Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

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Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Shieldmaiden » So 26. Apr 2015, 10:29

So, dann mache ich mal einen neuen Thread dazu auf :frech:
Weil ichs grad in deinem TB lese (Brusttiefe, Rücken) und wir hier zuletzt die Diskussion hatten, Tina:

Was sind denn grundsätzlich Rassen oder Abstammungen, bei denen die Pferde grundsätzlich recht gute Reitpferdepoints haben?
...vielleicht, was im Rahmen vom copyright geht, mit Fotos oder so dazu?

Mich würds interessieren und ich wüsste nicht so recht, wo und wie anfangen.
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Shieldmaiden » So 26. Apr 2015, 11:06

Ich finde die Frage unheimlich spannend, vor allem weil man dann ja auch mal genauer erlaeutern muss was man eigentlich damit meint, und wie die dann aussehen weurden.

Eine offizielle Definition konnte ich zu Reitpferdepoints gar nicht finden, und manche sprechen da von 'raumgreifenden gaengen und springvermoegen' (ein google ergebnis das ich gerade hatte). So sehe ich das aber nicht.

Reitpferdepoints sind fuer mich, so wie ich es zumindest gelernt habe, Exterieureigenschaften, die Hoffnung auf gute Rittigkeit geben, bzw gute 'Leistung', gute Veranlagung versprechen. Dabei kaeme es ja auch noch darauf an, was man halt von einem Reitpferd erwartet. Ich denke uns geht es vor allem um ein Dressurmaessig veranlagtes Pferd, wobei fuer mich persoenlich auch noch wichtig waere, dass es einen sprung absolvieren kann und auch gut durchs Gelaende galoppieren kann.

Fuer mich ist ein Reitpferd kein spezialist, sondern ein allgemein 'vielseitig' veranlagtes Pferd, aber vor allem mit Dressurpferdepoints (fuer mich persoenlich wuensche ich mir so eines ;-) )

Genauer meine ich damit, dass sich ein pferd energisch abfussend und taktsicher praesentiert, mit schub, schwung und raumgriff (da gehen die meinungen aber auseinander! ), vor allem aber natuerlich relativ ausbalanciert. Das exterieur sollte hilfreich sein dafuer, dass es gut 'an die hand' gehen kann usw

Und noch genauer:

- Ein leichtes genick mit guter ganaschenfreiheit und nicht zu schwerem kopf
- gut geschwungener hals von mittlerer laenge, der weder zu hoch, noch zu tief aufgesetzt ist
- schraege, lange schulter
- kurze roehren, markante, stabile gelenke
- widerrist gut sichtbar aber nicht zu hoch oder zu 'haiflossenartig' (sattellage!)
- gute brusttiefe (platz fuer herz und lunge), guter rippenbogen
- kraeftiger, nicht zu langer aber auch nicht zu kurzer ruecken, genuegend lang in der mittelhand (sattel!) und nicht zu weich
- ellbogenfreiheit
- gut gewinkelte hinterhand: kruppe weder flach noch zu abgeschlagen, sprunggelenke kraeftig und tief am boden liegend (wieder kurze roehren), gut bemuskelt und kraeftig (sprungfeder)
- gute hufe!

das faellt mir spontan so ein. Vor allem aber ist das zusammenspiel der points wichtig.

und nun bin ich mal gespannt, was hier hoffentlich von den verschiedenen rasse-fans und/oder experten zu den einzelnen rassen gepostet wird - ich fang gleich mal mit denen an, die ich gut kenne...
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Shieldmaiden » So 26. Apr 2015, 11:15

Vielleicht koennte man auch noch schreiben, warum man den ein oder anderen point fuer gut haelt, und was man deswegen erwarten koennte?

Nur so eine idee :-)
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Schnucke » So 26. Apr 2015, 13:05

Tina das ist ein schöner Thread....

Was mir noch beim Hals wichtig ist, daß er nicht zu fein ist. Das Problem hatte ich bei Donda, dieses lange feine Hälschen war einfach sehr schwer zu "stabilisieren", der war einfach recht unstet. Das Pferd hat dadurch auch viel mehr Möglichkeiten sich zu entziehen und eben auch Probleme dieses überflexible selber stabil zu halten, gerade in der Remontezeit stellt das eine nicht unterschätzbare Aufgabe für Pferd und Reiter dar. Gepaart mit etwas viel "go" war es für mich wirklich nicht leicht und brachte mich mehrmals an den Rand dessen was ich leisten kann.

Schau ich mir dagegen meine zwei jetzigen Schimmels an;

So hat Polly eher das gegenteilige Problem, der Hals kommt recht schwer aus der sehr schrägen Schulter, die Halsoberlinie ist toll geschwungen und relativ lang, der Unterhals ist dagegen recht kurz, das Genick ist sehr schön fein. Da hab ich eher das Problem daß der Hals zu stabil ist und damit Biegung, Stellung und VA schwerer fallen, Der restliche Körper ist aber auch hier ganz ok, so kann man ganz gut an dieser "Baustelle" arbeiten, durch Gymnastizierung kann man da eine Menge erreichen und es wird immer einfacher.

Famosa hat dagegen für den Reiter einen Traumhals, absolut leicht zu formen, dabei aber nicht zu flexibel, toller Aufsatz, leichtes aber nicht zu feines Genick, schöne Ganaschenfreiheit. Dazu paßt auch das restliche Exterieur recht gut und macht es einem wirklich einfach das Pferd korrekt zu reiten. Einzig VA sollte man nicht zu tief reiten, Buggelenkshöhe und etwas darunter ist kein Problem aber kein Sandpflügen der Nase, weil sie dabei dann zu sehr auf die VH kommt. Das ist einfach bedingt durch den etwas höheren Halsaufsatz des Lipizzaners, der das dann nicht so zuläßt ohne an Qualität zu verlieren.
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon ehem User » So 26. Apr 2015, 13:49

Danke fürs Eröffnen! :-)
Shieldmaiden hat geschrieben: Reitpferdepoints sind fuer mich, so wie ich es zumindest gelernt habe, Exterieureigenschaften, die Hoffnung auf gute Rittigkeit geben, bzw gute 'Leistung', gute Veranlagung versprechen. Dabei kaeme es ja auch noch darauf an, was man halt von einem Reitpferd erwartet. Ich denke uns geht es vor allem um ein Dressurmaessig veranlagtes Pferd, wobei fuer mich persoenlich auch noch wichtig waere, dass es einen sprung absolvieren kann und auch gut durchs Gelaende galoppieren kann.

Fuer mich ist ein Reitpferd kein spezialist, sondern ein allgemein 'vielseitig' veranlagtes Pferd, aber vor allem mit Dressurpferdepoints (fuer mich persoenlich wuensche ich mir so eines ;-) )

Genauer meine ich damit, dass sich ein pferd energisch abfussend und taktsicher praesentiert, mit schub, schwung und raumgriff (da gehen die meinungen aber auseinander! ), vor allem aber natuerlich relativ ausbalanciert. Das exterieur sollte hilfreich sein dafuer, dass es gut 'an die hand' gehen kann usw
Das sehe ich genauso.

Für mich wäre ein Pferd mit guten Reitpferdepoints, was sich mit den Anforderungen der grundlegenden Dressur-/Reitarbeit relativ leicht tut. Vielleicht vergleichbar bis A/L-Niveau? (Dressur; schon alleine, weil das die Grundlage aller anderen Verwendung des Pferdes unterm Sattel ist)
Also Balance, Stabilität, gute Anlage von Schub und Raumgriff.


Ich muss da aber echt noch viel lernen, daher jetzt noch ein paar Fragen zu deinen Punkten :shy:
Und noch genauer:

- Ein leichtes genick mit guter ganaschenfreiheit und nicht zu schwerem kopf

- schraege, lange schulter
Warum lang?
- kurze roehren, markante, stabile gelenke
...wo findet man sowas heute noch, grad in der Warmblutzucht?
Nach dem, was ich sehe, scheint das eher die Warmblüter vom 'alten Schlag' zu betreffen, aber die gibts kaum noch - hier eher vielleicht mal noch aus Polen -, aber ist das in Zuchtzielen noch zu finden?
- gute brusttiefe (platz fuer herz und lunge), guter rippenbogen

- kraeftiger, nicht zu langer aber auch nicht zu kurzer ruecken, genuegend lang in der mittelhand (sattel!) und nicht zu weich

- ellbogenfreiheit

- gut gewinkelte hinterhand: kruppe weder flach noch zu abgeschlagen, sprunggelenke kraeftig und tief am boden liegend (wieder kurze roehren), gut bemuskelt und kraeftig (sprungfeder)
Tiefe Sprunggelenke verstärken die Federwirkung oder warum? :kratz:

Schnucke hat geschrieben:Tina das ist ein schöner Thread....

Was mir noch beim Hals wichtig ist, daß er nicht zu fein ist. Das Problem hatte ich bei Donda, dieses lange feine Hälschen war einfach sehr schwer zu "stabilisieren", der war einfach recht unstet. Das Pferd hat dadurch auch viel mehr Möglichkeiten sich zu entziehen und eben auch Probleme dieses überflexible selber stabil zu halten, gerade in der Remontezeit stellt das eine nicht unterschätzbare Aufgabe für Pferd und Reiter dar. Gepaart mit etwas viel "go" war es für mich wirklich nicht leicht und brachte mich mehrmals an den Rand dessen was ich leisten kann.
...und dann vielleicht noch mit einem starken Genick - man versteht dann schon, warum so mancher Reiter schnell beim handlastigen Reiten landet.
Aber ist diese Überflexibilität nicht auch gewünscht, grad bei den Dressurwarmblütern?

Schau ich mir dagegen meine zwei jetzigen Schimmels an;

So hat Polly eher das gegenteilige Problem, der Hals kommt recht schwer aus der sehr schrägen Schulter, die Halsoberlinie ist toll geschwungen und relativ lang, der Unterhals ist dagegen recht kurz, das Genick ist sehr schön fein. Da hab ich eher das Problem daß der Hals zu stabil ist und damit Biegung, Stellung und VA schwerer fallen, Der restliche Körper ist aber auch hier ganz ok, so kann man ganz gut an dieser "Baustelle" arbeiten, durch Gymnastizierung kann man da eine Menge erreichen und es wird immer einfacher.

Famosa hat dagegen für den Reiter einen Traumhals, absolut leicht zu formen, dabei aber nicht zu flexibel, toller Aufsatz, leichtes aber nicht zu feines Genick, schöne Ganaschenfreiheit. Dazu paßt auch das restliche Exterieur recht gut und macht es einem wirklich einfach das Pferd korrekt zu reiten. Einzig VA sollte man nicht zu tief reiten, Buggelenkshöhe und etwas darunter ist kein Problem aber kein Sandpflügen der Nase, weil sie dabei dann zu sehr auf die VH kommt. Das ist einfach bedingt durch den etwas höheren Halsaufsatz des Lipizzaners, der das dann nicht so zuläßt ohne an Qualität zu verlieren.
Hast du vielleicht noch Fotos von den beiden?
Ich sehe viel davon noch nicht so gut und es würde mir in Kombination mit deiner guten Beschreibung helfen, das Sehen dahingehend zu lernen. :-)

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Re: Reitpferdepoints Welsh Cob

Beitragvon Shieldmaiden » So 26. Apr 2015, 13:53

Bilder dazu waeren noch gut :-)

Nehmen wir mal das Welsh D, so im allgemeinen. Bei den shows sieht man oft solche bilder hier:

http://www.freewebs.com/farinostud/STA50021.JPG

:-o

aber so extrem sind die ja nicht immer:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... 3-WD-1.jpg

Interessant finde ich, das nirgendwo in der Welsh Cob Definition, also auf deren Seite in der Zuchtbeschreibung, irgendwas davon steht, das der ruecken so gewuenscht waere. Da steht, man wuensche sich einen kraeftigen ruecken und gute brusttiefe und 'well sprung' ribs, soll heissen, einen eher fassfoermigen koerper, nicht schmal. Ich weiss nicht, warum die Cobs deswegen so hingestellt werden und vor allem auch so gezuechtet werden. Die wuenschen sich ausserdem ellbogenfreiheit, einen gut, etwas hoch angesetzten hals, gut gewinkelte hinterhand die energisch vortritt...

So rein theoretisch waere ein Welsh Cob somit ganz hervorragend mit Reitpferdepoints ausgestattet.

In der Praxis sieht es etwa so aus:

Der Hals ist oft hervorragend, und auch die Ellbogenfreiheit und Schulter ist meist wirklich hervorragend, kurze Roehren, frei in der Schulter und ein ganz hervorragendes Hinterbein mit grosser elastizitaet und Kraft. Obwohl aber in der Zuchtbeschreibung gar nicht beschrieben, is der Ruecken oft schwach und der widerrist sehr hoch, die pferde wirken in der Mitte durchgebrochen und ueberbaut.

Trotzdem finde ich sind Welsh Cobs auf jeden Fall eine Rasse, die mit guten Points ausgestattet sein KANN. Auch sagt man, dass viel spanisches Blut eingekreuzt wurde, und ich finde, man kann es sich sehr gut vorstellen, so vom typ her.

Bildbeispiel folgt.
Zuletzt geändert von Shieldmaiden am So 26. Apr 2015, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Reitpferdepoints Welsh Cob

Beitragvon Shieldmaiden » So 26. Apr 2015, 14:03

schreib gleich noch mehr, aber hier erstmal noch die Welsh Bilder :-)


Dies ist Elwyn, reinrassiger Welsh Cob, damals 5 Jahre alt.

Bild

Hals von guter Laenge und gut geschwungen - die oberlinie deutlich laenger als die untere. Das Genick leider etwas schwer, das ist aber nicht typisch welsh, das ist nur er ;-) Die schulter kraeftig und schraeg und klare ellbogenfreiheit - dadurch kann sich das vorderbein besser bewegen und auch der rumpf kommt mehr ins federn, meine ich zumindest. Die roehren kurz - sorgt fuer stabilitaet und trittsicherheit, hat was mit schwerpunkt zu tun, hab ich mir sagen lassen - die lange schulter hat einmal was mit den Hebeln zu tun (laengerer hebel) und auch mit der brusttiefe, ich vermute, kurze schulter ist, wenn sie schraeg ist, dann auch mit mangelnder brusttiefe verbunden, wie bei dem portugiesen, den ich gepostet hatte...

Elwyns ruecken finde ich rasseuntypisch schwach, aber rassetypisch 'haengend' :-( Da hat er sich das schlechteste der rasse rausgenommen und mit eigenem exterieurmangel verbunden, sehr schade. Die hinterhand sieht man auf dem bild nicht, aber die Kruppe war abgeschlagen, und das wuenscht man sich NICHT von der Rasse, findet es aber haeufig.

und hier sieht man das schwere genick gut:

Bild

der hals sieht da allerdings schlechter aus, als er tatsaechlich war.

Bewegen konnte der sich wirklich toll:

http://vid915.photobucket.com/albums/ac ... e0e2f4.mp4

der lief wie auf gummi :hapseufz:

So zusammenfassend finde ich fuer welsh cobs: Von der Zuchtbeschreibung her ein super reitpferd, in der praxis gibt's viele, die einen mangelhaften ruecken kombiniert mit zu hoher halsung aufweisen, was sie dann schwer ueber den ruecken zu bringen macht, also die haengen dann und stellen sich vorne auf, und man hat hals und kopf vor sich und verbringt den rest seines reiterlebens damit, diesen hals wieder lang zu machen.

andererseits sind die guten Beispiele RICHTIG gut und haben bewegung, praesenz und vor allem haerte gemein :-n
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Shieldmaiden » So 26. Apr 2015, 14:14

plüschtiger hat geschrieben:Danke fürs Eröffnen! :-)

gerne doch :frech:


Für mich wäre ein Pferd mit guten Reitpferdepoints, was sich mit den Anforderungen der grundlegenden Dressur-/Reitarbeit relativ leicht tut. Vielleicht vergleichbar bis A/L-Niveau? (Dressur; schon alleine, weil das die Grundlage aller anderen Verwendung des Pferdes unterm Sattel ist)
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wollte ich erst schreiben, hab dann die turnierreferenz wieder rausgenommen, damit es nicht zu sehr nach 'sportpferd' klingt...


schulterlaenge s. oben. kurze roehren/tiefe sprunggelenke: leider selten, im moment ist langbeinig und kurzer ruecken modern, kurze roehren findet man aber in fast allen ponyrassen und auch bei VBs.
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gute frage. bei springpferden ja - gute balancierstange. bei dressurpferden - totilas ist zb lang, aber nicht duenn im hals, aber einrollen lassen sich lange duenne sicher besser ;-)
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Schnucke » So 26. Apr 2015, 15:47

Bilder hab ich aber leider keine zur Exterieurbeurteilung optimalen.

Polly (polnischer Vollblutaraber x polnischer Trakehner vom alten Schlag)

Bild

geritten

Bild

Famosa Lipizzaner

Bild

geritten

Bild

Bilder von Donda muß ich noch suchen
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Re: Reitpferdepoints fuer bestimmte rassen - exterieurdiskussionen

Beitragvon Schnucke » So 26. Apr 2015, 16:53

Donda (Oldenburger) von Desirao xx aus einer Royal Diamond x Ramiro x Matcho AA, Also doppelte R Linie + ´viel Blut über XX und AA.

Bild

geritten

das war ein ok Moment, der aber viel Arbeit gekostet hat
Bild

eine Runde davor sah das so aus

Bild

und noch eine Runde davor war die Hirschhalsphase. Problem war die handlastige Reitweise vor mir und sie hat sich auch selber gern eingerollt, da ist die Bandbreite der Kopfhaltung dann recht groß. Dazu im Genick verwerfen, über die Schulter ausbrechen, gas geben oder sich verhalten, so einen "Aal" mit einem Stm von 170cm in der Bewegung zu kontrollieren ist einfach schwierig.

Übrigen dürften die Reitbilder ungefähr alle vom gleichen Ausbildungsstand gewesen sein, nur war der Ausbildungsweg ein anderer. Polly fällt zwar etwas aus dem Rahmen weil schon länger unter dem Sattel, aber auch da durfte ich im Grunde von vorn anfangen.

Donda wurde scheinbar ganz nett angeritten stand dann aber im Handelsstall, dessen Reitmethoden Sacramoso auch nicht gut fand. Im Grunde ein klassischer Schlaufzügelkandidat.

Polly wurde in Polen angeritten und hat sich als wir sie bekamen nur oben hingestellt, dabei den Rücken durchängen lassen, dazu das Halsthema, Angst und ein von Grund auf verdorbenes Pferd. Ich will gar nicht wissen was mit ihr gemacht wurde, ich hab selten ein Pferd erlebt was so viel Angst vor Fehlern und den daraus resultierenden Folgen hatte.

Famosa hab ich als angeritten gekauft, viel mehr war da auch nicht. Aber das wie sie geritten war war halt entscheidend, man konnt da anknüpfen und mußte nicht bei -10 anfangen.
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