Hängertraining - die Gruselplane

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Cashew
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Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Cashew » Do 12. Jul 2012, 10:08

Hallo liebe Forum'ler,

Seit einem dicken Monat Arbeit ich gemeinsam mit einer Trainerin an Hängertraining. Wir werden voraussichtlich im Herbst umziehen, mein Junghengst Cashew (3 Jahre) und ich haben also eine Deadline.

Cashew ist ein sehr feingefühliges Pferd mit einer eher ängstlichen Grundeinstellung. Er ist sicher kein Draufgänger. Den richtigen Durchbruch in der Arbeit mit ihm habe ich noch nicht gefunden, sprich ich suche immer noch, wie ich ihn am besten motivieren kann. Außer Spaziergängen scheint ihm nichts wirklich Spaß zu machen, und das finde ich schade.

Hängertraining ist natürlich noch schwieriger weil wir gemeinsam mit seiner Angst umgehen müssen. Seine erste Erfahrung mit dem Hänger war nicht gut (er ist als Jährling im Hänger gestiegen und über der Stange hängen geblieben), seitdem habe ich es nicht wieder versucht. Er hat eine Abneigung gegenüber unbekanntem Untergrund, im Gelände hat sich das durch viele Spaziergänge inzwischen soweit gebessert, dass er vorsichtig Kanaldeckel inspiziert und ab und zu, wenn er nicht aufpasst auch mal drüber läuft ;) Durch enge Gassen laufen oder drin stehen bleiben ist ok, auch unter etwas durchlaufen (Bogen mit Plastikbändern) macht er. Nur Laufen auf etwas, dass raschelt, hohl klingt, oder sonstwie höchst verdächtig erscheint - :bigno: Das geht so weit, dass er sich unglaublich aufregen kann, wenn er gegen einen Balken stößt.

Wir arbeiten im Augenblick mit einem Durchgang neben der Plane. Den habe ich soweit enger machen können, bis er wirklich nur noch so gerade auf dem Grasboden durch konnte. Hab ihn dann auch mal in der Gasse stoppen lassen, da fiel die HH aus - er trat mit einem Hinterhuf auf die Plane - und schwups war die ganze schöne hart erarbeitete Coolness wieder verschwunden. Am Anfang hat er wirklich Angst, das sehe und merke ich. Er neigt zum Verstarren, das kann ich mit Kopf tief recht gut lösen. Er weigert dann aber, noch zu versuchen. Irgendwann geht das über in etwas, was ich nicht gut definieren kann und fangen wir an zu streiten.

Ich will aber nicht mit meinem Pferd streiten um über eine blöde Plane zu stapfen. Leider müssen wir es soweit schaffen, dass er sich ruhig verladen (und fahren!) lässt. Ich fühle mich im Augenblick einfach unfähig. Ich habe keinen Spass, und Pferd ganz sicher auch nicht. Stände kein Umzug an, würde ich vielleicht einfach sagen - wir nehmen uns ein paar Wochen Auszeit. Aber so? :sos:
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ehem User

Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon ehem User » Do 12. Jul 2012, 10:54

Hi Cashew,

mir fallen beim Lesen drei Dinge ein:

1. Geduld
2. Kleinschrittigkeit
3. Ansprüche runter

Dein Pferd ist noch ein Baby. Mit drei Jahren muss es nicht mehr toll finden als Spaziergänge. Für ein so junges Pferd macht er doch super gut mit, gerade wo Du so viele Dinge mit ihm machst. Pferde haben grundsätzlich eine Abneigung gegen unbekannte Untergründe. Hängt damit zusammen, dass ein Pferd ein Fluchttier ist. Das ist nichts Besonderes von Deinem Pferd. Alle anderen, die das können, haben das nur geübt. :)

Was den bevorstehenden Umzug angeht, würde ich nur das Einsteigen in den Hänger üben. Er muss nicht über eine Plane laufen. Für diesen Zweck reicht es, wenn er das hohle Geräusch und den Hängerboden tolerieren kann. Alles andere hat später Zeit. Ich würde häppchenweise trainieren. Das Annähern an den Hängern, den ersten Huf auf der Rampe. Alles sehr kleinschrittig. Jedes vorwärts in Richtung Hänger loben, loben und mit Möhren versüßen. Kein Druck. Mit endloser Zeit und Geduld das Pferd locken. Das Ziel darf jetzt nicht sein, dass er morgen in den Hänger einsteigt, sondern dass er im September einsteigt. D.h. für heute reicht ein Schritt in Richtung Hänger, für morgen ein Schnüffeln an der Rampe usw. Immer früh genug aufhören. Nicht glauben, nur weil heute schon ein Huf auf der Rampe steht, geht gleich das ganze Pferd rein. Schön kleinschrittig bleiben.

Ich hatte ein ähnliches Problem mit dem Fluss. Es hat mich zwei Sommer gekostet, bis mein Pferd in den Fluss ging. Die Zeit hast Du nicht, aber ich will damit sagen, dass ein Monat nicht viel Zeit ist für so etwas.

Hast Du Dich schon mal mit Clickertraining beschäftigt? Das ist eine gute Möglichkeit, Pferden solche Dinge schmackhaft zu machen.

Oceansoul
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Oceansoul » Do 12. Jul 2012, 12:47

Hmmm... Clickerst du? Das wäre sicher ne Möglichkeit... ABER: ich seh da echt das Zeitproblem. Wenn du jetzt anfängst das Pferd auf den Clicker zu konditionieren (z.B. Höflichkeitsübungen, Targettraining, ...) dann geht dafür einiges an Zeit ins Land. Das is sicher ne gute Methode um an dem Problem zu Arbeiten. Aber... ich hab da ein komisches Gefühl bei.

Das Pferd ist jung und in der recht kurzen Zeit das Prinzip vom Clicker so verständlich machen, dass der Clicker wirklich schon "stark" genug ist, ein wirklich ernstes und großes Problem zu lösen... im Worst-Case geht das ganz böse nach hinten los und du versaust dir sowohl den Hänger als auch den Clicker.

Warum übst du mit der Folie? Selbst wenn er versteht, dass Folie "nicht so schlimm" ist, ist das was anderes als das dumpfe Geräusch des Hängerbodens inkl. der räumlichen Enge und Dunkelheit in dem Ding. Ich würde NUR Hängertraining machen und spazierengehen und Pause machen. Folie, Pfütze uä - dafür is später immernoch Zeit.

Ich würde sagen: Pferd an ne lange Leine, dann stellst du dich auf die Rampe und wartest mal ab. Und wenn er "nur" anfängt sich zu entspannen oder zu grasen. Das wäre ja schon ein Anfang. Ich würde auch viele völlig alltägliche Sachen in der Nähe vom Hänger machen. zB dran vorbei laufen, füttern, putzen, ... Super kleine Schritte und schöne Sachen wie Futter mit der Nähe des Hängers verbinden.
Und dann steht nach 2 Wochen oder so vielleicht der Futtereimer mal auf der Rampe und nicht mehr neben dem Hänger. Und noch zwei/drei Wochen weiter steht er dann so, dass man zumindest mal nen Fuß auf die Rampe setzen muss, um dranzukommen usw.
Einfach den fürchterlichen Hänger in den Alltag einbauen, dass er merkt, das Ding gehört dazu, ist nicht weiter schlimm und in der Nähe passieren tolle Sachen. Dann hast du ne andere Verbindung zum Hänger, als wenn der nur in gezielten Trainingssituationen auftaucht, wo das Pferd dann uU schon sagt "neeee.... nicht der schon wieder, das is stressig".

Und jeden Mini-Schritt in die richtige Richtung würde ich gaaaaaanz fett loben. Stimme und auch ein Leckerchen. Also Anfangs "nur" die Aufmerksamkeit in Richtung Hänger oder das entspannte daneben stehen. Die Berührung mit der Nase, der erste Huf auf der Rampe (egal, wenn der direkt wieder weggezogen wird) ganz ganz großes Lob und ein riesen Leckerchen. Dann seht der Fuß vielleicht mal ne Sekunde oder zwei drauf - das ist der nächste Schritt usw. Dann is man irgendwann so weit, dass die Nase Interesse am Hängerinneren zeigen kann usw.
Das würde ich auch IMMER IMMER IMMER durchziehen. Also nicht nur "wir üben jetzt" -> jetzt gibt's Leckerchen. Sondern der Alltag neben/am Hänger ist genauso "lobenswert" und Leckerchen wert.

Das läuft zwar Richtung Clickertraining - aber halt ohne Clicker. Bei Leckerchen ist die Mitarbeitsmotivation halt deutlich höher ;)
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Schnucke » Do 12. Jul 2012, 13:20

Ich habs so gemacht wie Oceansoul, den Hänger in den Alltag einbauen, gesteigert bis zum nur noch im Hänger Kraftfutter füttern. Wichtig finde ich auch, daß der Anhänger einladend ist und nicht wackelig. Meine verladesicheren Pferde finden zB Planenanhänger ganz abscheulich, sie gehen zwar drauf, weil sie es eben gelernt haben, trotzdem finden sie die Dinger unheimlich.
Was ich noch ganz praktisch fand einen Anhänger zu haben, der eine vordere Verladeklappe hat, so kann man wenn man im Training etwas weiter ist, auch mal einfach nur durchgehen und muß nicht, im noch unheimlichen Teil, stehenbleiben und rückwärts wieder raus. Meine Pferde mögen auch Hänger die eingestreut sind lieber, als auf pures Gummi zu steigen. Gummimatten waren bei manchen Pferden bei mir auch in der Stallgasse ein Objekt des Grauens, die fanden das absolut gruselig da drauf zu steigen.
Was beim Anhänger noch zu beachten ist, für die ersten Male würd ich einen nehmen der einen geräuscharmen Boden hat, Metallböden zB auch mit Gumimatten drauf sind relativ laut.
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Cashew » Fr 13. Jul 2012, 11:08

Danke für eure Antworten! :danke2:

Es ist sicherlich eine gute Idee, die Plane vorläufig links liegen zu lassen. Wahrscheinlich "verlieren" wir damit im Augenblick nur Zeit. Ich habe den SB bereits gefragt, ob ich seinen Hänger benutzen dürfte, er musste allerdings noch etwas reparieren lassen. Ich muss mal nachfragen, ob das inzwischen in Ordnung ist. Außerdem hat mir eine Miteinstellerin mit einem absolut verladesicheren Pferd angeboten zu helfen. Wenn Cashew den Hänger von außen und die Rampe ein bisschen kennt, könnten wir das andere Pferd ja mal erst aufladen, quasi als Einladung zu folgen. Die beiden sind Weidekumpel und kennen sich gut. Zum ersten Fahren wäre das sicher auch besser als alleine drinnen zu stehen. Na ja, so weit sind wir ja noch lange nicht.

Wir haben übrigens noch etwas mehr Zeit als September, voraussichtlich wird es Ende Oktober/Anfang November.

Ich clickere nicht, stehe Clickern irgendwie zwiespältig gegenüber. Einerseits finde ich es super, wie motiviert und kreativ Pferde werden, anderseits finde ich das manchmal auch abschreckend weil "too much". Bei Cashew mache ich mir ehrlich gesagt auch ein bisschen Sorgen um's Schnappen. Den Hang dazu hat er eh schon :augenroll:

@ Jarit: ich sollte mir vielleicht deine drei Dinge aufschreiben und über's Bette hängen :-D

Ach ja, und zu guter Letzt: ich finde den Hänger selber ja auch ein bisschen gruselig. Vielleicht sollte ich erst mal mit dem verladersicheren Pferd ein paar Mal rauf und runter um mich selbst ruhig zu bekommen. Der ganze Firlefanz mit Plane, engen Gassen und allen möglichen Hindernissen war so schön um "sicher" zu üben. Ich hatte wohl irgendwie gedacht, wenn er das alles ruhig macht ist der Hänger ein Klacks. Dann hat er so viel Vertrauen und verlädt sich quasi selber. Aber ich glaube das wird nicht funtkionieren... :? Plane ist halt Plane und Holzrampe ist Holzrampe. Na ja. *GanzfesteinkleinenSchrittendenk* Ich sehe schon. Der Hänger wird meine zweite Wohnung ;)
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Oceansoul » Fr 13. Jul 2012, 12:03

Wenn ein erfahrenes Pferd da ist für die ersten Verladeversuche, das ist ja klasse! Sowas hilft enorm! Und du kannst das Reinführen auch erstmal üben. Das ist nicht schlecht.
Nach ein paar mal so üben und drinnen füttern geht er da sicher dann auch allein rein.

Plane und Hänger sind wirklich zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Das kannst du gar nicht vergleichen. Im Hänger ist's dunkel, es poltert - und frei bewegen ist auch nicht "drin"... geh davon aus, selbst wenn Folie funktioniert, stehst du beim Hänger trotzdem noch bei 0.
Cashew hat geschrieben: Den richtigen Durchbruch in der Arbeit mit ihm habe ich noch nicht gefunden, sprich ich suche immer noch, wie ich ihn am besten motivieren kann. Außer Spaziergängen scheint ihm nichts wirklich Spaß zu machen, und das finde ich schade.
Deswegen fragte ich nach dem Clickern bzw ging davon aus, dass du's nicht machst. Ich würde vermuten, dass könnte dein "Motivationsproblem" lösen.
Das mit dem Schnappen ist eigentlich "nur" Erziehungssache. Wenn du ein bisschen suchst, findest du viele gute Tipps für die ersten Übungen im Bereich "Höflichkeit" (mit denen fängst du eh an). Da wird auch oft auf Pferde eingegangen, die eben zum Schnappen neigen und was man da am besten macht.
Mein SB meinte auch mal zu mir, "der wird sich angewöhnen zu betteln und schnappen"... ich: "hat er bei dir schonmal gebettelt oder geschnappt?!?!?" :-o "nee..." "siehste" 8-)
War auch am Anfang sehr zwiegespalten wegen der Fütterei und Gier und überhaupt. Aber ich hab davor auch schonmal mit Leckerchen gearbeitet als ich ihm Huf geben beigebracht habe. Und das hat halt extrem gut funktioniert - vom Lernen her. Die Höflichkeit habe ich da (leider) etwas vernachlässigt und das dann deswegen wieder aufgegeben, weil er mir zu nervig wurde. So nach dem Motto "dann gibt's halt keine Leckers mehr" - zum Schutze meiner Finger (er hat nie geschnappt - aber er wurde aufdringlich). Später hab ich dann - mehr durch Zufall - einen Bericht bei WzP gelesen. Weiß jetzt nicht mehr ob im Newsletter oder Blog... da ging's eben darum, dass das "nicht füttern" eigentlich nur ein bestehendes Problem umgeht - aber nicht aus der Welt schafft. Jaaa... da is was sehr Wahres dran. Und dann hab ich halt beschlossen, ich probiere das mitm Clickern mal. Wenn's gar nicht klappt hält einen ja keiner davon ab, das wieder abzubrechen. Is ja keine Entscheidung für's Leben ;)
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Cashew » So 15. Jul 2012, 19:59

Vielleicht probiere ich das Clickern irgendwann mal aus - im Augenblick ist mir irgendwie nicht so danach. Fühlt sich halt nicht "passend" an, aber wer weiß wie es noch kommt.

Für heute habe ich jedenfalls nur gute Neuigkeiten: Der SB hat den Jungs einen großen Rundballen in den Unterstand gestellt, und der Ballen steht - auf einer Holzplatte! Die Pferde müssen drauf laufen, um zum Heu zu kommen. Dieses Problem hat sich also quasi von alleine erledigt. :dance1: Anscheinend wird der ganze Unterstand noch mit den Holzplatten unterlegt.

Und dann hat der SB mir heute den Hänger zurecht gestellt! Hatte gar nicht gedacht, dass da alles so schnell gehen würde, aber ist ja alles gut so. Jedenfalls fand Cashew den Hänger (von außen zumindest) gar nix unheimlich. Ich hatte ihm den Eimer auf die Rampe gestellt und das Seitentürchen aufgemacht damit soviel Licht wie möglich reinkam. Cashew hat sich das Innere vom Hänger ruhig angeschaut und dann seinen Eimer genossen. Er stand so, dass er bequem dran konnte, mit den Hufen knapp vor der Rampe. Ich habe hart mit mir selbst kämpfen müssen, den Eimer nicht weiter rauf zu stellen, aber im Kampf der :zweiseelen2: hat Engelchen gesiegt. Schließlich war es das erste Mal und war in unserer Halle jede Menge los: ein fahrender Traktor, eins der Einstellerkinder, das fleißig den Boden genau hinterm Hänger fegte,...

Den Traktor haben wir später noch näher inspiziert, Cashew hat ihn beschnüffelt und stand auf einmal auf einer Eisenplatte :-? Er war überhaupt wirklich ein kleiner Held heute :-D
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Oceansoul » Mo 16. Jul 2012, 16:11

Super! Das klingt doch schon prima! Lass ihm Zeit und dann wird das schon werden :clap:
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Cashew » Mi 18. Jul 2012, 16:38

Danke Oceansoul! Übrigens ein ganz ganz dickes DANKE an euch alle! Irgendwie war ich da fest gefahren, eure Reaktionen haben mir wirklich gut getan.

Ich werde einfach mal vom weiteren Werdegang berichten, vielleicht könnte ihr ja zwischendurch noch Tipps geben?

Heute hatte ich zwei Eimer dabei. Einen habe ich gesetzt wo wir beim letzten Mal waren, den zweiten ein wenig höher. Cashew war sehr gelassen und neugierig und steckte schnurstracks die Nase in den ersten Eimer. Als der leer war, fiel ihm auf, dass da ja noch einer stand... Er hat einen ganz langen Hals gemacht und kam dann tatsächlich an den zweiten Eimer, aber so als Bergziege da stehen war ihm wohl zu unbequem - ein erster Versuch auf die Rampe zu steigen! Die war aber höher als er eingeschätzt hatte, also erst mal nur Huf gegen die Kante. Ich dachte er würde sich wahnsinnig erschrecken und nach hinten springen und stand schon parat, aber er hat nur den Huf wieder normal abgestellt. :-? :dance1: Das hat er dann noch einmal versucht, aber irgendwie hat er das Prinzip der Stufe noch nicht ganz begriffen. Den Rest vom Eimer hat er letztendlich zu sich gezogen. Cleveres Pferd :lol:

Ich denke nächstes Mal mache ich es genau so wie heute, bis er das mit der Stufe raus hat. Angst scheint er ja keine zu haben.
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Re: Hängertraining - die Gruselplane

Beitragvon Cashew » Mi 29. Aug 2012, 15:08

JUHUUUUUUU!

Der Bube stand heute zum ersten Mal auf der Hängerrampe! So ganz ohne Druck ist es letztendlich nicht gegangen, denn außer Bergziege war er nicht bereit, was Neues zu probieren. Also habe ich ihm ein bisschen geholfen, mit den uns vertrauten Hilfen. Am Anfang war er ziemlich unsicher, ich habe dann jedes Heben des Beines überschwänglich gelobt und den Eimer hingehalten. Schließlich hat er mit jedem Vorderbein lautstark geprüft "ob die Rampe auch wirklich hält", und von da an war es nur noch ein kleiner Schritt um tatsächlich mit beiden Vorderbeinen und Gewicht auf der Rampe zu stehen. Ganz cool. Ich bin richtig stolz auf den Goldkerl :-D
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