Angst das eigene Pferd zu reiten

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Gladdis
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Gladdis » Di 28. Aug 2012, 12:55

Ich hab das ganze gegoogelt, ich finde da hauptsächlich Tier-ESA.
Über Reikki findet man mehr. Aber ich denke, da sollte man sich gut umhören,
damit man wirklich jemand findet, der nicht nur so tut...

LG
LG von den Rothaarigen
Zuckerpuppe oder Paprikaschnitzel viewtopic.php?f=14&t=1179

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Heidemi
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Heidemi » Di 28. Aug 2012, 13:39

Ja, unbedingt muss man sich gut anschauen, wer das so macht.
Ich habe es mal mit EFT versucht. Ist ein bescheuerter Name, denn es handelt sich um ein Klopfakkupressur.
Man kann damit sowohl psychische, als auch physische Probleme angehen. Natürlich ist auch hier keine Wundertechnik gegeben und Arzt usw dürfen nicht außer acht gelassen werden! Das ist wie bei allem.
Aber, ich hatte gerade auf körperlicher Seite einmal einen sehr schönen Erfolg. Meine Einstellerin war auf einem Matschfleck ausgerutscht und auf die Hüfte gefallen. Mit ziemlicher Wucht. Es fing sofort an dick zu werden und blau. Wir haben es sofort "beklopft" und alles was davon anderen Tags blieb war ein leichter Schatten und 2 tage danch merkte sie schon gar nichts mehr davon.
Wie gesagt, das ist mit aller Vorsicht zu genießen, aber es ist anwendbar. Ich kam nur drauf, weil ja hier von dieser anderen Methode die Rede war, vielleicht interessiert es jemanden.
Hier mal ein link drauf:
http://www.eft-info.com/eft-lernen/das- ... /index.php

ehem User

Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Mi 5. Sep 2012, 22:06

Ich bin mal so frei, mich zu euch zu gesellen :) Ich hatte letzten Herbst einen fiesen Reitunfall mit meiner RB, Thoraxprellung, zwei Bänder im Knöchel gerissen und vor allem war das Schlüsselbein durch. Das hat jetzt eine verflixt lange Metallplatte mit 7 Schrauben drin und mir zwei Monate lang Höllenschmerzen bereitet. Seitdem bin ich nicht mehr geritten und soll auch möglichst nicht, solange das Metall drin ist. Schmerzen habe ich immer noch und generelle Muskelprobleme im Schulterbereich, die ich trotz Übungen nicht wegkriege... man wird halt älter ;)

Mir stellt sich nun langsam vermehrt die Frage, ob ich wieder reiten möchte/soll. Anfang nächsten Jahres will ich wegen der OP mal vorfühlen, bei der die Platte wieder rausgenommen werden soll, weil sie mich im Alltag doch sehr stört und mir Schmerzen verursacht. Wenn dann die Schraubenlöcher verheilt sind, könnte ich wohl wieder reiten.
Aber will ich das?
Natürlich fühlt es sich gut an.
Aber ist es das Risiko wert, dass nächstes Mal nicht mein Schlüsselbein durch ist und ich dank Thoraxprellung tagelang kaum Luft kriege, sondern dass vielleicht gleich mein Genick hin ist oder meine Wirbelsäule?
Ich bin wirklich kein leichtsinniger Reiter, meine Stürze im Leben kann ich an beiden Händen abzählen. Als Teenie hat mir mal eine schlecht sitzende Reitkappe eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch beschert, abgesehen davon ist mir nie was passiert. Bis letzten Herbst. Tja, und jetzt zweifele ich am Reiten.

Das liegt auch an meinem Glück: Ich wurde ohne Umschweife von der RB zur allgemeinen Bespaßerin umfungiert, die Besi (Mamalou aus dem Forum hier) steht voll hinter dem, was ich an Bodenarbeit und Tüddelei so betreibe. Ich muss mich also weder von RB-Pferdchen noch von Pferden allgemein trennen. Ich muss sogar nichtmal was bezahlen, was ich immer noch irre finde.
Aber irgendwas in mir möchte so gerne wieder irgendwann aufs Pferd. Einfach die Bewegungen spüren, sich aufeinander abstimmen - so schön Bodenarbeit auch ist, das ist eben doch etwas anderes als ein harmonischer Ritt...
Und der Kopf brüllt dagegen an, ob ich denn wahnsinnig bin, ich soll gefälligst hübsch am Boden bleiben, bevor ich mich umbringe.

Lange Rede, kurzer Sinn - ist eh alles momentan noch Theorie, ich soll ja noch nicht reiten. Aber mich beschäftigt halt schon, ob ich es nächstes Jahr irgendwann wieder tun werde oder nicht...

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Hina_DK
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Hina_DK » Mi 5. Sep 2012, 22:50

Ich kann Dich gut verstehen. Ich hatte mich ja jahrelang gefragt, ob ich überhaupt jemals wieder aufsteigen will. Aber letztendlich habe ich es nun im zarten Alter von 50 Jahren wieder gemacht ;) aber seitdem grundsätzlich nur noch mit Sicherheitsweste, obwohl mein Pferd lammfromm ist und man sich einen Sturz von ihm nicht vorstellen kann. Meinen Jungspund will ich ja nun auch reiten aber der ist nicht gar so lammfromm aber annähernd ;). Allerdings ist meine Tochter schon von ihm runtergeflogen und wenn sie keine Sicherheitsweste angehabt hätte, hätten ihr die Knochen wohl länger als nur drei Tage weh getan.

Wenn Du wieder darfst und das Bedürfnis hast, dann steige auf und schau, wie es sich anfühlt. Natürlich hat reiten immer ein erhöhtes Risiko aber zum einen kannst Du Dich auch etwas besser schützen, zum anderen kannst Du ja sicher das Pferd auch einschätzen, wie sehr hoch das Risiko ist. Solange Du Dich aber als potentiellen Rollstuhlfahrer siehst, so wie ich es jahrelang tat, bleib unten, denn diese Angst nimmst Du mit auf das Pferd, damit verkrampfst Du und erhöhst im Prinzip das Risiko eines Sturzes.
Viele Grüße
Hina

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Do 6. Sep 2012, 17:55

Danke für den Zuspruch. Es tut einfach gut, sich auszutauschen :)
Momentan ist es ja auch ärztlich gesehen noch gar nicht dran, aber der Kopf denkt halt trotzdem drüber nach... zum Glück kann man mit Pferden ja noch so viel mehr machen als Draufsitzen. Nur mein Rücken, der würde wirklich gerne wieder reiten. So blöde Verspannungen wie im Moment hatte ich in meinen Reitjahren nie!

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » So 28. Okt 2012, 20:58

Hallo
Ich bin neu hier, habe seit 2 Monaten ein eigenes Pferd und das gleiche Problem wie Ihr.. Angst vor dem Reiten!
Vorher hatte ich über 1 Jahr eine Rb und da ging soweit alles gut. Ich war noch nie die mutigste, aber so wie jetzt war es noch nie. Mein Pferd ist im Grunde eine Brave nur manchmal hat sie halt ihre Spinnereien. Ist nicht so schrecklich, wie ich mich anstelle!!!!! Bin nicht unfreiwillig von ihr abgestiegen, aber freiwillig - vorzeitig- schon oft. Habe schon die volle Panik bevor ich überhaupt aufsteige!!! Ich kann jeden verstehen der schreibt, er hat so Angst, dass er sich vorher fast übergibt USW... Manchmal möchte ich nach 2 Minuten schon absteigen, obwohl sie ganz brav geht.
Ich habe das Glück eine ganz liebe Reitlehrerin zu haben, die sehr viel Geduld mit mir hat. Nur ich habe sie mit mir nicht!!! Weil ich es selbst nicht verstehen kann!!!!
Naja,ich bemühe mich weiter... Hat mir aber gutgetan( Sorry ich hoffe ihr versteht wie ich das meine ), dass jemand meine Probleme nachvollziehen kann.

Wir werden es schon schaffen
Ella

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Hina_DK » Do 1. Nov 2012, 21:31

Ich bin jetzt auch wiedermal eine Weile nicht geritten. Da kommt doch immer mal wieder meine alte Angst durch, die dann unterschwellig brodelt, allerdings auch nur, wenn ich alleine reite und auch nur so lange, wie ich noch nicht auf dem Pferd sitze. Sitze ich drauf, ist die Welt in Ordnung und sowie wir zu zweit sind, ist sowieso alles kein Problem. Jedenfalls dachte ich mir am Wochenende, es wird wirklich mal wieder Zeit, aufzusteigen. Ich hatte gerade mit Reddi Arbeit an der Hand gemacht und er hatte nur ein Cavecon mit Baumwollzügeln an. Ich kam dann auf die Idee, dass wir eigentlich mal den Reitrock viewtopic.php?f=48&t=3475 auch endlich auf dem Pferd einweihen könnten und Bilder machen. Ich war aber zu faul, mit ihm in den Stall zu gehen, ihn zu trensen und zu satteln. So hopste ich einfach so rauf (ja auch ohne Helm :-o ). Ich bin ihn aber noch nie gebisslos oder ohne Sattel geritten. Reddi erschrak sich jedenfalls so heftig, wahrscheinlich wegen dem vielen Stoff, der ihm da um die Ohren flog, dass er aus dem Stand gleich losgaloppierte. Er hat einen urgemütlichen Galopp, eigentlich kein Problem, das zu sitzen, nur galoppierte er geradewegs Richtung Weidezaun und ich hatte die Zügel noch gar nicht sortiert, sondern kämpfe mich erstmal überhaupt in einen Sitz. Ich weiß ja, dass er springen kann und so beschloss ich dann blitzschnell, lieber doch vorsorglich das Weite zu suchen und bin in voller Fahrt abgesprungen. Hab den Sturz ordentlich wie mal in jungen Jahren gelernt mit einer Rolle abgefangen und stand auch gleich wieder auf meinen Beinen. Nur einen blauen Fleck am Ellbogen habe ich mir eingefangen. Auf den Tag hatte ich immer gewartet, dass ich mal runtersegel ;). Allerdings war ich mir sicher, wenn, dann eher von Tigull, den wir ja derzeit einreiten und nicht von Reddi. Aber eigenartig, ich hatte immer davor Angst, dass nach einem Sturz dann erst recht alles wieder von dem Unfall damals hochkommt und dann gar nichts mehr geht. Aber glücklicherweise ist das nicht so. Ich mache zwar nach wie vor lieber Bodenarbeit, als alleine durch die Gegend zu reiten aber Angst habe ich keine. Ab sofort werde ich aber natürlich wieder brav, wie sonst immer, den Helm und die Sicherheitsweste anziehen.
Viele Grüße
Hina

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Do 31. Jan 2013, 09:27

Ich glaube mit Angst hat jeder Reiter mal zu kämpfen.

Mir ging es auch schon so, ich hatte eine RB, sie war eh schon eine zickige Stute, aber im Umgang immer sehr lieb.
Mit ihr auf dem Platz zu reiten war mit RL kein Problem und auch wenn jemand anders mit dort geritten ist ohne Probleme. Aber sobald der andere früher ging, ging das Gebocke los, statt weiter zu machen, ritt ich dann nur mehr Schritt und hörte dann auf. Einmal bin ich am Platz auch von ihr geflogen, da sie erst den Trecker noch ok fand, dann aber auf einmal doch losbockte. Sie fing dann leider das lahmen an und nach der Lahmheit versuchte ich sie wieder langsam aufzubauen, erst Schritt, dann kurze Wege im Trab. Damals war Winter unser Boden war auch halb gefroren, in der Halle. Wir hatten bis zu -20°. Eines Tages passierte es dann dass wir zu zweit in der Halle waren und die andere früher ging, das war in der Halle noch nie ein Problem gewesen, aber an dem Tag bockte sie so dermaßen los wie ich es noch nie bei ihr erlebt hatte, ich bekam sie grade noch so zum stehen und ab da bin ich sie nicht mehr geritten. Ich hatte einfach große Angst nochmal von ihr zu fliegen, obwohl mir damals nichts passiert ist. Es stand allerdings zu dem Zeitpunkt eh schon fest, das sie verkauft werden sollte, da sie auch noch Schulpferd war und die Lahmheiten zu viel geworden sind.

Ich habe dieses Pferd mehr geliebt als mir bewusst war, erst als sie weg war wurde mir das so richtig klar. Ich versuchte wieder eine RB zu finden, aber es war einfach nichts richtiges dabei. Ich überlegte schon lange mir selbst ein Pferd zu kaufen und tat das dann auch. Eine 4-jährige Fuchsstute wurde es letztendlich.

Hier wollte ich von Anfang an erst gar keine Angst aufkommen lassen und alles positiv sehen und bis jetzt gelingt mir das auch. Am Anfang war ich natürlich total verunsichert, erstes Pferd, so jung, aber meine Reitlehrerin unterstützte mich dabei so gut, das ich mich immer sicherer fühlte. Dazu muss man sagen, das meine kleine wirklich unerschrocken ist. Wenn Sie jetzt mal in einer Ecke was böses sieht, pariere ich nicht durch und tu nichts mehr, sondern reite erst recht vorwärts und an der Stelle mit beruhingenden Worten vorbei, bis es wieder normal geht.
Beim spazieren gehen ist mir dann das erste mal was blödes passiert mit ihr. Ich ging mit ihr mit Trense spazieren, auf einem Feldweg, an dem Tag hat sie eh schon viele Geister gesehen, was bei ihr nicht sehr typisch ist. Dann musste natürlich noch ein Auto kommen (auf einem Feldweg), eigentlich hat sie vor Autos keine Angst. Ich habs ihr ansehen lassen und bin auf die Seite gegangen, aber als es da war, hat sie sich losgerissen und ist die paar Meter nach Hause galoppiert. Ich war nicht mal sonderlich böse, aber mich beschäftigt schon warum es so war. Seitdem waren wir nicht mehr spazieren, weil es einfach zu glatt ist. Außerdem möchte ich jetzt lieber erstmal vertrauens- und schrecktraining mit ihr machen und jemanden mitnehmen, bevor wir das wieder machen.

Aber solche Hindernisse muss man einfach immer überwinden und auch sich selbst dabei. Ich kann aber jeden voll und ganz verstehen und auch 2 Reiterinnen aus meinem Stall haben diese Problem sehr groß, aber die beiden machen sich leider nicht so viele Gedanken wie ihr, sondern vermeiden es möglichst oft zu reiten. Was ich sehr schade finde, aber auf Einmischungen wird leider nicth immer sehr gut reagiert, deshalb lass ich es lieber sein. Vielleicht findet ja eine auch mal in so einen Forum wie hier.

Sorry wenn es ein bisschen lang geworden ist.

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Neddie
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Neddie » Fr 1. Feb 2013, 07:34

Ich hab auch ein bisschen Angst vor´m reiten, liebe Icy84. Und das, obwohl ich mir auch noch nicht wirklich was getan habe. Einmal lila Rücken, einmal leichte Gehirnerschütterung, einmal einen Bluterguss im Fettgewebe des rechten Beins, der erst verschwinden wird, wenn ich jemals das Fettgewebe abnehme ;)
Aber trotzdem, ich habe Angst. Vorallem beim ausreiten kann ich nicht entspannen, weil sich immer mein persönliches Albtraumbild einstellt: Das Pferd und ich machen zusammen einen Purzelbaum.

Meine Tipps für mich und alle anderen wären folgende: Wenn ihr irgendwie die Möglichkeit habt, bringt so eine richtige dicke Sportmatte in die Halle. Pferd dran gewöhnen (vielleicht gibt es ja auch einen Souverän im Stall, dem das gar nichts ausmacht), dann der Angsthase drauf und an der Matte von jemandem vorbei longiert. Und dann lässt man sich zig Mal vom Pferd auf die Matte fallen. Und zwar BEWUSST. Das heißt, man selbst entscheidet wann/ob man abspringen möchte.
Natürlich ist das recht aufwendig und für jemanden mit echter Panik in dem Moment zuviel, aber: Das macht Spaß!! Man lernt nach ein paar Mal, dass man sich so nicht weh tut (vorallem, weil das Gehirn vorher weiß, dass man fällt und den Körper automatisch richtig purzeln lässt).
Und wenn sich der Spaß an dem Plumps auf die Matte eingestellt hat, schwindet auch die Angst vor dem Fallen ohne Matte.

Eine andere Variante, die ich für mich bei größer werdender Panik ernsthaft in Betracht ziehen würde: Shetlandponys. Natürlich ist reiten schön, aber was ich eigentlich noch mehr liebe, ist das Getüddel, die Pflege und Aufmerksamkeit und das im Stall sein (da riecht es "gut", man ist draußen und bekommt z.B. was von den Jahreszeiten mit). Außerdem kann man suuper Bodenarbeit, Zrikuslektionen, longieren und z.B. frei springen machen. Man kann das Pony als Packpferd benutzen und einen suuper langen Spaziergang mit Picknick machen oder mit den Ponys schwimmen gehen. Wäre das was für dich?
„Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.“

Kurt Tucholsky

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Fr 1. Feb 2013, 20:47

Ich hatte im letzten Jahr auch ganz schön mit Angst zu kämpfen und bin noch dabei die letzten Reste abzutragen...

Ich habe mir letztes Jahr den Traum vom eigenen Pferd erfüllt, war dann in der Anfangszeit sehr nervös und unsicher, obwohl ich davor immer eine souveräne und angstfreie Reiterin war. Aber mit dem eigenen (Jung)Pferd hatte ich Angst alles falsch zu machen und brauchte erst Zeit um mich an alles zu gewöhnen... Der Proberitt war super, aber als er dann meiner war löste schon das führen über den Hof einiges an Kopfkino bei mir aus. Alleine reiten traute ich mich nicht, ich nahm jede Woche zwei Reitstunden (unter "Aufsicht" fühlte ich mich sicherer) mit meinem Kleinen und bespaßte ihn die anderen Tage vom Boden aus. Obwohl er wirklich immer lieb war, kam oft die Angst was alles passieren könnte... ich habe mich selbst nicht wieder erkannt! Einige Male musste meine RL mich bei den Reitstunden sogar anführen (dabei hat mein Pferd wirklich nichts gemacht, was Grund zur Sorge gewesen wäre).

Ich habe mir selbst kleine Herausforderungen gestellt und meine RL hat mich in den richtigen Momenten in den Hintern getreten, dass ich mich überwinden konnte... Von Woche zu Woche wurde ich sicherer und mittlerweile ist es als wäre diese Angstphase nie gewesen. Wir sind mittlerweile ein Team geworden, ich weiß wie mein Kleiner tickt und fühle mich wieder so pudelwohl wie beim Probereiten. Selbst ohne Sattel und nur am Halfter fühle ich mich wohl und bekomme keine Schreckensbilder mehr in meinen Kopf.

Was allerdings noch geblieben ist, ist die Angst vom Gelände... da ich ja erstmal meine generelle Angst überwinden musste, bin ich im letzten Sommer nicht so oft draussen gewesen wie ich gerne gewesen wäre. Und ich brauche einfach Routine um da auch so sicher wie in der Halle zu werden... Durch die Arbeit kann ich auch erst Nachmittags in den Stall und habe ja mit der frühen Dunkelheit zu kämpfen.

Jetzt will ich das Problem mit meiner RL angehen, erst soll sie 1- 2 Berittstunden im Gelände machen (weil er ja eine Weile nicht draussen war und damit sie ihn draussen auch einschätzen kann) und dann möchte ich ein paar Einzelstunden im Gelände mit ihr anschließen. Ich hoffe das ich diesen Sommer dann entspannte Ritte genießen kann.... denn eigentlich bin nur ich das Problem, das Pony immer ziemlich entspannt und eigentlich nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen :ohm:


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