hier einen Schaden anrichten mit hermetischer Abriegelung, wird gerne ignoriert und vergessen. Und ist scheinbar auch ok - schließlich geht es ja um den WOLF!!
sogar das kann man schönreden, indem man Forschungsgelder für ein Kindergarten-Projekt rauswirft, das zu dem Schluß kommt, daß Herdenschutzzäune gar kein Problem darstellen- man darf nur keine Weidetiere draufstellen, nicht bestromen und sollte die Tore offenlassen... :hahano:

dann ist alles supi und das Thema unter "Die Ergebnisse zeigen, dass wolfsabweisende Elektrofestzäune Wildtiere nicht grundsätzlich aussperren." abgelegt:

https://www.waldwissen.net/de/lebensrau ... -wildtiere

ehrlich, so viel Schönfärberei ...

Übrigens stellt ein normaler Weidezaun trotz Weidetieren und Bestromung nach meiner Beobachtung (Kamera bei Bekannter auf Wasserwagen) überhaupt kein Hindernis da- da sind jeden Morgen Rehe, die sich zwischen den Ponys Gräschen suchen und teils auch nur zum Trinken kommen. Da fehlen mir die Zahlen mit dem "Referenzzaun"....
und die eventuell gegrillten Kleinsäuger und Amphibien in der passenden Gegend und Jahreszeit... und die Tiere, die sich beim Versuch, den Zaun zu queren verletzen oder strangulieren.... daß Igel gefährdet sind, weiß ich leider- allerdings eher in boden-verankerten Netzen, wie es mir einer 20-cm-Litze wäre, weiß ich nicht, hat hier keiner :kerze: .. aber dann wär ja nicht mehr alles supi...

wir müssen uns dann wohl keine Gedanken mehr machen... ;)
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GilianCo
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von GilianCo »

Bei uns sind auch immer Rehe gewesen. Im neuen Stall habe ich noch keine gesehen…. aber vielleicht kommt das noch… aber ehrlich, wenn die Rehe NICHT abgehalten werden, ist es spannend, dass die Zäune für die Wölfe ausreichen…. *kopf ->Tisch*

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Nucades
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von Nucades »

Ist fva-bw keine seriöse Quelle für dich, crinblanc?
Der Versuchsaufbau wirkt auf mich fundiert. :nix:
Und was hat das mit Kindergärten zu tun :kratz:

Bei uns schlupft das Rehwild zwischen dreifach Litzen und 6000 V durch.
Die größte Gefahr geht dabei von meinem Pferd aus. Mehrmals konnte ich beobachten, wie es mit angelegten Ohren in vollem Galopp Rehwild von der Weide durch den Stromzaun getrieben hat...
crinblanc
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von crinblanc »

ich verstehe deine Argumente, mag aber meine eigene fundierte Meinung nicht diskutieren. Wo kämen wir denn da hin? :mrgreen:


und ja, dreifach Litze hält kein Rehwild auf. Hab ich oben ja erwähnt...
Nur daß die Pferde hier offenbar kein Problem mit dem Besuch haben..
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von Nucades »

Ok :nix:
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GilianCo
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von GilianCo »

Nucades hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 18:28 Ist fva-bw keine seriöse Quelle für dich, crinblanc?
Der Versuchsaufbau wirkt auf mich fundiert. :nix:
Und was hat das mit Kindergärten zu tun :kratz:

Bei uns schlupft das Rehwild zwischen dreifach Litzen und 6000 V durch.
Die größte Gefahr geht dabei von meinem Pferd aus. Mehrmals konnte ich beobachten, wie es mit angelegten Ohren in vollem Galopp Rehwild von der Weide durch den Stromzaun getrieben hat...
Aber wo macht es denn im Sinne des Weidetierschutzes Sinn, wenn man betont, dass bei offenem Tor oder bei leerer Weide die Nutzung durch Wildtiere am besten funktioniert? Das finde ich schlicht nicht konstruktiv…..

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crinblanc
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von crinblanc »

Es gibt auch vom Nabu eine ähnliche Studie- aber die hat ähnlich deutliche Schwächen und ist naja.... ebenfalls nicht ganz neutral, würde ich behaupten wollen. :angel:

Und was die Quellen betrifft- mir geht es um die Inhalte und deren Konsistenz, völlig egal, wer die verbreitet.
(Auch amüsant, daß der Zaun in der Studie den Bildern nach im Ernstfall 100% nicht als "ausreichender Herdenschutz" gewertet würde- allein wegen der Hanglage müßte hier entweder höher gebaut oder ein zweiter Zaun bis zu 2,50 weiter gezogen werden...)

Worauf beide Studien ja (bewußt, nehm ich an) nur sehr am Rande eingehen sind die als "Herdenschutz" propagierten und geförderten Netze mit Bodenschürze/Bodenverankerung. Die sind nämlich nachweislich echte Todesfallen vor allem für Kleinsäuger und Amphibien- aber auch Rehwild wird öfter mal im Zaun hängend gefunden.

Davon, was an Mikro-Lebensräumen zerstört wird, um einen "abweisenden" Zaun zu errichten, ganz zu schweigen.
übrigens lustig, daß man mittlerweile nicht mehr von wolfssicher, sondern "abweisend" redet- wird ähnlich sein wie mit "wasserabweisend"....:mrgreen:


Ich hab mir das die Tage beim Abäppeln mal in der "what-if" Fragestellung an meiner vergleichsweise kleinen Weide angeschaut-
also allein den Rand begradigen/eben machen, um die 20-cm-"Untergrabschutz-Litze" planmäßig zu realisieren (der Rand wird ab und zu ausgemäht, bewußt nicht überall gleichzeitig, und ist hubbelig) müßte ich den Lebensraum von
- mindestens 2 Wildwespen/Wildbienenvölkern
-Feldhamstern
-Eidechsen
-Maulwürfen
-Ameisen
und natürlich diversen Mäusen und co
komplett zerstören

dazu kämen
-Ablage- und Schlupfstellen von Schachbrettfaltern und anderen Schmetterlingen
-Ecke, in der Kreuz- und Wespenspinnen ihre Kokons haben
-Gestrüpp (Wildrosen), in dem der Neuntöter fröhlich rumhüpft
die entfernt werden würden.

und das sind nur die Arten, die ich so im vorbeigehen mal gesehen hab/weiß, daß die da sind
(in den Wildrosen hat übrigens auch grad ein Wurf Füchse Spielparadies)

will ich das? NEIN!

Aber wenn ich überlege, wie oft das vermutlich passiert, macht mich das unglaublich traurig.
Diese Arten sterben halt leise... und spülen weniger Geld in die Kassen....
auch das sollte man bei "leben und leben lassen" berücksichtigen.
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Re: Pferdehaltung im Wolfsgebiet

Beitrag von Nucades »

GilianCo hat geschrieben: Do 9. Jul 2026, 23:49 Aber wo macht es denn im Sinne des Weidetierschutzes Sinn, wenn man betont, dass bei offenem Tor oder bei leerer Weide die Nutzung durch Wildtiere am besten funktioniert? Das finde ich schlicht nicht konstruktiv…..

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Natürlich ist das nicht wirklich konstruktiv. Ich hatte den Aufbau der Studie allerdings so verstanden, dass es darum geht, Beobachtungen zu machen und diese zu evaluieren.
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