Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

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Riff
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Riff » Mo 16. Nov 2015, 09:06

[quote="baobap"
Bin aber totaler Realist, nur weiß ich, dass ich nicht alles weiß und bin offen für das was es noch zu lernen gibt.[/quote]

Ja, so geht es mir auch. Aber ohne Pferde wäre ich wohl nicht zu dieser Erkenntnis gegkommen. So als Ursteinbock, lach.
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Reitmaus
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Reitmaus » Mo 16. Nov 2015, 09:22

Kolyma : super erklärt :clap: Genau meine Meinung.

Das Problem ist die "Angstspirale" : Pferd hat Angst, Mensch kriegt Angst - vor der eventuellen Unkontrollierbarkeit des Pferdes -, aber Pferd spürt diese Angst des Menschen und denkt, Mensch hat ebenfalls Angst vor der lauernden Gefahr. Pferd wird dadurch noch unruhiger usw...

Mir hat dabei das innere Bild geholfen, eine starke Schutzwand zwischen uns und der Gefahr (was auch immer die unsichtbare Gefahr war) zu setzten. Eine dicke hohe massive Mauer aus Vollgummi, die kann nicht eingerissen werden. Die Gefahr ist immer noch da, aber hinter der Mauer, und wir sind vollkommen sicher. Wie vor dem Löwenkäfig im Zoo, wo man die gefährlichen Tiere relaxt anschauen kann, geschützt durch starke Gitter. Bei der Vorstellung der Gummimauer konnte ich mich entspannen ohne behaupten zu müssen, dass die Gefahr nicht existiere (Letzteres hätte das Pferd mir ja doch nicht geglaubt). Doch, sie war da und sie ist da, aber WIR sind sicher. - Ich weiss nicht ob das tatsächlich dazu beigetragen hat, dass wir solche Situationen besser meisterten, aber ein Versuch ist's immer wieder wert.

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Riff
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Riff » Mo 16. Nov 2015, 09:31

Reitmaus hat geschrieben:Kolyma : super erklärt :clap: Genau meine Meinung.

Das Problem ist die "Angstspirale" : Pferd hat Angst, Mensch kriegt Angst - vor der eventuellen Unkontrollierbarkeit des Pferdes -, aber Pferd spürt diese Angst des Menschen und denkt, Mensch hat ebenfalls Angst vor der lauernden Gefahr. Pferd wird dadurch noch unruhiger usw...
Paßt leider in meinem Fall null. Ich bin keiner, der sich aufspult. Im Gegenteil. Werden andere Menschen, Hund, Pferde panisch oder ängstlich, werde ich im Gegensatz dazu ruhig. Wirklich innerlich ruhig.

Und bei der genannten Angst geht es auch um etwas anderes. Das spürt man. Auch da bleibe ich aber ruhig. Ich wundere mich nur, warum das Pferd jetzt so arg scheut. Warum es so heftig ist.

Mein Pferd ist wirklich ein sehr nevenstarker Kerl. Wahrscheinlich kann ich es deswegen so deutlich unterscheiden.

Also, eine Angstspirale gibt es bei mir definitiv nicht. Und es steigert sich auch keiner in etwas rein. Das geht ja innerhalb von einer Sekunde und dann wird runtergekommen.

Gestern war ich allerdings nicht dabei... Denke, dann wäre es auch anders gelaufen. So mußte er es alleine ausmachen.

Aber, wie gesagt, ich kann volle Kanne verstehen, wenn jemand das für Blödsinn hält. Und es gibt sehr viele Situationen, die man rational sehr gut erklären kann. Aber, es gibt eben auch diese wenigen anderen... Und ganz sicher muß das nicht jeder für sich "finden". Man kann auch prima ohne diese Erkenntnis leben!! Ganz sicher sogar. Nur, wenn sie einem mehrfach vors Hirn gehalten wird, dann überdenkt man es doch mal... So sehr es einem widerstrebt. Mir zumindest.
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon WaldSuse » Mo 16. Nov 2015, 09:43

Warum sollen Gerüche nach Blut,Angst und Tod nicht als "Kobold" oder "Troll" von einem Pferd interpretiert und/oder wahrgenommen werden?
Ich habe selber schon mal im Wald eine wirklich erschreckende und sehr,sehr abweisende Energie wahr genommen,das war heftig. Ich bin sehr viel später wieder zu dieser Stelle hin gegangen,habe mich demütig genähert und um Einlaß gebeten.Und habe ein Centstück da gelassen.Noch sehr viel später war da nichts mehr.
Und was diese Angstspirale angeht......ich habe nackte Angst bei einem Gewitter,wenn es mich draußen erwischt.Mein Pferd ist die Ruhe selbst,während es um uns rum blitzt und donnert und ich schlotternd und mit Schnappatmung auf ihm hocke....Ich gehe nicht mehr raus,wenn auch nur eine Ahnung eines Gewitters am Himmel gibt... :snooty: :hand:
Es gibt halt immer Ausnahmen von der Regel,daß ein ängstlicher Reiter das Pferd auch verunsichert und ängstlich macht.Genauso kann ich die Ruhe selbst sein und er hat einfach Angst.Aus welchen Gründen auch immer.Für ihn hat diese Angst einen realen Grund.Drum nehme ich sie ernst.
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon baobap » Mo 16. Nov 2015, 12:27

habe vor einiger Zeit mal einen TK - Kurs gemacht. Hatte bei einer Heilpraktikerschule an der ich schon so manches als Seminar gebucht hatte, noch ein Guthaben offen stehen, fand aber nichts, was ich noch hätte gebrauchen können als Kurs. So entschied ich mich aus reiner Neugierde für den TK Kurs. Am ersten Tag sagte ich bei der Vorstellungsrunde gleich, dass ich das hier eigentlich für ein Quatsch halte, es aber mal einfach probieren möchte und mal schaue,was so kommt. Ich sagte auch, dass wenn mir das zu gesponnen wird, mir meine Zeit auch zu schade wäre und ich dann am zweiten Tag auch evtl. nicht mehr komme.

Genau das aber war wohl die richtige Einstellung - spielerisch, mal probieren, nicht unbedingt erzwingen wollen, nicht erwarten, nicht hoffen, sondern einfach zulassen.

Ich spreche reichlich und denke sehr viel und analysiere gerne , daher war es meine erste Aufgabe zu lernen nix bewußt zu denken, nix zu steuern, nix realistisch zu überprüfen. Beim Sport als es mal hieß, wir meditieren jetzt immer am Schluss der Sportstunde, bin ich entweder eingeschlafen oder ich hab so lachen müssen, wegen den Wörtern die die Leiter benutzten und ich hab mir dass dann Bildlich/realistisch vorstellen wollen - z. B. bei den Worten" stellen sie sich vor, es wachsen Wurzeln aus ihren Füßen, sie erden sich jetzt..." dann sagte mir mein Hirn :-D , wir sind in der dritten Etage in einem Betonbunker in der Innenstadt, selbst bei viel Fantasie - wo sollten da Wurzeln denn hin? :lol:

Daher bei der TK nix selber zu denken, ist eine Aufgabe für mich. Ich kann schreiben ohne hinzuschauen (sieht dann auch so aus) und ohne bewusst dabei zu denken, sondern automatisch (war hilfreich in der Berufsschule vor 300 Jahren). Versuchen nur an den Namen des Tieres zu denken und dabei das Foto zu betrachten ging dann recht gut und dabei ohne zu denken (unbewusst nur) Worte auf zu schreiben. Es war unglaublich was dabei heraus kam - die Leute (die ich ja nicht kannte) waren oft sehr gerührt. Es war meist nicht einmal meine normale Wortwahl (was für mich dafür spricht, dass es doch von "jemand" die Worte sind). Manch eine sagte, dass wäre die Wortwahl dessen dem das Tier gehörte (jeder hat von sich und seinem Bekanntenkreis Tierbilder mitgebracht auf denen nur der Tiername stand sonst nix).

Bin den zweiten Tag doch hingegangen, mein Interesse war geweckt. Es kamen auch Themen dran über Dinge, die die "Tiere" nicht anders beschreiben konnten, oder für die wir Menschen kein anderes wort verstehen, auch Dinge die Wesen beschreiben würden.

Bei einer der Teilnehmerinnen gab es überhaupt keine Übereinstimmung mit denen, denen die jeweiligen Tiere gehörten oder die sie kannten. Die Dame hatte schon mal einen Kurs gemacht und wollte unbedingt super sein, sie hat sich wohl damit im Kopf blockiert.

Ob die Dinge jetzt Luftströmungen sind, Wasseradern, Aas, Blutspur, Adrenalingeruch von etwas gejagtem oder so ist ja letztendlich egal, es berührt, bewegt, macht Angst, beschäftigt und ob das "Ding" jetzt noch ein Eigenleben hat oder einfach ist, ist ja wurscht. Für den der es fühlt (Mensch oder Tier) für den ist es in dem Moment sehr real - vielleicht auch tatsächlich real oder nur Intuition, aber es ist was .

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon WaldSuse » Mo 16. Nov 2015, 14:57

Mir hat der Gedanke,daß eventuell bei gefällten Bäumen "böse" Wesenheiten sind,zu denken gegeben......Denn so Baumstämme am Boden oder aufeinander gestapelt sind Dustin sehr unheimlich.Ich dachte bisher immer,daß hinter so einem Stapel ein "Feind" sich verstecken könnte und daß er aus "Instinkt" Angst davor hat.
Heute habe ich beim Ausritt einen Test gemacht und bei mehreren Stapeln Baumstämme,auf die er angespannt reagierte,mich liebevoll auf die gefällten Bäume konzentriert und habe zu ihnen gesagt: "Habt Dank für euer Opfer,seid gesegnet." Und ich habe ihn aufgefordert,das auch zu sagen.Und er wurde dann tatsächlich nach ein paar Sätzen ruhiger.Und irgendwann guckte er sich die Stapel mit Baumstämmen völlig gelassen an,während ich mein Sätzlein aufsagte.
Das ist passiert.Da kann sich jetzt jeder einen Reim selber drauf machen. :)
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Heidemi » Mo 16. Nov 2015, 15:24

Ich hatte im Sommer auf der Koppel das Erlebnis, dass sich mein VB Wallach, der im Paddock stand, plötzlich total aufgeregt hat. Er glotzte auf einen Fleck auf der Wiese vor uns, rannte hin und her, glotzte wieder da hin... Sein Herz raste, es schlug so arg, dass man es mit blosem Auge sehen konnte und er schnaubte und rannte, glotzte wieder....
Seine Ehefrau und sein Freund (= Herde) sind willens gewesen, sich mit auf zu regen. Die Standen direkt dabei auf der Koppel, hatten aber den selben Blickwinkel. Die sind dann schon fluchtbereit dahin und haben versucht, die Gefahr aus zu machen. Aber sie schauten auch nur ungläubig auf die Stelle, weil sogar sie konnten keine Gefahr erkennen. Und sie haben sich echt Mühe gegeben....
Aber, was ich noch nie erlebt habe, wenn einer SO einen Alarm macht, die zwei anderen haben sich entspannt daneben gestellt, was nicht zur Beruhigung beigetragen hat, was man ja eigentlich annehmen könnte.
Es wurde dann mit der Zeit, aber sehr langsam besser und irgendwann war es gut.
Wir haben überhaupt keine Ahnung, was da gewesen sein könnte.
Da aus unserer Sicht keine Gefahr bestand, weder für Pferd noch Mensch, haben wir uns als Beobachter gesehen und der Rest der Herde hat ja eher deeskalierend eingewirkt. Eine Spirale hat es hier auch nicht gegeben.

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon kolyma » Mo 16. Nov 2015, 15:41

Man muss ja aber auch sagen, dass ein Pferd nichts von Motorsägen und Brennholz versteht. Woher sollte es auch?
Wir wissen, dass diese Stämme hier liegen, weil ein Mensch und eine Maschine sie da hin gelegt haben. Dass sie abgeholt werden und daraus dann Möbel oder Brennholz gemacht wird...
Für ein Pferd sieht die Sache aber so aus: Aus völlig unerklärlichen Gründen steht der Baum nicht mehr aufrecht. Er liegt am Weg und es ist nicht nachvollziehbar warum das so ist. Also muss irgendwas Gewaltiges am Werk gewesen sein. Ich denke Pferde können Baumstämme schon noch grundsätzlich als Baumstämme indentifizieren. Aber normalerweise ragen sie nach oben und liegen nicht waagerecht. Also stimmt hier etwas so ganz und gar nicht. Und das Ding, was die Baumstämme umgenietet hat, könnte einem auch selbst ans Leder wollen.

Denke Pferde sind sehr oft mit Dingen konfrontiert, die sie sich nicht erklären können. Frische Schnittflächen an Bäumen machen auch meinen total wuschig. Wenn dann noch mit roter oder leuchtender Farbe Markierungen drauf gesprüht sind, ists ganz aus. Auch hier würde er manchmal einfach blindlings davon stürzen.
Irgendwas hat im Wald gewütet und eine große Zerstörung hinterlassen. Für mich ist es absolut logisch, dass da viele Pferde sehr verstört reagieren. Sowas gehört nicht in ihren Sinn von Logik. Ebenso Gegenstände die in eine gewisse Umgebung nicht gehören. Müll beispielsweise.



Ich möchte nicht sagen, dass es keine "Wesenheiten" gibt. Ich glaube nur, dass viele Dinge, die wir uns nicht erklären können einfach oft in ganz anderen Zusammenhängen stehen und nur weil wir sie nicht erklären können muss nicht zwingend eine "höhere Macht" oder "tieferes Geheimnis" dahinter stecken. Finde, wenn man sich in die Lebenswelt eines Pferdes hinein denkt ist sehr viel unheimlich und unerklärlich. Unsere Welt kann für so ein Pferd auch ganz schön überfordernd sein. Glaube nicht, dass es dazu noch unbedingt Kobolde braucht um einem Pferd Angst zu machen.



Bezügl. TK... Also ich bin ja auch offen - ich glaub daran nicht. Allerdings denke ich nicht, dass ein Pferd, wenn es eine Formulierung finden sollte um zu beschreiben was es ängstigt, Synonyme für Motorsägen oder Ähnliches kennt. Das was ihm Angst macht braucht ja eine Begrifflichkeit die seiner Lebenswelt entspricht. Menschliche Dinge dürften nur begrenzt ein Ausdrucksmittel sein. Dass es vielleicht glaubt (wenn man davon ausgeht TK funktioniert), dass ein Wesen/Kobold hinter dem als bedrohlich wahrgenommen Baumstamm steckt, würde mir logisch erscheinen. Denn das Pferd braucht ja auch - wie der Mensch auch - etwas dem er das Unerklärliche zuschieben kann.

Und deshalb glauben auch Urvölker an übernatürliche Wesen. Weil der Mensch etwas braucht um sich Dinge die er nicht versteht erklären zu können. Und da wir in der westlichen Welt eben Vieles aufklären konnten und nun viele Naturphänomene verstehen, ein Verständnis für Wetter/Physik/usw. haben sind natürlich Geister keine Erklärung mehr dafür.
Bild Geduld ist die hohe Kunst sehr langsam wütend zu werden...:ohm2: :sofort:


"Besser wenig und das Wenige gut."Egon v. Neindorff

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Riff » Mo 16. Nov 2015, 16:57

Wegen der Baumstämme-meiner kann da 5x vorbei gehen und nichts ist und beim 6. Mal ist et guckig. Das hat nichts damit zu tun, ob da Stämme liegen oder Bäume nicht mehr stehen oder der Baumstumpf helleren ist.

Sowas juckt ihn nicht. Es ist wirklich bei solchen Situationen etwas anderes.

Ihn stören auch Fällarbeiten nicht. So Dinge, wo wir denken, ja, da ist es verständlich, dass er guckt sind es zu 80% nie. Und wie gesagt, es ist eine andere Angst oder Guckigkeit.

Heidemi - genau wie du es beschreibst! Das ist diese andere Art Angst.
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Heidemi » Mo 16. Nov 2015, 17:35

Heidemi - genau wie du es beschreibst! Das ist diese andere Art Angst.
das war schon sehr auffällig, zumal echt die anderen beiden wirklich ganz genau geschaut haben, aber beim besten Willen nichts feststellen konnten.
Wir haben dann gedacht, vermutlich kam um 5 Uhr früh ein Wildschwein vorbei und seine ähem- etwas andere Informationsweiterleitung, hat es ihm da erst bewusst werden lassen :lol: .
Aber es war genau das, was man beschreiben würde mit "der hat einen Geist gesehen".

Im übrigen bin ich davon überzeugt, dass das Pferd meiner Schwester auch mal dachte, ich sei sein Geist. Ich hatte mich immer viel mit um ihn gekümmert und wir hatten ein enges Verhältnis. SIe ist dann weg gezogen und hat ihn mitgenommen und ich habe ihn einige Jahre nicht gesehen. SO 2 oder 3.
Dann habe ich sie und ihn besucht und er kam auf der Koppel auf uns zu, sieht mich, zuckt zusammen, bekommt große Augen, kommt ganz vorsichtig auf mich zu und fängt an, mich von oben nach unten ab zu schnuppern. Erst als er sich vergewissert hat, dass ich es in Fleisch und Blut bin, war er wie immer zu mir.
Mit anderen hat er das nie gezeigt. Weder vorher noch nachher.
Und danach wusste er ja, dass es mich noch gibt und hat sich nicht mehr erschrocken, wenn ich zu Besuch kam.
Meine Schwester war dabei, wir haben uns darüber austauschen können. Das war wirklich eine so auffällige Reaktion, also irgendwie so was gibt es schon.

Ach, mein VB hat einmal einen total, gerade verstorbenen Gartenschläfer auf dem Hof gefunden. Aso ein winziges Tierchen. Er ist hin, und war ganz aufgelöst und hat ihm ganz zart übers Fell gepustet (Atem?), ganz, ganz zart. Er ist ein paar mal hin.
Ich habe den kleinen Nager dann heimlich weg gebracht, was zu weiterer Irritation bei dem VB geführt hat, als er merkte, der kleine ist weg.
Das ist ein wenig ein anderes Thema, aber ich finde, es passt schon dazu, weil solche Dinge grundsätzlich eher auch nicht so im Verhaltensrepertoire eines Pferdes sind.
Ich weiß es nicht, aber ich bin bereit an zu nehmen, dass mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als mein beschränkter Geist erfassen kann :)


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