Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

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Chasity
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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon Chasity » Fr 13. Sep 2013, 22:34

Hehe

wie hab ich neulich gelesen:
Horses are only scared about two things: things that move and things that don´t move :lol:


So nun zum "Ernst": wir erledigen regelmäßig gefährliche Dinge indem ich sie durch Niedertreten erlege und sie dann teilweise auch und dann ist gut!

Beste Situation: der letzte Schneehaufen im Hof lag auf unserem Weg zu Paddock. Mords gefährliches weißes Teil ist klar! Also bin ich hin und drauf rumgehüpft mit den Worten: "Töten töten töten. Siehst du jetzt ist es tot und kann dir nix mehr tun." Mein Pferd hat sich das Schauspiel angeguckt und war dann erst mal nicht mehr interessiert. Also wollte ich weiterlaufen. Und WAS macht mein Pferd??? :roll: Erhebt in aller ihr anhaftenden Eleganz ihren Huf und patscht in den Schneehaufen und setzt sich gleich daraufhin in Bewegung um mir zu folgen :snooty: SO JETZT isses tot :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Unser TB Quini - mein buntes Friesenmädchen

Lieblingssmiley :foof: Ihr habt nichts gesehen!

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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon ehem User » Fr 13. Sep 2013, 22:39

@Kolyma: ist er immer so, wenn du ausreitest oder kannst du ein Muster erkenne?

Ich kenne es, dass Pferde an kühlen windigen Tagen viel schreckhafter sind, als an z.B. heißen. Ebenso im Frùhling und im Herbst, wenn das Wetter umschlägt. Was du da so beschreibst, hört sich für mich durchaus als völlig normales Verhalten an, ist aber natürlich aus der Distanz schlecht zu beurteilen. Pferde die sich vor nichts mehr erschrecken oder ùber nichts aufregen, scheinen mir immer eher abgestumpft ...

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kolyma
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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon kolyma » Fr 13. Sep 2013, 23:01

Swedenfox hat geschrieben:@Kolyma: ist er immer so, wenn du ausreitest oder kannst du ein Muster erkenne? .
Er hat schon auch so gute-Laune-Tage, wo ihn nichts erschüttern kann. Und natürlich, dass ich ihn erst ein halbes Jahr habe und wir noch nicht wirklich ein Team sind. Ich denke, das wird mit der Zeit kommen. Nur weiß ich nicht so genau, ob ich das Verhalten, wenn er sich total eingegruselt hat, in irgendeiner Weise positiv beeinflussen kann.

Oft steig ich ab und führ ihn dann. Das entspannt ihn meistens.
Bild Geduld ist die hohe Kunst sehr langsam wütend zu werden...:ohm2: :sofort:


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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon ehem User » Di 17. Sep 2013, 23:00

Also alle guten Ratschläge die mir einfallen wurden hier schon genannt!! Das mit dem Draufspringen und Töten finde ich ziemlich klasse :-D . Ich glaub unser sehr selbstbewusster Haffi wäre so perplex über mein Verhalten, dass er völlig vergessen würde zu scheuen und mich einfach nur noch blöd anschauen würde so in Richtung " Jetzt spinnt sie ganz, da bleib ich lieber ruhig" . WErde ich mal austesten!

Mein Reitpferde-Opi früher fand grosse Feldsteine auch sehr schrecklich. Allerdings nur "heimische" Findlinge. Auf Wanderritten waren sie uninteressant. Nur die in bekanntem Gelände waren Findlinge fiese, gemeine, pferdefressende Monster. :shock: Das habe ich ehrlich gesagt nie verstanden...

Unser Haffi scheut relativ wenig. Und wird viel mit einem Vollblutaraber zusammen im Gelände geritten. Der scheut "zuverlässig" vor allem was sich von der Umgebung abhebt, es reicht auch ein schiefstehender BAum. Da kann es schonmal vorkommen, dass Herr HAflinger verzweifelt den Grund zum Scheuen sucht und dabei schon auf dem bösen Baumstamm draufsteht " Ich hab es immer noch NICHT gefunden" - während der Araber schnaubend rückwärts hüpft.
Dafür hat es mich neulich fast aus dem Sattel vom Haffi gerissen, weil ein Brett auf dem Boden neben dem Weg lag - wenn man nicht damit rechnet, ist es um so gemeiner :-D

Wir haben sehr unterschiedliche Pferderassen bei uns am STall und ich hab auch schon ne MEnge unterschiedliche Pferderassen im GElände geritten - denkt ihr nicht auch dass dass der Pferdetyp noch viel ausmacht beim Scheuen? Ich finde Ponies jeder Art haben einfach am meisten Phantasie !! Ich glaube damit muss man einfach bis zu einem gewissen Grad leben. Sie fair behandeln, auf spezielle Ängste und Erfahrungen Rücksicht nehmen - und damit rechnen, dass ihnen immer mal wieder was neues einfällt. Die meisten Araber die ich kenne, sind generell bei unbekannten Dingen schreckhaft, viele Warmblüter reagieren eher in Stress-Situationen - und bei Ponies kann alles von technischem Interesse über "Ich töte den Feind" oder "Hilfe es will mich fressen" passieren.
Denkt ihr das passt? Oder ist dass zu allgemein und kommt doch mehr aufs Pferd an?

Hüpfende Grüsse,
Trixi

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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon kolyma » Mi 18. Sep 2013, 08:43

Eine gewisse genetische Veranlagung wird schon mit rein spielen ^^
Vor meinem jetzigen Pferd hatte ich auch nen Tinker als Reitbeteiligung. Das vom Baum fallende Blatt war Uaaaaaahhhhhhhhhhhh aber der direkt neben ihn landende Hubschrauber (ehrlich passiert - genau neben uns) war vollkommen uninteressant. Ich konnte nie wissen wann er etwas gruselig findet oder nicht. Das ist jetzt genau so.
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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon Möhrchen » Mi 18. Sep 2013, 08:58

Ich denke es könnte viel daran liegen wie Pferde etwas wahrnehmen und sehen.
Ich konnte bei meinem Haflinger beobachten das er Steine (meistens heller als die Umgebung) fürchterlich findet.
In der Regel sind es einfach Veränderungen in der Umgebung die direkt neben ihm sind und sich hervorheben die er schlimm findet.
Steine die im Gras liegen, Findlinge direkt am Wegrand, ein verlorener Strohbüschel der sich im Gras hervorhebt.
Große Mähdrescher oder sonstiges findet er auch nicht schlimm. Die kündigen sich ja durch Geräusche an und man sieht sie von weitem. Ein Stein der aber plötzlich im Gras auftaucht und dort "lauert" kann schon eine "Gefahr" darstellen. :-)
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ihre Entscheidung nochmals zu überdenken!"

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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon Hina_DK » Mi 18. Sep 2013, 13:18

Was mir noch einfällt, sind mal die Augen untersucht worden ? Eine evtl. eingeschränkte Sicht kann auch so manche Wahrnehmung negativ beeinflussen.
Viele Grüße
Hina

Probiers mal mit Gemütlichkeit

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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon Lysander » Do 19. Sep 2013, 13:22

Möhrchen hat geschrieben:Ich denke es könnte viel daran liegen wie Pferde etwas wahrnehmen und sehen.
Ich konnte bei meinem Haflinger beobachten das er Steine (meistens heller als die Umgebung) fürchterlich findet.
In der Regel sind es einfach Veränderungen in der Umgebung die direkt neben ihm sind und sich hervorheben die er schlimm findet.
Steine die im Gras liegen, Findlinge direkt am Wegrand, ein verlorener Strohbüschel der sich im Gras hervorhebt.
Große Mähdrescher oder sonstiges findet er auch nicht schlimm. Die kündigen sich ja durch Geräusche an und man sieht sie von weitem. Ein Stein der aber plötzlich im Gras auftaucht und dort "lauert" kann schon eine "Gefahr" darstellen. :-)
Genauso ist es mit meiner Stute auch :-D
Helle Dinge wie Steine, weiße Blumen, die hell leuchtende Unterseite von Pestwurz- Blättern aber auch aus einer gleichförmigen Wiese hervortretende Pflanzen bringen sie zum gucken und im schnelleren Tempo dazu Seitwärtsschlenker einzubauen.
Wenn meine Freundin mit ihrem Pferd vorne reitet ist das alles kein Problem, denn dann ist ja das Pferd vorne dran für´s aufpassen zuständig :mrgreen:
Wenn ich vorne reite kringelt sich meine Freundin immer vor Lachen weil meine Maus ständig Schlenker und Haken beim traben oder galoppieren einbaut ;)
Bei meiner Stute reicht es aber meistens Beine und Hände im schnellen Tempo gut dranzulassen und die Guckerei rechts und links mit leichten Paraden am Zügel und dem Ausspruch "Augen geradeaus!" zu unterbinden :)
Im Schritt geht sie meistens an allem vorbei mit nur ein bisschen gucken aber ohne zu zögern.

Ich richte meine Trab- und Galopstrecken so ein bisschen danach aus, so dass ich z.B nur in übersichtlichem Gelände oder im Wald auf sehr breiten Wegen mit "Schlenkerraum" galoppiere.
Die Trabschlenker sind ohnehin gut zu sitzen :mrgreen:
Alles kann man natürlich nicht auschließen. bei meiner RB ist meine Stute auf eigentlich bekannter und ungefährlicher Strecke wegen einiger Sägemehlreste, die in einer Wiese am Wegrand auftauchten aus dem Galopp innerhalb von 3 Metern zum Stand gekommen :-o
Sie hat es aber "dersessen", was wohl auch so ein bisschen an unserem tollen Sattel mit tiefem sicheren Sitz liegt ;)

Am Besten ist es übrigens wenn Schnee liegt und die Wiesen alle gleich aussehen. Da kann ich mit meiner Süßen stundenlang über alle Flächen und Wege galoppieren ohne, dass ein einziger Schlenker kommt :mrgreen:
Das Tagebuch von Cindy, meinem Schweren Warmblut!
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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon Sanojlea » Fr 20. Sep 2013, 17:58

Jimmy hat geschrieben: Aber er große Angst vor großen Steinen (Findlingen), Holzstapeln und Erdhaufen. Den Großteil beguckt er kritisch, geht dann aber vorbei, erscheint ihm eines dieser Dinge besonders gefährlich, schlägt er lustige Haken, netterweise aber nicht so, dass ich runterfalle oder auch nur in Gefahr gerate.
Ich habe ihm unzählige Steine/Erdhaufen/Holzstapel vom Boden aus gezeigt, Leckerlies draufgelegt, bin mehrmals dran vorbeigeritten, habe sein Gehampel ignoriert (mache ich zur Zeit)... . Wir reiten mehrmals wöchentlich an sehr vielen davon vorbei, aber seine Angst nimmt seit 2 Jahren kaum ab. Trotzdem gehe ich gerne mit ihm raus, da er ansonsten sehr geländesicher ist, aber diese Hüpferei ist etwas nervig, da man nie weiß, warum er manchmal stehen bleibt bzw. dann einen aus 3 Baumstämmen bestehenden Stapel meterweit entfernt als sehr gefährlich ansieht, den ich erst gar nicht wahrnehme.
Ideen ?
VG Kathrin + Ponymann
Ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen.
Als ich gestern Abend die Überschrift gesehen habe dachte ich: " :-D Der hat keine Angst vor dem Stappel/Haufen, sondern vor dem was dahinter sein könnte, so wie sich das für ein Pferd gehört!."
Pferde werden in der Natur bei solchen Hindernissen sehr, sehr vorsichtig, denn genau darauf lauern gerne Raubkatzen!

Ich könnte mir gut vorstellen das er die unnatürlichen Dinge wie Fahrzeuge und laute Werkzeuge kennengelernt und als ungefährlich eingestuft hat, aber solche "Hügel" aller Arten birgen natürliche, "echte" Gefahren... Er kann ja nicht wissen das es bei uns keine Raubtiere gibt.

Auch das was hier beschrieben wird, das helle Flecken ect. als gefährlich eingestuft werden, bestehtigt für mich jetzt meinen 1. Gedanken.
Dinge die nach Raubtier aussehen, oder auf eines hindeuten oder hinter dem sich Jäger verbergen könnten, sind tief im Instink verwurzelte Gefahren! Ein Pferd von der ungefährlichkeit einer Plastiktüte oder einer Motorsäge zu überzeugen könnte leichter sein als ihm zu erklären das bei uns hinter keinem Holzhaufen ein Puma lauert...
"Ich will alles daran setzen und mein Bestes geben, damit diese Pferde in ihrem freundlichen Wesen gut über mich urteilen und damit Harmonie walte, getragen vom Einvernehmen zwischen zwei Lebewesen."
Reitmeister Nuno Oliveira

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Re: Ponymann hat Angst vor Steinen und Holzstapeln

Beitragvon kolyma » Fr 20. Sep 2013, 19:57

Heute hatte ich auch wieder so nen Tanz auf dem Vulkan. Momentan ist der Weg vom Stall weg, der an Vorgärten vorbei führt, Grund um den Tinker von Müffeltier zum Araber mutieren zu lassen. Ich habe festgestellt, dass er sich teils gar nicht auf mich konzentrieren will in solchen Situationen. Es ist viel toller sich festzuglotzen und darauf zu warten, dass ein Blatt eines Baumes zu Boden segelt um dann zur Seite schnellen zu können.
Auf dem Reitplatz (wir haben nur nen kleinen Außenplatz) gibts die Situationen auch. Die untere Ecke, wo die Hänger stehen, ist immer ein netter Grund zum durchstarten.
Da kann ich gut damit umgehen, in dem ich ihn wirklich konstant beschäftige. Wenn wir dann zur Entspannung am lagen Zügel Schritt gehen, ist er so froh um die Pause, dass da unten meinetwegen eine Bombe explodieren könnte - da juckt ihn das nicht.

Wenn ich an meine alte RB zurück denke, die sich im Gelände auch gerne so hochgeschaukelt hat, habe ich es mit konsequenter Dressurarbeit (Schulterherein, Schenkelweichen, Übergänge, kleine Volten, Schlangenlinien) auch sehr gut in den Griff bekommen. Leider kann mein Kleiner noch nicht viel. Aber ich denke, damit werde ich jetzt wirklich konsequent wieder anfangen, ihn beschäftigt zu halten, damit nicht alles viel spannender und aufregender ist als ich. Für mich sind diese Hüpfer einfach auf Dauer nicht hinnehmbar und aus meiner Sicht auch ein gewisses Rittigkeitsproblem.
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