Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Moderator: Keshia

Benutzeravatar
Hina_DK
Einhorn
Beiträge: 4803
Registriert: Mi 16. Mai 2012, 22:50
Wohnort: Dänemark

Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon Hina_DK » Fr 20. Sep 2013, 20:38

Sanojlea hat geschrieben:Ein Pferd von der ungefährlichkeit einer Plastiktüte oder einer Motorsäge zu überzeugen könnte leichter sein als ihm zu erklären das bei uns hinter keinem Holzhaufen ein Puma lauert...
:clap: :clap: :clap:
Ich finde, Du hast das sehr trefflich beschrieben. Pferde haben einfach eine andere Wahrnehmung, als wir. Was wir wissen, wissen Pferde noch lange nicht. Kennen wir doch auch beim Füttern. Irgendwann sollte man meinen, würden sie wissen, dass sie in unserer Obhut nicht verhungern aber immer das selbe Schauspiel, das Bankett wird gestürmt, als wäre es die letzte Mahlzeit, selbst wenn im Heunetz von der letzten Fütterung noch was drin ist ;). Das Vertrauen in den Menschen ist nicht in jeder Situation grenzenlos, die Gene spielen eben doch noch eine Rolle.
Viele Grüße
Hina

Probiers mal mit Gemütlichkeit

Benutzeravatar
kolyma
Lehrpferd
Beiträge: 2645
Registriert: Fr 7. Sep 2012, 23:13
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon kolyma » Fr 4. Okt 2013, 12:00

Mal ein Update von mir:

Wir haben jetzt angefangen mindestens einmal die Woche eine kleine Wanderung von ca. 1,5 Stunden zu machen. Dabei gehen wir Wege ab, die unterm Sattel etwas schwierig sind - weil da eben sehr viele schreckliche Dinge lauern.
Ich habe damit begonnen auf diesen Wanderungen Bodenarbeit und Clickern einzubauen. Wir üben am span. Schritt und als Vorübung habe ich ihm beigebracht seinen Huf auf Dingen abzustellen. Eben auch auf Baumstämmen, die am Weg rum liegen.
Das hat enorm viel dazu beigetragen, dass er entspannter ist. Es ist nicht weg und wenn er eh witzig drauf ist (jetzt ist es ja kälter und es geht Wind - richtiges Tinkerwetter), dann hab ich noch immer so nen Eumel unter mir. Aber es wird besser.
Er hat gelernt, wenn er sich mit den Dingen auseinander setzt, wird er belohnt.
Teilweise möchte er dann auch zu den Dingen hin um sie zu untersuchen.

Vielleicht hilft es euch ja auch. Ich mach jedenfalls keinen Affentanz drum rum. Es wird hingegangen und dann wird die Lektion abgefragt, ohne, dass ich da auf Gehampel Rücksicht nehme. Ich habe entschieden, dass das ungefährlich ist, also kann er mir da vertrauen. Ich rede da auch nicht auf ihn ein, sondern fordere die Lektion, Click, Leckerli, und gut is.
Wirkt sehr gut.
Wenn er sich sehr aufspielt, kommt Kopf senken hinzu. Das geht jetzt so weit, dass er das freiwillig nach nem Erschrecker anbietet - scheinbar ist das ein selbstbelohnendes Verhalten, weil er sich dabei entspannen kann.
Bild Geduld ist die hohe Kunst sehr langsam wütend zu werden...:ohm2: :sofort:


"Besser wenig und das Wenige gut."Egon v. Neindorff

leidenschaftliche Pferdefotografie: https://www.facebook.com/melanie.viereckel.photography


Zurück zu „Angst von Pferd und Mensch“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast