Wer clickert wie und warum

Moderator: Keshia

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A.Z.
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von A.Z. »

Ich hab meinen Vorrednern im Grunde nichts hinzu zu fügen. :schreiben:

Ich finde auch, der Bube verhält sich für ein fühlendes, denkendes Wesen völlig normal in der aktuellen Situation und es wäre an der Trainerin ihre Kommunikation zu überdenken statt nach Schuldigen außerhalb zu suchen.
Viele Grüße Angela

Oh Großer Geist, hilf mir, nie über einen anderen Menschen zu urteilen, bevor ich nicht zwei Wochen lang in seinen Mokassins gelaufen bin. (Lachender Fuchs, Sioux-Häuptling)

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Cate
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von Cate »

:schreiben: :hug:


Clickerpferde sind vielleicht insofern "verzogen", als dass sie es gewöhnt sind, als Individuen wahrgenommen und behandelt zu werden. Macht es manchmal mit ihnen vielleicht herausfordernder als mit Pferden, die "Kadavergehorsam" gewöhnt sind. Jetzt mal absichtlich etwas schwarz-weiß gemalt. ;)
Ich kann daran nix schlimmes finden :breitgrins2: , im Gegenteil, ich finde es immer total amüsant wie gestandene Mannsbilder sich am Finele die Zähne ausbeißen können während sie bei anderen auf ein leises "geh mit" sofort mitkommt :kicher:
Es ist sinnvoll, sich mit dem Üben anzufreunden, denn man wird weit mehr Zeit mit Üben verbringen als damit, perfekt zu sein - Maren Diehl

Was wir sehen, hängt hauptsächlich davon ab, wonach wir suchen - Sir John Lubbock :puppy: :puppy:
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Equester
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von Equester »

Aber man muss auch für die Trainerin ein wenig Verständnis haben. Für Leute, die sich noch nie mit clickern ernsthaft beschäftigt haben, ist das einfach mal Getue und Dauerfüttern. Unsere neue Miteinstellerin ist dafür das lebende Beispiel. Sie hat davon keine Ahnung und sieht nur, wie ich immer wieder dem Schinken etwas gebe. Für sie völlig unnötig und übertrieben, für den Schinken und mich unsere gemeinsame Sprache. Wenn man jetzt mal mit den Augen der Trainerin guckt, ist die Aussage nicht ganz daneben. Ich würde mit ihr höchstens noch mal über das Thema Respekt reden und darauf hinweisen, welche Umstellung die beiden gerade durchmachen müssen.
wir machen aus :hm: ein :dafuer2:
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A.Z.
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von A.Z. »

Ja natürlich ist das auch für die Trainerin nicht einfach. Aber sie ich hätte jetzt gedacht, dass sie im Vorfeld ein bisschen wusste, worauf sie sich einlässt und würde da schon eher erwarten, dass sie dann Fragen stellt und nicht Vorwürfe macht, wenn sie an Grenzen stößt. :daumen:
Viele Grüße Angela

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Lewitzer Flummi
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von Lewitzer Flummi »

Danke für eure Antworten.

Ich bin davon ausgegangen, dass die Bereiterin weiß, wie Clickern grundlegend funktioniert. Und sie ist normalerweise immer fair zum Pferd.
Es heißt ja auch immer, die Pferde könnten gut unterscheiden, wer wie mit ihnen arbeitet.
Ich vermute schon "Unwillen" im Verhalten vom Buben. Weil Jack eben nicht mehr mit auf dem Platz war. Das hat den Grund, dass es langfristig ohne Jack gehen sollte, denn beim ersten drauf sitzen würde ich auch kein zweites Pferd, noch dazu vielleicht sogar frei, mit auf dem Platz haben wollen. Sicherlich wären da kleinere Schritte (jemand kümmert sich in der Zwischenzeit zum Jack und lenkt ihn vom Rufen ab; oder man parkt Jack zunächst noch in Sichtweite, aber außerhalb vom Platz) besser. Aber allein vor Ort ist das halt schwieriger machbar für sie.
Ich habe ihr auch gesagt, dass der Bube halt gerade nach 10 Jahren tagein tagaus fast dem selben Schema nun vielleicht etwas überfordert ist.
Und es ist ja hinlänglich bekannt, dass Pferde gern aneinander kleben. Tun ihre auch. :shifty:
Ich bin mir sicher, dass er bei mir ähnlich reagiert hätte. Vermutlich hätte ich aber schon vorher versucht das ganze zu entschärfen.
Den Hinweis mit dem Einfangen per "touch" und C+B hatte ich ihr nach der Aktion " 10 min grasen und dann will ich mit ihm arbeiten" schon gegeben, weil er da verständlicherweise nicht kooperieren wollte.
Das kam gefühlt nicht so gut an, aber so haben solche seltenen Situationen oft für beide Seiten einvernehmlich geendet.
Liebe Grüße
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Beate1712
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von Beate1712 »

A.Z. hat geschrieben: Fr 2. Jul 2021, 11:09 Ja natürlich ist das auch für die Trainerin nicht einfach. Aber sie ich hätte jetzt gedacht, dass sie im Vorfeld ein bisschen wusste, worauf sie sich einlässt und würde da schon eher erwarten, dass sie dann Fragen stellt und nicht Vorwürfe macht, wenn sie an Grenzen stößt. :daumen:
Das sehe ich ganz genau so. Und vor Allem darf sie über ihre tief sitzende Ablehnung gegen Futterlob nicht vergessen, dass SIE dijenige ist, die erkennen muss, wann es einem Pferd zuviel ist, wann sie zuviel (auch mentalen) Druck aufbaut und sich zurück nehmen musss. Das ist natürlich ganz schnell mal vergessnb, wenn man sich vor sich selbst mit dem "verzogenen Clickerpferd" entschuldigen kann. ;-)
Es ist ja schon geschrieben worden: Ob geclickert oder anders im Sinne eines pferdefreundlichen Meinungsaustausches kleinschrittig und mit gegenseitigem Respekt erzogen: Sie reagieren eben so, wie sie es gewohnt sind. Kriegen sie den gewohnten Respekt nicht, sehen sie auch keinen Sinn darin, den selber zu leisten. Ganz einfach! Wer sich darauf nicht einstellen kann und das Training überdenkt ist nach mM. der falsche Trainer für dieses Pferd.
Es ist oft viel schwerer, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben!

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Lewitzer Flummi
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Re: Wer clickert wie und warum

Beitrag von Lewitzer Flummi »

Also ganz so hart würde ich jetzt mit ihr nicht ins Gericht gehen.
Der Bube kann schon sehr meinungsstabil sein. Und da muss man dann auch mal dran bleiben. Nach 1,5 Wochen so einen Schritt zu machen. :nix: Kann gut gehen, kann aber eben auch Stress verursachen. Gespannt bin ich, wie die nächste Einheit dann läuft.

Und nur, weil er jetzt 2x gestiegen ist, suche ich mir sicher nicht gleich jemand neues. Zumal das jetzt eh alles Glück war. Ich habe den Buben bei Lisa K. nicht untergebracht bekommen, weil er neben bedampften oder zumindest nassem Heu fast tägliche Bewegung für die Lunge benötigt(e).
Noch dazu sollte er nicht extrem weit weg, denn das Problem, welches gelöst werden soll, liegt bei uns beiden. Wie ich das allerdings bis Mitte August zusammen mit der Bereiterin lösen soll, weiß ich auch noch nicht. Ich glaube kaum, dass ich mich bis dahin wieder auf ein Pferd traue. Und wenn, dann ziemlich sicher nicht auf ihn. :shifty:
Sch.... Knochenbruch.
Liebe Grüße
Die Flummis

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