Pony beißt und tritt am Heu

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Cat_85
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Cat_85 » Mi 31. Jan 2018, 16:47

Reitmaus hat geschrieben:
Di 30. Jan 2018, 16:23
Alles andere bringt mich wieder zu der Ansicht, die ich bereits in meinem Posting vom 16.1. geschrieben hab.
Dem stimme ich an sich schon zu.

Trotzdem finde ich das Verhalten des Ponys unabhängig vom Alter und dem Schmiede-Trauma schon etwas seltsam. Absolute Unfähigkeit sich auf Veränderungen einzustellen, bei Überforderung aggressiv reagieren, sich ungern anfassen lassen.... Irgendwie schien er von Geburt an schon "anders", klein und mikrig...
Steinigt mich jetzt... Aber wäre er ein Menschenkind mit der Geschichte, würde ich auf Autismus testen lassen. Keine Ahnung ob es das bei Tieren gibt. Wenn auch keinen richtigen Autismus, so kann man aufgrund von frühen Lebenserfahrung sicher auch als Tier autistische Züge entwickeln.

Ich will damit jetzt nichts rechtfertigen, nur Mal noch einen anderen Anstoß geben in andere Richtungen zu denken. Davon abgesehen gehört ein Tier mit solchem Verhalten, unabhängig vom Grund dafür, in gute professionelle Hände. Und damit auf gar keinen Fall unbeaufsichtigt zu Kindern.
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jella
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon jella » Mi 31. Jan 2018, 19:28

Bitte sei mir nicht böse, wenn ich das jetzt schreibe. Aber wäre es nicht besser, für Dich, dein Baby im Bauch u. Deine Tochter, du verkaufst dein Pony?
Ich lese immer wieder mal von dir und lese unter anderem, dass dein Freund/Lebensgefährte nicht immer Verständnis für Dich hat. Keine einfache Situation, wenn man noch ein Baby im Bauch hat.
Ein Pony, das nicht beschäftigt wird und sich schon blöde Geschichten angewöhnt hat, braucht dringend Training. Und dabei meine ich nicht longieren, reiten oder ähnliches. Sondern Erziehung.
Das kannst du JETZT nicht leisten u. sicher auch das ganze Jahr nicht. Wäre es nicht fairer, ihn in Hände zu geben, die ihn fördern können? Die Zeit haben, sich mit ihm zu beschäftigen?
je länger er dieses Verhalten zeigt, um so schwieriger wird es werden, ihm das abzugewöhnen.
Ich kann verstehen, dass dein Herz daran hängt. Sehr sogar, vor allem weil ich aus vielen Vernunftsgründen letztes Jahr mein eigenes Pferd hergegeben habe.
Ich habe lange geweint, aber mittlerweile bin ich froh, diesen Schritt gegangen zu sein.

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Reitmaus
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Reitmaus » Mi 31. Jan 2018, 19:32

Cat_85 hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 16:47
... Absolute Unfähigkeit sich auf Veränderungen einzustellen, ...
Auf welches Zitat bezieht diese "Unfähigkeit"? Dass er sich auf der Sommerweide nicht einfangen lassen will, weil ihm seine Freiheit und das leckere Gras dort ganz gut gefällt? Weil nach seinem Weideurlaub beim ersten Huftermin erstmal wieder sein Trauma aufspielt? Weil er in seiner aktuellen Umgebung erstmal austestet, in welcher Position der Herdenrangordung (Pferde und Menschen/Kinder) er sich einrangieren kann?
Cat_85 hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 16:47
..., bei Überforderung aggressiv reagieren,....
Wiederum aus welchem Zitat schliesst du, dass er überfordert wäre? Und wo ist er "aggressiv" gewesen? Weil er probiert hat, ob er mit seinen menschlichen Herdengenossen spielen kann? (Ausschlagen ohne treffen zu wollen kann auch Spielaufforderung ("necken") sein.
Cat_85 hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 16:47
... sich ungern anfassen lassen....
Weil er sich auf der herrlichen Sommerweide nicht einfangen lassen will? Das Verhalten können auch ganz normale Pferde zuweilen zeigen, die sich sonst immer brav aufhalftern liessen. Gras und Freiheit ist halt merklich attraktiver als mit dem öden Menschen mitzugehen. Und wenn der Mensch dann auch noch falsch reagiert, hat das Pferd noch weniger Anlass, sich ihm zuzuwenden.

Also deine Argumente können ja durchaus stimmen, nur sehe ich in diesem Fall die Belege dafür nicht. Daher die Frage, woraus du das genau herleitest.

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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Cat_85 » Mi 31. Jan 2018, 22:46

Reitmaus hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 19:32
Also deine Argumente können ja durchaus stimmen, nur sehe ich in diesem Fall die Belege dafür nicht. Daher die Frage, woraus du das genau herleitest.
Denn es ging ja immer auf Gras, es war ja immer ein positives ankommen...
Klang für mich so, als würde es immer von einer Koppel zur nächsten gehen.:nix:

Und auch der Rest, ich werde das jetzt nicht detailliert auseinander nehmen, dafür fehlt mir gerade die Zeit. Das ist das Bild was sich für mich beim Lesen im Kopf ergeben hat. Und nun muss Sanojlea gucken, was sie damit macht oder ob sie das in die "Blödsinn-Tonne" wirft. ;)
Ja, mit 4,5 Jahren ist er in der Pubertät und wird testen. Aber nicht Wochen oder gar Monate.
Jetzt ist der Umzug ja schon wieder eine Weile her, 3 Monate hatte er ja schon dort.
Und auch dann vergessen sie ihre Grunderziehung nicht komplett und man fängt auch nicht immer wieder bei komplett Null an, so liest es sich für mich hier. Dann stellt man wieder die Regeln klar und gut ist bis zum nächsten Mal. Und auch wenn Pferde bei neuen Personen mal mehr testen, werden die bei vorheriger Grunderziehung schnell wieder brav, wenn geklärt wird was Sache ist.
Es mag bei dem Pony einiges auch nicht gut gewesen sein, einiges hat er vielleicht nicht gelernt, weiß ich nicht. Aber so wie die Besitzerin das hier schreibt, wenn ich ständig bei kleinsten Störfaktoren von Null anfange, geht das für mich über Pubertät und "das Gras ist so lecker" hinaus.

Abgesehen davon ändert es nichts daran, dass die aktuelle Situation für ihn eventuell nicht optimal ist.
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Lottehüh » Do 1. Feb 2018, 09:33

Ich denke, was Hänschen gelernt hat, sitzt auch bei Junghans noch echt fest. Soll heißen: ich finde es nicht ungewöhnlich, dass bei komplett neuer Umgebung in alte Verhaltensmuster zurückgefallen wird, wenn das neu erlernte noch relativ frisch ist. Und jetzt dieser Komplettumzug einschließlich wegfallen der Herde und neuem Menschen, das ist ebenfalls Grund genug. Umso fraglicher finde ich den Deal mit der Huffrau. Generell finde ich dieses ganze zur Ausbildung Weggeben beziehungstechnisch sehr fraglich - in jedem Fall - aber das ist ein anderes Thema.

Ich sehe jedenfalls nicht, dass man dem Pony eine Behinderung unterstellen könnte. Ich sehe eher ein Pferd, das irgendwie nirgends richtig gewollt wird und sich deshalb entscheidet, lieber eigene Wege zu gehen. *ganztiefindiepsychotaschegreif* ;-) Ich wünsche dem jungen Kerl, dass das irgendjemand wiedergutmachen kann.
Das Leben schenkt Dir ein Pferd - reiten musst Du schon selber.

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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Sanojlea » Do 1. Feb 2018, 10:39

Reitmaus hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 19:32
Cat_85 hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 16:47
... Absolute Unfähigkeit sich auf Veränderungen einzustellen, ...
Auf welches Zitat bezieht diese "Unfähigkeit"? Dass er sich auf der Sommerweide nicht einfangen lassen will, weil ihm seine Freiheit und das leckere Gras dort ganz gut gefällt? Weil nach seinem Weideurlaub beim ersten Huftermin erstmal wieder sein Trauma aufspielt? Weil er in seiner aktuellen Umgebung erstmal austestet, in welcher Position der Herdenrangordung (Pferde und Menschen/Kinder) er sich einrangieren kann?
Cat_85 hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 16:47
..., bei Überforderung aggressiv reagieren,....
Wiederum aus welchem Zitat schliesst du, dass er überfordert wäre? Und wo ist er "aggressiv" gewesen? Weil er probiert hat, ob er mit seinen menschlichen Herdengenossen spielen kann? (Ausschlagen ohne treffen zu wollen kann auch Spielaufforderung ("necken") sein.
Cat_85 hat geschrieben:
Mi 31. Jan 2018, 16:47
... sich ungern anfassen lassen....
Weil er sich auf der herrlichen Sommerweide nicht einfangen lassen will? Das Verhalten können auch ganz normale Pferde zuweilen zeigen, die sich sonst immer brav aufhalftern liessen. Gras und Freiheit ist halt merklich attraktiver als mit dem öden Menschen mitzugehen. Und wenn der Mensch dann auch noch falsch reagiert, hat das Pferd noch weniger Anlass, sich ihm zuzuwenden.

Also deine Argumente können ja durchaus stimmen, nur sehe ich in diesem Fall die Belege dafür nicht. Daher die Frage, woraus du das genau herleitest.
Nein, sie hat es da schon sehr gut erkannt!!!
Es geht hier nicht um "oh das Gras ist so saftig ich mag jetzt kein Halfter aufziehen!" DAS wäre völlig normal! Das machen die anderen beiden auch mal.
Er aber scheut quasie am 1. Tag vor der Hand die ihn kraulen will! Am 2. Tag geht es vielleicht etwas besser und am 3. können wir ihn wieder anfassen, aber um wieder auf den Stand VOR dem Umzug zu kommen brauchte es die ersten Jahre WOCHEN! Er wehrt sich nach dem er 3 Wochen auf Gras stand und vor 4 Wochen (von wegen "Sommerurlaub" - das klang etwas als hätte ihn da 12 Wochen keiner bearbeitet...) zu letzt bearbeitet wurde und dabei brav war, plötzlich gegen die Hufbearbeiterin! Die er mag!

Santi mag auch andere und auch fremde Kinder! Sieht er Kinder kommt er angelaufen.

Mal ganz allgemein wo kommt denn dieses "unbeaufsichtigt" her das ich hier jetzt schon so oft gelesen habe? Santi wird niemals unbeaufsichtigt von einem Kind gehändelt! Naja außer er steht am Auto neben ihm und ich muss erst die Koppel überqueren um zu ihm zu kommen :lol: Nein, also im Ernst: Selbstverständlich ist da immer Jemand dabei! Die SB lässt die Kinder wohl wenn sie am Stall ist auch mal mit ihren Beiden "alleine", also wenn sie um die Ecke was arbeitet was machen - ihr Bier, das kann ich auch nicht beurteilen! Aber eben NICHT seit dort ein Jungpferd dabei steht! Nur muss sie momentan eben bei jedem Schritt der Kinder die diese zu den anderen Pferden machen an deren Seite stehen weil mein junger Herr ja auch nicht einfach mal in der Zeit was anderes macht...
"Ich will alles daran setzen und mein Bestes geben, damit diese Pferde in ihrem freundlichen Wesen gut über mich urteilen und damit Harmonie walte, getragen vom Einvernehmen zwischen zwei Lebewesen."
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Sanojlea » Do 1. Feb 2018, 11:13

Nochmal:

Eben man fängt bei kleinsten Störfaktoren wieder bei null an bzw. hat das Jahre lang. Es ist ja besser geworden! Letztes Jahr im Sommer hatten wir einen Koppelwechsel zu Fuß und danach war er tatsächlich wie vorher! Da hab ich Bauklötze gestaunt! Und das obwohl er auf dieser Wiese noch nie gewesen ist! Bei dem Koppelwechsel danach hat er auch fast gar keine Auffälligkeiten gezeigt. Aber ganz allgemein war und ist er einfach ein bisschen "anders".


Ich bin auch absolut nicht für "zur Ausbildung weg geben". Ich habe die Entscheidung eigentlich ihm zu liebe getroffen. Weil dort zwei Wallache stehen die spielen und ich spüren konnte dass ihm das hier gefehlt hat. Weil ich nicht die Zeit habe mich mal mit ihm zu beschäftigen. Weil ich schwanger bin und vom Pech verfolgt was Autos angeht und dadurch Mühe habe zu den Pferden zu kommen und Wasser/Heu zu transportieren. Weil ein Pony weniger zwar nicht soo viel ausmacht aber immerhin ein bisschen weniger ist wenn andere in meiner Wochenbettzeit meine Pferde machen müssen...
Vorallem aber dachte ich wirklich es würde ihm gut tun, mit den zwei Jungs und auch den Kindern... Er hat immer Freude an Kindern gezeigt und dort ist es ja 2x die Woche maximal - wenn sie ihn dran nehmen. Dafür wird halt fast täglich im Alltag an der Grunderziehung wie aufhalftern, führen, Hufe geben gearbeitet, was ich einfach nicht leisten kann!

Und nun "benimmt er sich nicht" und scheint sich nicht wohl zu fühlen... :(
Ich hätte jetzt zB nicht eines meiner Pferde in einen Berittstall gegeben. Ich bin der Meinung eine Ausbildung zum Trainer ist nicht so wichtig wie die Beziehung! Ich würde mir eigentlich immer Hilfe holen und nicht die Pferde weg geben! Hilfe zur Selbsthilfe in der Ausbildung des eigenen Tieres. Da ich das aber aktuell nur eingeschränkt kann macht das auch keinen Sinn. Und darum ging es ja auch weniger. Es wäre ja nicht nötig gewesen das jüngste Tier zu erst in Ausbildung zu nehmen, ist ja Quatsch! Moglis Rücken und Aylas Ausbildung wären eigentlich zu erst dran! Es ging mir eigentlich einfach ums Pony... Ayla und Mogli wirken eben nicht unzufrieden, Santi war es hier aber.
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Sanojlea » Do 1. Feb 2018, 11:43

Lottehüh hat geschrieben:
Do 1. Feb 2018, 09:33
Ich sehe eher ein Pferd, das irgendwie nirgends richtig gewollt wird und sich deshalb entscheidet, lieber eigene Wege zu gehen. *ganztiefindiepsychotaschegreif* ;-) Ich wünsche dem jungen Kerl, dass das irgendjemand wiedergutmachen kann.
Da könnte tatsächlich etwas dran sein. Also sagen wir mal "sich nicht gewollt fühlt"... Ach menno...
Ich habe mich halt auch bisher strikt geweigert ihn zu verkaufen weil der Markt so voll ist mit solchen Ponys! Junge Ponybuben um 1m die nicht so richtig erzogen sind, bzw. nicht immer funktionieren wie sie sollen...
Davon gibt es einfach schon genug zu kaufen! Selbst angeblich grotten brave, rohe Shettybuben gibt es massig!
Das hat übrigens gar nichts mit "Leute die meinen ihre Pferde sind so speziell dass nur sie es richtig machen können" zu tun. Ne, die meisten die ein Pferd kaufen die wollen dass es sich fangen, führen, überall anfassen (gut das ist eigentlich kein Thema, sei denn er hat diese "Phasen") lässt, dass es in den Hänger steigt und dass es brav Hufe gibt und man da nichts besonderes beachten muss...
Aber jetzt mal ganz schwarz gemalt:
Wenn jetzt aber ein Mann an Santi geht zur Hufbearbeitung und ein oder zwei blöde Fehler macht dann bin ich überzeugt davon dass er wieder mit allen Beinen in alle Richtungen tritt. Und ein blöder Fehler ist bei diesem Pony halt ein quer sitzender Pups wegen dem er gewackelt hat und geschimpft wurde... Die zwei Hufbearbeiterinen der letzten Jahre sind klar gekommen, aber die haben auch beide nicht auf Bewegungslosigkeit bestanden wie es viele Schmiede tun die ich kenne...
Und auch alles andere "saß" vorher einfach nicht richtig! Ich hab ihn eingefangen, für mich war das Führen so super (wirklich, ich hab da nie Probleme gesehen und gelassen ist er auch unterwegs!), aber auch da: Jetzt lernt er die Disziplin die ich nie verlangt habe, ein Käufer aber sehen wollen würde!
Ich habe über Santi immer gesagt dass ich ihn "so nicht auf den Markt werfe!" weil ich Angst um ihn habe! Auch das war ein Grund dass ich ihn weg gegeben habe: Die Steigerung seines "Wertes", nicht um irgendwann Gewinn zu erzielen, nein um ihm eine Zukunft zu geben falls etwas passiert und er nicht hier bleiben kann. Ayla hat eine nette Größe und gutes Aussehen, dazu schöne Gänge und man sieht ihr an dass ihre Eltern eine gute, geplante Abstammung haben (auch wenn sie selbst auch eher Produkt einer Vermehrung ist, sie hat das Glück guter Abstammung). Santi ist mittlerweile hübsch, es haben sich schon zwei Pferdeleute in ihn verliebt, aber das ist auch alles was er in die Waagschale werfen kann wenn es mal um seine Existenz geht, um die Frage "Italien ja oder nein?" (Nicht-Schlachtpferd halte ich da für wenig Schutz). Wer weiß was aus ihm wird wenn er warum auch immer plötzlich beim Händler steht? Diese Frage hat mir immer Angst gemacht! Darum hab ich mir fest vorgenommen dass er nirgendwo hin geht bevor er nicht quasie einen "Wert" hat. Ich glaube daher kommt auch der Wunsch dass er Kinder tauglich wird...

Oh man wir kramen hier mittlerweile auch tief in meiner Psyche und meinen Motiven... Bitte bleibt nett, das ist nämlich schon alles ein emotionales Thema für mich!
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Re: Pony beißt und tritt am Heu

Beitragvon Lottehüh » Do 1. Feb 2018, 14:12

Ich denke, Santi ist von seiner Konstitution kein Pferd, das "Disziplin" lernen wird. Nicht auf herkömmliche Weise. Er hat schon gelernt, dass er einen eigenen Kopf hat und er braucht Beziehung und nicht Erziehung. Da kann ich bei Pablo auch ein Lied von singen. ;)

Es tut mir jetzt auch leid, ich merke, dass meine Worte Dich getroffen haben. Aber mir tut Santi halt auch leid. Er verhält sich ja nicht daneben, weil er jemanden ärgern will, sondern weil er irgendwelche "Sorgen" oder Ängste oder wie auch immer man das nennen will hat.

Was sagt denn Ayla dazu, dass er weg ist? Ich frage, weil Du weiter vorne mehr oder weniger geschrieben hast, dass Du Santi eigentlich wegen ihr gekauft hast.
Das Leben schenkt Dir ein Pferd - reiten musst Du schon selber.

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