Kostenbeteiligung verlangen?

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Vaena
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Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Vaena » Di 17. Mär 2020, 08:37

Hallo Ihr Lieben

Hier hätte ich gern mal eine Grundsatzdiskussion :-D

Und zwar zum Thema Kostenbeteiligung, wenn man eine 'Reit'beteiligung zur Verfügung stellt.

Es handelt sich hier um ein Pony, welches vollständiges Sattelzeug besitzt, gepflegt ist, kinderfreundlich ist und eine gute Haltung geniessen darf :-D

Ich stelle sie einer 'Familie' zur Verfügung. Die Mutter hat selber ein Pferd (halt zu gross für die Kids) und ist sehr sympathisch und geht mit dem Pony toll um. Sie hat 3 Kinder, wobei zurzeit sie 1-2 begleiten. Sehr erzogen und anständig. Dh rennen nicht einfach aufm Hof rum oder verunstalten ein Chaos ;) Sie gehen gut mit den Pony um. Und sie haben eigentlich alle Freiheiten. Sie dürfen raus, sei es reiten, spazieren etc. Dazu steht ein Plätzli sowie ein Roundpen zur Verfügung. Sie möchte nicht nur die Kinder raufsetzen, sondern halt auch mal Bodenarbeit machen oder den Kindern das reiten mit der Zeit 'beibringen'.

Jetzt die Frage, würdet ihr das kostenlos 'zur Verfügung' stellen oder etwas verlangen?

Als Gegenleistung sammeln sie zurzeit einfach vor dem Reiten die Bollen zusammen. Mehr nicht. (Aufwand 2 Minuten).

irgendwie bin ich gespalten... und weiss doch nicht so genau, was ich tun soll... bin ja froh, ist dat pony jetzt so gut ausgelastet :-) aber wenigstens die kosten für hufschmid (barhuf) hät ich gern gedeckt. das sind CHF 30.00 pro monat... sie kommt 2x die woche... soll ich einfach pro mal CHF 5.00 verlangen? und das sie die leckerlibox füllt? und die bollen nehmen.
ist das zuviel verlangt?

was meint ihr?

danke für eure antworten
LG

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Cate
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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Cate » Di 17. Mär 2020, 08:49

Vorsicht, eine Kostenbeteiligung pro Nutzung wird (zumindest hier in D) oft als Vermietung angesehen, damit könntest du plötzlich ins Gewerbliche rutschen. :greis:
Ansonsten ist meine Erfahrung mit dem Thema RB - was nix kost', ist nix wert :nix:
Es ist sinnvoll, sich mit dem Üben anzufreunden, denn man wird weit mehr Zeit mit Üben verbringen als damit, perfekt zu sein - Maren Diehl

Was wir sehen, hängt hauptsächlich davon ab, wonach wir suchen - Sir John Lubbock :puppy: :puppy:

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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Vaena » Di 17. Mär 2020, 09:00

öhö. also einfach monatlich sagen = CHF 30.00 und gut ist?
das ist ja nicht gewerblich, oder?

und ja eben... ist bissl ähnlich. würden sie nur spazieren gehen (wie die andere kollegin mit granu) dann verlang ich nichts. aber sie profitiert ja doch und das pony bietet sehr viel :-) würde sie in ne reitschule wäre das viel teurer... in der CH kostet so ein ponyplausch mit 2-3 reitern locker für 2-3 h CHF 40.00 oder mehr...

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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Equester » Di 17. Mär 2020, 09:22

Ich bin da bei Cate, was nix kostet, ist nix wert. Als meine RB noch nichts bezahlen musste, aber das Pferd kpl. für sich hatte, hat sie manchmal Sachen blicken lassen, da blieb mir die Spucke weg. Aber jetzt bezahlt sie etwas (nicht viel, aber ich bestehe darauf) und schon hat es ein anderes Gewicht. Sie hat ihn immer noch für sich, ich bin quasi nur noch für kuscheln und spazieren gehen zuständig. Eigentlich wollte ich jetzt mal ein wenig erhöhen, aber dank Virus lassen wir das erst mal, ihr Job ist jetzt auch nicht bombensicher.
Nur mal am Rande, nur weil man ein Pferd nicht selber nutzt, kostet es ja nicht weniger. Es braucht trotzdem Schmied, Futter und auch mal einen TA.
wir machen aus :hm: ein :dafuer2:

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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon sacramoso » Di 17. Mär 2020, 11:14

Ich würde definitiv auf Basis einer RB einen angemessenen Obulus verlangen. Als angemessen würde ich folgende Formel sehen:

monatl. Kosten / 7 und diesen Betrag x Reittage pro Woche

Beispiel: montaliche Kosten 300,-€ und Rb reitet 2 Mal in der Woche:

300/ 7 = 43 und das mal 2 --> 86,-€ im Monat
Als Gott erfuhr daß Reiten nur für die Besten ist erschuf er noch Fußball :dance1:

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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Riff » Di 17. Mär 2020, 12:01

In deinem Fall würde ich auch was verlangen. 30 Franken klingt sehr fair.

Finde, es kommt immer darauf an. Meine RBs haben nichts bezahlt, weil es mir wichtiger war, dass er gut bewegt ist.

Eine ganz früher hatte wenig bezahlt, aber sie bestand auch drauf.

Ich bin ja jetzt pferdelos und ganz ehrlich, da müsste man mir schon einen Kracherlusitano hinstellen, dass ich was zahle.

Bei den meisten Pferden wäre es eher Beritt, warum sollte ich da zahlen?

Und die, deren Pferde ich reite sehen es wie ich damals: es ist wichtiger, sie werden gut gearbeitet und jemand hat die Zeit und ist gewissenhaft.

Kommt aber auch immer auf die Beteiligten (inkl. Pferd )und Anspruch an ;o)
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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Sheitana » Di 17. Mär 2020, 12:03

Ich glaube ich würde es sogar genau so formulieren: Den Schmied bezahlen.

Das ist dann nicht viel, aber es gibt einem das Gefühl, was dazu zu tun.

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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Riff » Di 17. Mär 2020, 13:43

Ja, das klingt gut!
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Re: Kostenbeteiligung verlangen?

Beitragvon Vaena » Di 17. Mär 2020, 13:49

dann mach ich das so...
also ich stell ne mollykasse auf, wo monatlich der betrag zu entrichten ist... plus leckerli-box auffüllen... denke damit ist allen geholfen...
und halt abmisten UND die schubkarre leeren... weil ich komm abends heim, muss noch 2 bollen nehmen und dann die gefüllte karre leeren. sie hat ja frei und zeit...

denke das ist fair... weil der pestalozzi bin ich ja doch nicht :-)

dann hab ich nämlich abends doch bissl entlastung, wenn ich nicht noch die schubkarre ums eck bringen muss :-)

danke euch vielmal...


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