Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

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Riff
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Riff » Mo 16. Nov 2015, 18:02

Achso, ich erwähne mal, dass mein Pferd heute super gut drauf war, klasse Laune hatte und irgendwie befreit wirkte. Muskelkater hatte er ganz sicher, aber sonst war er echt gut gelaunt mit einem Blitzen in den Augen.

Vielleicht hat er auch irgendwas verarbeitet?

Waldsue- zu den Bäumen. Ich glaube nicht, dass das, was sie da spüren (oder Du), unbedingt was Böses ist. Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die Wesen sauer, weil IHR Baum gefällt wurde. Sie sind aber nicht ansich böse oder so. Es ist auch nicht bei jedem Baum. Wahrscheinlich haben die auch Lieblingsbäume oder wohnen an einem. Aber sicher tut es ihnen gut, wenn sie merken, man versteht sie.

Es ist echt spooky. Oh mann. Vor 2 Jahren hätte ich bei Kolyma unterschrieben. Vor 5 oder 6 hätte ich nicht wirklich was von TK gehalten, zwar gedacht- jaaa, da gibt es eventuell waaaaas, aaaaaber... Und wenn mir meine Freundin von der weißen Hexe erzählt hat, die ihr bei diveresen Krankheiten ihrer Pferde geholfen hat (sie hat einige Pferde), dann habe ich immer nur jajaj gedacht und innerlich die Augen verdreht. Bis ich die Hilfe von diesem Medium auch mal gebraucht habe und sofort am Telefon wußte, dass sie helfen wird, dass es stimmt, dass es funktioniert.

So kann es gehen. No no never hätte ich gedacht, dass ich mal nach Waldgeistern frage....
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WaldSuse
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon WaldSuse » Mo 16. Nov 2015, 19:37

Ich habe ja auch ganz bewußt das Wörtchen "böse" in Gänsefüßchen gesetzt.Ich habe sowieso ein anderes Weltbild als das bei uns vorherrschende duale Weltbild.So wie ich auch nicht an "weiße" oder "schwarze" Hexen oder Magie glaube.Es gibt einfach Magie und es gibt Hexen.
Aber gut,das gehört hier nicht her. :-D
Ich kann niemals tiefer fallen als in die Hände der Großen Göttin.

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Riff » Mo 16. Nov 2015, 19:44

Bei der von mir erwähnten Weißen Hexe ist es irreführend. Wir nennen sie so. Ist aber eine, die mit Engeln arbeitet.
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Trixi J
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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Trixi J » Di 17. Nov 2015, 21:52

Hab mich hier gerade so quer gelesen..... sehr spannend.

Eigentlich bin ich auch eher Realist, aber ich glaube dass es ganz viele Dinge gibt, die wir Menschen nur schwer sehen oder erfassen können/wollen, die aber da sind.

Und beim Lesen ist mir was von früher eingefallen:
Mein geliebter Pferdeopi, der seit ein paar Jahren nicht mehr bei uns ist , war immer sehr schreckhaft - manchmal nur sehr kurz und mit viel "Show", aber manchmal konnte er sich auch richtig in etwas reinsteigern.
Er hatte mal einen Sommer, in dem er auf unserer Weide direkt am Wald in strömendem Regen stocksteif da stand und in den Wald starrte. Solange, bis ihm kalt wurde und gezittert hat. Wir mussten ihn reinholen und einsperren, bis er sich beruhigt hatte. Er war zwar sehr ranghoch und hat seine Herde immer beschützt, aber das Verhalten war für ihn als erfahrenes Offenstallpferd trotzdem sehr untypisch. .

Meine Reitbeteiligung war damals vielleicht so 12, 13 Jahre und hat dann irgendwann gesagt, da wäre halt der Honk im Wald, und den könnte nur unser Pferd sehen.

Das war lange vor den Zeiten von Tierkommunikation und gezielter Angstbewältigung von Pferden. Wir haben uns zwar auch schon damals viel Gedanken um unsere Ponies gemacht, aber nicht wirklich hinterfragt, warum sie vor was Angst haben. Der "Honk" war dann eine zeitlang so ein Standardspruch von uns bezüglich der Dinge, die unser Pferd sieht und wir nicht. Wir haben eine Weile aufgepasst, dass er sich da nicht reinsteigert - und irgendwann war es vorbei.

Aber mit dem Thread hier hat die Geschichte irgendwie einen ganz anderen Hintergrund :shock: Vielleicht hat meine RB aus dem Bauch raus genau richtig beschrieben, dass da ein Wesen war, was unser Pferd beunruhigt hat.

Wir haben den Stall am Wald immer noch. Und diesen Sommer hatte ein anderes ranghohes Pferd auch mal kurzfristig ähnliche Gruselanfälle. Da dieses Pferd neu bei uns ist haben wir es auf Wildtiere geschoben - wir haben Habichte, Wildschweine, Füchse, Rehe, alles mögliche, was auch manchmal recht dicht an die Weide kommt. Die Pferde, die länger da sind, kennen dass ...Aber vielleicht war es auch was anderes. Ich glaub, ich möchte mich mal damit befassen !!

Lg, Trixi

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon ehem User » Mo 23. Nov 2015, 14:44

was fürne argumentation: was sich UNSEREN menschlichen sinnen nicht erschließt, ist übersinnlich....
hm, wobei, eigentlich folgerichtig... ist vermutlich irgendwie die definition von übersinnlich.

das heißt noch lange nicht, dass es kobolde und geister sind. es ist nur einfach völlig irdisch ausserhalb unserer wahrnehmungsfilter.

viele insekten (vögel auch, glaub ich) sehen mehr farben als wir - die meisten säugetiere weniger. für die sieht die welt schon komplett anders aus (einfach mal diese testbilder für "rot-grün-blinde" anschauen - die sehen den rot-grün-kontrast schlecht, aber den blau-grün-kontrast wesentlich bessre als unsereins mit "normalen" farbfiltern)
frauen sehen angeblich wesentlich mehr rottöne als männer - beweis für die übersinnliche begabung von frauen im allgemeinen?

die meisten tiere haben einen wesentlich empfindlicheren geruchssinn als der mensch.
viele tiere hören ein komplett anderes frequenzspektrum als der mensch.
das alles ist mit anpassung zu erklären. und mit physikalischen grenzen.

allein, was sich für dramen sich vermutlich andauernd im hochfrequenbereich abspielen... und wir hören es nicht.
nicht weils irgendwie mystisch wäre, sondern weil es für unser leben nicht relevant ist (also... ultimativ für unsere erfolgreiche fortpflanzung), die sensorische ausstattung und die hardware zum verarbeiten aber ressources fressen würde.

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon Schnucke » Mo 23. Nov 2015, 17:50

Mosheline so kann mans sicherlich erklären. Allerdings mag ich die romantische Vorstellung von Kobolden, Zwergen und Elfen schon auch sehr.

Famosa hat heute beim Ausritt auch wieder was anderes gesehen und gehört als ich :kicher: . Blautanne in sonst grünen Tannen ist gefährlich, das Thema haben wir seit kurzem , früher war die Blautanne NICHT gefährlich, scheinbar ist da ein Kobold eingezogen. Und seit heute sind an dem einen Waldrand die jungen Eichen mit braunem Laub dran gefährlich, da hausen scheinbar auch Kobolde drin (da denke ich aber ists die Windversion)
Keine Stunde im Leben, die man im Sattel verbringt, ist Verloren (Sir Winston Churchill)

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon ehem User » Di 24. Nov 2015, 15:54

tja, meine romanitische ader ist da anders gestrickt, es gibt so viele unfassbar fantstische total irdische und erklärbare dinge.
und die erklärung zu haben entzaubert sie für mich nicht, sondern macht sie meist noch schöner.


aber schönheit liegt halt im auge des betrachters, ich finde ja auch manche matheformeln schöner als andere...

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Re: Ähm.. Waldgeister und Kobolde...

Beitragvon kolyma » Di 24. Nov 2015, 20:24

Naja, es ist ja ein Unterschied an einer romantischen Vorstellung zu hängen als es tatsächlich zu glauben...

Ich mag den Glauben an das Christkind auch total. Und als ich klein war, war ich sogar fest davon überzeugt. Es gab einfach auch überhaupt keine Anhaltspunkte warum es das nicht geben sollte. Meine Eltern haben sich viel Mühe gegeben meine Überzeugungen aufrecht zu erhalten. Haben mir Geschichten erzählt und kurz vor der Bescherung wurde ich mit meinen Geschwistern aus dem Haus gebracht, damit wir auch ja nix mitkriegen. Oft waren auch meine Großeltern noch in diese Illusion involviert.

Leider habe ich dann doch irgendwann erfahren, wer die Geschenke unter den Baum legt. Was aber nichts daran ändert, dass ich den Glauben ans Christkind toll und erhaltenswert finde. Und ich würde es meinen Kindern sicher auch so beibringen.

Aber das was sich unserer Vorstellungskraft entzieht ist leider seltenst mystischer Natur. Es entzieht sich unseren Sinnen und leider haben wir Menschen doch recht beschränkte Wahrnehmungsorgane. Wir hören, sehen und riechen auf alle Fälle deutlich schlechter als die meisten Tiere und unsere Instinkte sind kaum mehr ausgeprägt, weil wir darauf nicht angewiesen sind.
Ich glaube für unsere Pferde sieht die Welt sicher völlig anders aus. Auch wenn wir es uns nicht vorstellen können - genau so wie wir uns die Farbe ultraviolett nicht vorstellen können - sind diese unvorstellbaren Dinge real. Genau so wie ultraviolett real ist und weder übersinnlich noch sonst wie mystisch. Unsere Augen sind nur nicht in der Lage diese Farbe zu sehen. Bienen beispielsweise können das aber ohne Weiteres.
Bild Geduld ist die hohe Kunst sehr langsam wütend zu werden...:ohm2: :sofort:


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