Angst das eigene Pferd zu reiten

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ehem User

Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Mo 30. Jul 2012, 09:22

Das klingt ja fast nach hexerei :-D
Aber solche Menschen gibt es und es ist echt faszinierend. Und das mit erst 18 Jahren :clap: :clap: :clap:
Das schaffen andere noch nicht mal mit 50 oder so.

Vielleicht sollte die junge Dame sich mal meinen Schecken anschauen.

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Hina_DK
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Hina_DK » Mo 30. Jul 2012, 10:46

Ja, das Mädchen ist fast mystisch ;). Ich kenne viele in dem Alter aber Anna ist wirklich anders. Viel reifer und abgeklärter als die meisten Gleichaltrigen und mit einer unglaublich tollen natürlichen Gabe gesegnet. Sie hat ihr erstes Pony bereits mit 11 Jahren selbst angeritten und ausgebildet und dieses Pony ist ganz erfolgreich im Springreiten für Kinder und Jugendliche. Das war ein Pony, das niemand haben wollte, weil es ein Steiger war.
Viele Grüße
Hina

Probiers mal mit Gemütlichkeit

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SirMax
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon SirMax » Mi 8. Aug 2012, 09:15

Hmmmmm bei mir war die Angst vor meinem ersten Pferd – fremdbestimmt – d.h. als ich Manitou gekauft habe – wurde er als „Lebensgefährlich“ angepriesen und mir wurden von den Vorbesitzern / Reitern die tollsten Horrorgeschichten von diesem Pferd erzählt ( er versucht über Brückengeländer zu springen, geht durch, kann kein Schritt gehen, zackelt nur, hat im Einsatz schon Autos zerlegt usw. usw.) – warum ich ihn gekauft habe? Ich wollte schon immer ein eigenes Pferd und mein damaliger Freund war bei der Polizei Reiterstaffel und Mani sein Dienstpferd und ER kam ja mit ihm klar!

Da Mani dann auch beim ersten Ausritt versuch mit Karacho durchgegangen ist direkt auf die Autobahn zu und ich ihn nur mit Mühe weglenken könnte – war die ANGST unbeschreiblich - Nun ja durch die Hilfe von meinem Ex – sind wir dann eben viel in der Halle gewesen und ich konnte mich mit Manitou auseinandersetzten und versuchen meine Ängste in den Griff zu bekommen, nach einem Jahr ausschließlich Halle (so was wie Bodenarbeit gab es vor 25 Jahren noch nicht bzw. war nicht verbreitet :tuete: ) habe ich dann versucht mit kleinen Schrittausritten in Begleitung anderer meine Angst in den Griff zu bekommen.

Es hat 5 Jahre gedauert – aber dann waren wir ein Dreamteam – allerdings war der Schlüssel – VERTRAUEN können und Vertrauen geben – ich habe gelernt zu Vertrauen, nicht nur Manitou sondern auch mir zu Vertrauen, Vertrauen dass ich z.B. Situationen richtig einschätzen kann und ihm dadurch auch Vertrauen zu geben so dass er nicht mehr panisch reagieren musst sondern auf mich Vertrauen konnte.

Um dieses vertrauen zu finden musste ich aber sehr an mir arbeiten und vieles auch zulassen und loslassen.

Diese Zeit mit Manitou – hilft mir heute noch – nicht nur bei den Tieren oder meinen Ängsten.

Keine Ahnung ob dir das hilft - aber wichtig ist ersteinmal sich selber zu Vertrauen - versuchen Ängste loszulassen !

Und da finde ich auch wichtig wenn KEINE Zuschauer dabei sind bei mir ist es (auch heute bei meinem jetztigen Pferd) so, dass ich mich dann zu sehr ablenken lasse und es noch mehr "gut" machen möchte - und dann gar nichts klappt

Hoffe ich habe jetzt nicht zu Wirr geschrieben :( - ist wohl ein Thema was mich immer noch aufwühlen kann ;)
ich drück dir die Daumen
LG
Britta

unser Ziel: „... eine Partnerschaft mit unserem Pferd aufzubauen, die geprägt ist durch Vertrauen, Respekt und gegenseitiges Verständnis
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Gladdis
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Gladdis » Mi 8. Aug 2012, 11:33

Der letzte Eintrag zeigt mal wieder:
Vieles ist fremdverschuldet. Nicht in dem Sinn, dass andere schuld sind, sondern dass man sich wegen anderen unter Druck gesetzt fühlt.

Ich habe ja leider kapituliert. Wobei ich aber nicht daran glaube, dass wir es nicht hingekriegt hätten.
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass man mit kleinen Schritten und viel, viel Vertrauen in sich selber ans Ziel kommt.
Aber auch mit jemand an der Seite, dem man vertraut --> siehe das "mystische Mädchen"
Leider habe ich die Kraft nicht mehr, und was noch dazu kommt, ich habe enormes Bedürfnis zu reiten.
Aber zweigleisig fahren ist nicht das, was ich möchte. Mache ich zwar grad momentan, aber auf Dauer ist es nichts.
Und bei mir ist es nicht unbedingt die Angst, sondern das Lockersein. Ich verkrampfe mich so dermaßen und bin genervt, was sich auch auf Gladdis überträgt und sie einfach bescheiden läuft. Richtig Angst habe ich keine, aber ihre Hüpfer, die sie zur Zeit häufig macht (auch kein Wunder, wie angespannt sie ist wegen mir), bereiten mir enorme Rückenschmerzen. Ich kann das nicht abfedern. So verkampf ich mich, somit sie, ein Teufelskreis...

LG
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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Katja1 » Mi 8. Aug 2012, 11:39

Ich gratuliere die jedenfalls, dass du dich überwunden hast.
Du bist damit vielen hier ein Vorbild! :gut:
Zwei Mädchen wollen auf Reisen gehen, um EURE Wege zur Freundschaft mit dem Pferd zu erfahren. *klick*

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Mi 15. Aug 2012, 21:59

@gladdis: Ich finde das sehr mutig und gut.

Ich kann nicht so einfach loslassen. Aber da meine Pferde ja jetzt hinterm Haus stehen und der finanzielle Druck nicht mehr so hoch ist und das Gelaber von anderen Leuten bin ich da schon mal wenigstens entspannter.
Sobald unser kleiner Reitplatz/Paddock fertig ist fange ich langsam wieder an.
Auch mit mir. Ich setze mich selber auch einfach viel zu sehr unter Druck. Total schwachsinnig, aber schwierig abzustellen.

Ich glaube, dass wir das irgendwann hinbekommen.
Wohl nicht mit einem Sattel, aber es gibt ja genug andere tolle Alternativen.

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Nelchen » Do 23. Aug 2012, 00:38

In der Kinesiologie gibt es eine Methode die nennt sich Emotionale Stressablösung, kurz ESA. Vielleicht wäre das was für dich(und auch für manch anderen) mit der Angst fertig zu werden.
Wenn Angst von Panik begleitet ist, dann wird diese oft zum Selbstläufer im Körper und man kann nicht wirklich was dagegen tun. Sowas kommt, wenn ein "Schock" nicht nur auf der körperlichen Ebene, sondern auch auf emotionaler Ebene abgespeichert wird.(einfach ausgedrückt) Und a la Quantenphysik hat jede Zelle deines Körpers nun die Information erhalten "Schutzprogramm" starten, wenn ähnliche Situationen auftreten. Da deine Körperchemie brav reagiert auf die Befehle deiner DNA tut dein Körper alles, um die "bedrohliche" Situation zu vermeiden. Da hat Jeder so seine ganz eigenen Methoden. ;)
Die ESA setzt da an. Die Zellen werden "umprogrammiert" , der fehlerhafte Code gelöscht und der Körper reagiert wieder "normal" in vorher als gefährlich ausgewiesenen Situationen. Das klingt jetzt wie Gehirnwäsche. :lol: Ist es aber nicht. ;)
Es ist eigentlich ganz einfach und man kann nicht glauben, dass es wahrhaft funktioniert.
Informiere dich doch mal darüber und schau, ob das was für dich ist, ehe du jahrelang verzweifelt neben deinem Pferd stehst.
LG Katrin

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon ehem User » Do 23. Aug 2012, 14:46

@nelchen: Das hört sich interesssant an! Und wo, wie kann man das machen?

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon Nelchen » Fr 24. Aug 2012, 00:07

Viele Heilpraktiker die kinesiologisch arbeiten können das. Frag einfach mal, wenn es welche in deiner Nähe gibt, ob die sowas auch anbieten.
LG Katrin

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Re: Angst das eigene Pferd zu reiten

Beitragvon milli » So 26. Aug 2012, 00:14

Dann kann man so eine ESA bestimmt auch mit dem Pferd durchführen, oder? Hat jemand von euch sowas mal beim Pferd versucht?


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