Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Moderator: Keshia

Skolli
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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Skolli » So 6. Apr 2014, 22:12

Ich nehm zum Absteigen in Cowboy-Manier den Fuß einfach vorne rum übern Kopf und spring dann seitlich runter.

Wobei mit meiner neuen Weste kann ich auch normal gut absteigen.

Yvonne

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Lalilu
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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Lalilu » Mo 7. Apr 2014, 07:29

Skolli hat geschrieben:Ich nehm zum Absteigen in Cowboy-Manier den Fuß einfach vorne rum übern Kopf und spring dann seitlich runter.

Wobei mit meiner neuen Weste kann ich auch normal gut absteigen.

Yvonne
Das ist auch ne Idee, aber dann brauch ich bei meinem nicht mehr absteigen - da lieg ich schneller unten als ich gucken kann :lol:
Das Dinotagebuch :sigh:
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tara
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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon tara » Di 8. Apr 2014, 09:05

meine Freundin ist am Sonntag mit Pferd gestürzt (ausgerutscht aut der einzigen etwas nassen Stelle im Weg) und hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Wir sind davon überzeugt, daß auch eine Weste dies nicht verhindert hätte.
Liebe Grüße
tara



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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Axel » Di 8. Apr 2014, 12:46

Bei dem was ihr so erzählt, bin ich am überlegen, wie ein Kurs "Fallschule vom Pferd" ankommen würde. Vielleicht würde das auch manchen die Angst nehmen.

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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon tara » Di 8. Apr 2014, 13:46

das hab ich mir auch schon sehr oft vorgenommen.
http://www.eulenmuehle.de/reitkurssemin ... lkurs.html
Liebe Grüße
tara



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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Skolli » Di 8. Apr 2014, 14:23

@Axel: ich denk das hat nicht bei jedem was mit Angst zu tun.
Ich zum Beispiel hab keine Angst beim Reiten, mein Pony ist zwar jung und unerfahren aber wirklich eine Seele von Pferd.
Aber mit zunehmendem Alter, hat man halt auch immer mehr Blödes erlebt, nicht nur selbst sondern auch im Bekanntenkreis.

Eine gute Bekannte von mir ist Reitlehrerin, züchtet Isis, gibt Unterricht, macht Beritt, ... die hat mit Sicherheit keine Angst, und KANN auch richtig fallen wenns sein muss.
Und dennoch letztes Jahr ein Sturz mit Wirbelbruch.
Vor solchen Unfällen ist man einfach nicht gefeit, egal ob mit oder ohne Angst.

Und klar kann eine Weste nicht jede Verletzung verhindern, aber ein gebrochenes Schlüsselbein stellt nicht mein ganzes Leben auf den Kopf, ein gebrochener Wirbel eben schon.

Yvonne

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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon sacramoso » Di 8. Apr 2014, 15:25

Axel hat geschrieben:Bei dem was ihr so erzählt, bin ich am überlegen, wie ein Kurs "Fallschule vom Pferd" ankommen würde. Vielleicht würde das auch manchen die Angst nehmen.
Unabhängig von der Nutzung einer Schutzweste (die ich bei bestimmten Pferd-Reiter-Kombinationen bzw abhängig vom Einsatzgebiet für sehr sinnvoll halte) kann ich ein Falltraining nur empfehlen. Ich habe vor Jahren eines mitgemacht und neben einem imensen Spaßfaktor hat mir das auch reiterlich sehr geholfen.
Als Gott erfuhr daß Reiten nur für die Besten ist erschuf er noch Fußball :dance1:

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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Axel » Do 10. Apr 2014, 14:42

sacramoso hat geschrieben:
Axel hat geschrieben:Bei dem was ihr so erzählt, bin ich am überlegen, wie ein Kurs "Fallschule vom Pferd" ankommen würde. Vielleicht würde das auch manchen die Angst nehmen.
Unabhängig von der Nutzung einer Schutzweste (die ich bei bestimmten Pferd-Reiter-Kombinationen bzw abhängig vom Einsatzgebiet für sehr sinnvoll halte) kann ich ein Falltraining nur empfehlen. Ich habe vor Jahren eines mitgemacht und neben einem imensen Spaßfaktor hat mir das auch reiterlich sehr geholfen.
Hi zusammen,

ich befürchte nur, dass ein Falltraining alleine nicht ausreicht, um sicher "aufzuschlagen". Aufgrund von Kampfsport habe ich jahrelang Falltraining gemacht und weiß, wie anspruchsvoll das ist. Ich bin auch noch nie vom Pferd gefallen, so dass ich testen konnte, ob mein Training mir was gebracht hätte. Um jedoch sicher fallen zu können, bedarf es viel Training. Und da weiß ich nicht, ob man das Training nicht besser in einen sichereren Sitz investiert.

Wobei man auch ganz klar sagen muss, dass man super in Fallschule sein kann, wenn ein Stein oder ein Balken an der Stelle ist, wo man gerade hinfliegt, bringt die Fallschule auch nichts.

Tschüs
Axel

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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Hina_DK » Do 10. Apr 2014, 18:25

Ein bisschen bringt ein Falltraining schon was aber mit einem kurzen Kurs ist das dann auch wieder nicht getan. Man muss das wirklich richtig lernen und ausreichend üben und trotzdem hat man es dann nicht immer in der Hand. Ich sehe das auch so wie Du, Axel, das Risiko wird schon kleiner, wenn man viel Zeit in einen sicheren Sitz, also einen wirklich unabhängigen Sitz investiert. Heut zu Tage sind viele Sättel total auf "Sicherheit" gebaut, die rahmen den Reiter ein, riesige Pauschen zementieren das oben drein. Der Reiter fühlt sich sicher sitzend, bis zu dem Punkt, an dem es ihn dann doch schmeißt und dann ist der Sturz meist viel heftiger, fast katapultartig, als aus einem Sattel, der von sich aus keinen speziellen Halt gibt. Mit so einem Sattel lernt man automatisch besser, seine Balance zu trainieren und kann dann auch mit brenzligen Situationen in der Regel besser umgehen.
Viele Grüße
Hina

Probiers mal mit Gemütlichkeit

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Re: Rückenprotektoren auf Bitte anderer

Beitragvon Jochen » Do 10. Apr 2014, 19:00

Nun, ich bin schon oft vom Pferd gefallen, so oft zumindest, daß ich schon lange nicht mehr mitzähle.

Und ein paar Mal hat es auch ein bißchen gescheppert: einmal Riß der Strecksehne des linken Daumens (den hat es überdehnt, als ich draufgefallen bin, mit zwei Zügelpaaren plus Handpferdstrick in der Hand), einmal Schulterbruch links (auf einen Stein gefallen), einmal Steißbeinbruch (ebenfalls Stein), einmal eine Schramme am Kopf (an einem dicken Elektrokabel auf einer Baustelle geholt, glücklicherweise ohne Helm, sonst wäre Euch dieser Text erspart geblieben), aber ansonsten nur Kleinigkeiten, und meistens gar nichts.

Weil ich fallen geübt habe!

Viel Training braucht es, um im Kampfsport "ordnungsgemäß" zu fallen, gar keine Frage. Für Reiter jedoch genügen einige Grundlagen — die allerdings sind sehr, sehr nützlich. Und Falltraining und Sitztraining schließen einander keineswegs aus!

Als wir noch vier Hände hatten und auf Bäumen lebten, war es überlebenswichtig, sich bei einem Sturz korrekt zu verhalten, und die Instinkte wußten das. Seit vielleicht einer halben oder ganzen Million Jahre leben wir nun nicht mehr auf Bäumen, und diese Instinkte sind eingeschlafen. Da sie aber nicht stören (im Gegensatz zu den Hinterhänden beim aufrechten Gang), sind sie nicht umgearbeitet oder aus der Vererbung herausgefiltert worden, und sie können ohne allzu großen Aufwand wieder aktiviert werden (auf individueller Ebene, nicht für die Rasse homo sapiens). Die Hohe Kunst des Fallens braucht man dabei nicht zu studieren; es genügt, einige durchaus nützliche Dinge für den Hausgebrauch zu lernen.

Zum Beispiel, wie man nicht auf den Kopf fällt (Helm hin oder her)!
Wie man sich einrollt, anstatt lang und gefährlich auf den Rücken zu schlagen oder sich senkrecht zu stauchen; wie man nicht über den Ellbogen den Arm in die Schulter rammt...
Kleinigkeiten, die aber die Fallqualität erheblich verbessern.

Und die halt auf uralten Instinkten basieren: Bei einem Sturz über den Pferdekopf haben mal meine Familienjuwelen mit dem Sattelhorn Bekanntschaft gemacht. Meine vier Mitreiter fanden das lustig, wie ich da eine Weile lang reichlich krumm in der Landschaft stand, bestätigten mir aber eine perfekte Rolle trotz Schmerz. (Später fand ich deren Purzeleien lustig, so von hoch zu Roß betrachtet... Die Pferde gehörten einem von ihnen, und sie hatten deren Weidezeit und Entdeckerfreude wohl nicht so ganz richtig eingeschätzt.)

(Ein Trick von mir als Brillenträger: Beim ersten Vormachen auf Stallmatten gebe ich meine Brille zu halten, und danach lasse ich sie mir zurückgeben, und der andere ist dran. Nach einem zweiten Vormachen will ich mir die Brille dann ebenfalls wiedergeben lassen, stelle aber "entsetzt" fest, daß ich sie ja aufbehalten habe. Was man selbstverständlich nicht tun sollte, und was wohl auf meine Altersvergeßlichkeit zurückzuführen ist.
Der Nagel, daß man den Kopf vom Boden weghält, der ist aber dann meist eingeschlagen...)

Falltraining alleine reicht nicht, nein — aber ohne jedes Falltraining?
Kommt bei mir nicht in die Tüte...
Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, der Philosophie, die nicht lacht,
und der Größe, die sich nicht vor Kindern verbeugt.


Gibran Khalil Gibran, "Handful of Beach Sand"


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