Lipizzaner die 2.

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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Schnucke » Fr 25. Okt 2013, 14:56

Ich gehör ja nun auch zu den Lipizzanerbesitzern ;) .

Seit letzter Woche habe ich eine 6 jährige Stute aus dem Staatsgestüt Lipica.
Ihr offizieller Name ist 570 Famosa XIII , genannt Zuckerschnecke.

Wie man auf den Bildern sehen wird, kämpfen wir derzeit noch an ihrem Gewicht, bzw gegen dieses. Sie kann noch nicht viel, was auch dem "Schwangerschaftsurlaub" geschuldet ist, nein sie war dann doch nicht tragend. Aber die Grundlagen sind da und die sind sehr ordentlich.

Schlammschnecke
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Heupferdchen » Mi 30. Okt 2013, 13:52

Oh, DIE ist ja ein Bilderbuchlipizzaner :herzi:
Und mit mächtigem Hals ... aber auch viel Speck dabei, oder?
Was für eine Hübsche.

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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Schnucke » Mi 30. Okt 2013, 14:20

Ja viel Speck :roll: . Aber wo Speck ist wächst auch Muskel hin, wenn man der These denn glauben darf. Ich bin echt gespannt wie Famosa mal aussieht, wenn sie ihren Speckpanzer abgelegt hat. Liegt noch ein langer Weg vor uns, aber bei ihrer Bewegungsfreude dürfte das ständig voran gehen ohne Hungern.
Meine HO/ Osteo war gestern auch ganz angetan von ihr, weil sie so brav, höflich und bemüht ist. Wir haben übrigens Longierverbot, wegen dem Gewicht, wir sollen geradeaus ins Gelände, geführt oder geritten :whistle: .
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Shieldmaiden » Di 27. Mai 2014, 13:01

erzaehl doch mal ein bischen was ueber das temperament und so.

ich muss sagen - ich hab schon mit so vielen rassen gearbeitet - alles moegliche an native britisch, VBs, Araber, Westernpferde, isis, andalusier, lusitanos.

Aber - ich kenne keinen einzigen lippizaner fiel mir neulich auf :-?

Naechsten Monat moechte ich mir eine junge stute anschauen, die ist sehr interessant gezogen, und der papa ist Lippizaner. Warum man so gemischt hat weiss ich nicht, aber da ich selbst keine kenne...

Und man kennt zwar die zusammenfassungen aus dem netz, aber ich finde, so wirklich sagen die nichts aus.

Erzaehlt doch mal, wie eure so sind :bittebitte:
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Never Mind » Di 27. Mai 2014, 14:02

Ich bin nur jahrelang Lippizaner geritten - hatte sie aber nicht im täglichen Alltag und im "Spielumgang" ..

Mein Reitfazit: sehr arbeitswillig aber überzeugungsfordernd :frech:
.. sonst fand ich sie immer sehr ruhig und bedacht - aber ich denke das war einfach der Umgang meines RL mit Ihnen :nix:

Kannst dir ja sonst einen Hafi zulegen? :frech:
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Shieldmaiden » Di 27. Mai 2014, 15:37

ehm...

also mal abgesehen davon, dass es in England so gut wie keine gibt, entspricht ein hafi wirklich nicht unbedingt dem, was ich mir so unter 'reitgefuehl' vorstelle... nix gegen hafis natuerlich, aber meins sind sie nicht :shy: (einzelne exemplare ausgenommen)

habe 4 jahre lang hafis betreut...
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Never Mind » Di 27. Mai 2014, 15:43

:-?

Na also bei ner gscheiden Ausbildung mit halbwegs zusammenpassenden Exterieur kriegt man nen Hafi genauso hin wie einen Lippizaner oder sonst ein großes Warmblut.
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Shieldmaiden » Di 27. Mai 2014, 16:14

hmm. also.

ich sprech da mal von den meisten die ich kenne. Von schwung ist bei den meisten auch vom zuchtziel nicht wirklich zu sprechen. Vom temperament her auch eher sehr gelassen, und im gelaende nicht unbedingt schnell wie ich es mir von einem pferd wuenschen wuerde. Auch das feine, sensible (ok, bissl hysterische) vom VB zb eher nicht so.

Mir ist schon klar, dass es ausnahmen gibt - aber wir sprechen ja allgemein von der Rasse, nicht von einzelnen exemplaren. Und ein sporthafi ist fuer mich kein hafi mehr :nix: wenn ich ein sportpferd will, dann soll ich (finde ich) ein sportpferd kaufen und nicht die hafi-rasse verschandeln (nur mM...)

Ein hafi wurde seit wer weiss wie vielen jahren fuer etwas bestimmtes gezuechtet, und ich finde, solch eine zucht sollte man sich moeglichst erhalten. Mein ding als reitpferd ist es zwar nicht - aber das heisst weder, dass sie sich nicht fuer reitpferdezwecke eignen - nur dass diese art halt nicht unbedingt meins ist :nix:

Es gab doch mal so einen tollen aufsatz - schade, ich glaub der war im wzp... VB und hafi. ich hab mich so kaputtgelacht darueber ;-)
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Shieldmaiden » Di 27. Mai 2014, 16:20

hoffe ich hab mich da jetzt besser ausgedrueckt :shy: Ich hab wirklich nichts gegen Haflinger, eines meiner lieblingspferde ist nuesschen's luette zb - aber als rasse sprechen sie mich nicht an :nix:

Ich mag gern ein pferd, welches etwas feiner gebaut ist zb - wobei ich araber ja eigentlich auch nicht so mag (einfach weil ich zb finde das die meisten auch gebaeudetechnisch nicht einfach zu reiten sind und deren temperament meist nicht so zu mir passt. )

Wohlgemerkt, ich spreche allgemein. Jedes pferd ist anders - wobei ich glaube ich noch nie einen total gelassenen araber getroffen hab :kratz: Und auch noch keinen Haflinger mit der menge an 'umpf' die ich gerne mag. Ausser bei denen, wo ordentlich blut reingekreuzt wurde, und das ist fuer mich kein hafi wie gesagt...

Und wenn ich mir schon feinde mache - ich mag auch islaender so als rasse nicht (fuer mich!) aber ich liebe hakon, an dem kann ich mich kaum sattsehen.

Das ist fuer mich der unterschied der rasse als allgemeines, und einzelnen exemplaren :nix:
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Re: Lipizzaner die 2.

Beitragvon Schnucke » Di 27. Mai 2014, 17:10

Tina die Famose ist genau wie ihr Name sagt einfach famos. Was mir beim Lipi gegenüber dem PRE und auch Lusi besser gefallen hat war die Rückentätigkeit, die fehlt mir bei den anderen Rassen so ein bischen. Außerdem sind die Lipis, die ich kennengelernt hab nicht ganz solche energiegeladenen "Blender" (durchaus im positiven Sinne gemeint) wie die Iberer. Die sind eher in sich ruhend relaxed, man kann sie aber auch durchaus anknipsen, also Temprament haben sie schon, aber eben sanfter.

Tja was schreib ich denn jetzt wie Famosa so ist :kratz: , ich denk es bringt am Meisten wenn ich aufschreib was wir so machen, wo wir ein bischen " Probleme" haben, was am meisten Spaß macht usw..

Also als Famosa zu mir kam war sie fett, kein Sattel war zu finden aber sie mußte dringend abspecken. Deshalb fing ich schon am dritten Tag nach der Ankunft an mit ihr spazieren zu gehen. Das gehen war schon beim ersten Mal gestrichen, denn ich hab mich einfach auf sie drauf gesetzt und ließ mich in allen drei Gangarten spazieren tragen.
Man bedenke, ich habe das Pferd als gerade angeritten gekauft, sie wurde vor dem aufsitzen sogar noch ablongiert. Ich habe dieses Pferd 10 Minuten im Verkaufsstall probergeritten und sie war gerade mal 3 Tage bei mir. Ich hatte zu ihr einfach ein ganz tiefes Vertrauen, sie strahlte in allem so eine Ruhe aus und ging mit mir spazieren als ob wir das seit Monaten machen.
Ok also der erste Ausritt war klasse und seitdem sind wir sehr viel Unterwegs, Famosa hat mir das Ausreiten wieder nähergebracht, weil es einfach nur toll ist. Einfach die Natur durchstreifen vor sich hin Träumen, auch mal die Augen schließen und sich einfach tragen lassen.
Oder lange Strecken traben, da sieht man dann, daß diese Rasse ansich "Zweinutzungsrasse" ist, denn da ist ein Tritt wie der andere, mit viel Bodengewinn aber bequem, man kann sich den Trab eben auch sehr gut vor der Kutsche vorstellen.
Im Galopp kann man mit Famosa dann richtig Spaß haben, aber das haben wir erst festgestellt als sie deutlich schlanker wurde. Denn Galopp war mit der fetten Wampe sehr schwierig. Inzwischen ist es ihre Lieblingsgangart und sie spielt damit auch auf der Koppel unterm Sattel machen wir ja noch nicht sooo viel (weil erst seit 3/4 Jahr unter dem Sattel).
Was ich sagen kann der erste Galoppsprung ist sehr erhaben und auch wenn man mal ansatzweise verkürzt fühlt sich das sehr g*** an. Man kann aber auch sehr schnell haben und das Pferd einfach mal flitzen lassen ohne Regulierungsprobleme, denn ein gut gerittener Lipi ist jederzeit ganz sanft zu bremsen.

Was außerdem wirklich toll ist, ist die Trittsicherheit und diese riesen und harten Hufe und was noch toller ist sie geht überall mit hin, sie hat vor nichts Angst. Wir reiten inzwischen auch zu Stoßzeiten im Landwirtschaftlichen Verkehr aus, es gibt keine Maschinen die dieses Pferd aus der Ruhe bringen, egal wo sie auftauchen, oder ob wir anhalten, ausweichen oder mal kurz etwas flotter werden müssen um in einem Feldweg auszuweichen. Sie geht so wie man möchte und läßt sich da nicht aus der Ruhe bringen.

Also das tollste Ausreitpferd was man sich vorstellen kann :herzi: .

So nun sind wir seit März auch immer öfter auf dem Reitplatz anzutreffen, die erste Zeit haben wir das aufgrund der Fettberge und der Kurven vermieden (Fliehkräfte). Sie fand das anfangs nicht so spannend wie Ausreiten und ich mußte sie motivieren, daß es dort auch spaßig sein kann. Problem war aber vor allem, daß sie auf engerem Raum noch Gleichgewichtsprobleme hatte und dann leicht ins hibbeln kam und im Trab dann eben nicht mehr so schön vorwärts zog. Da liegt auch einer der Schwachpunkte wo man etwas aufpassen muß, daß man das vorwärts erhält und nicht zu früh mit den gern angebotenen versammelnden Lektionen anfängt. Im Gelände reite ich zB mit Famosa schon SH und Travers, ich verkürze auch den Trab oder Galopp mal für ein paar Tritte/ Sprünge, frage das aber auf dem Platz noch nicht ab weil uns auf den 18x36m einfach noch etwas Balance fehlt für ein frisches Vorwärts, was wir anschließend so dringend brauchen.

Was bei Famosa toll ist trotz diesem "Speckhals" , der übrigens zum Teil erhalten blieb und der barocken Halsform geht sie ein vorbildliches VA, kann dieses auch über lange Strecken halten (zB auf den langen Trabstrecken die ich oben ansprach). Ein Manko liegt im Schritt ´der ist durch gerne anhibbeln etwas taktgefährdet, aber als Grundgangart gut, man muß halt aufpassen.
Die Lipis die ich kennenlernte sind absolut leichtrittig, da reicht oft schon denken weil eine bewußt gegebene Hilfe schon zu viel ist. Was man bei anderen Rassen oftmals erst erarbeiten muß hab ich bei Famosa schon von Natur aus. Veranlagung liegt auch auf Versammlung und auch wenns komisch klingt zum jetzigen Zeitpunkt, sie wird sicherlich mal keine Probleme haben mit Pi und Pa. Man merkt einfach jetzt schon, wenn man allein über den Sitz etwas verkürzt, wie das ganze Pferd sich hinten setzt und die Bewegungen einfach erhabener werden.
Vom Pferd mein absoluter Traum, nicht auf den ersten Blick, denn dazu war ich zu Pferdeherzkrank und sie ist auch zu vornehm um sich einem Menschen an den Hals zu werfen, aber auf den zweiten Blick und es wird täglich mehr. Ein absolutes Schmusepferd ohne aufdringlich zu sein, ein Verlaßpferd und ein Spaßdressurpferd.
Dazu deckt sie mich (184cm) mit ihren Stm 154cm gut ab.

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Was sie nicht mag ist grob angefaßt werden, selbst ein lautes Worte kann schon zu viel sein.


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Kathi WBs und Hafis kann man dazu bringen fein zu sein, ein Lipi ist von Natur aus so fein. Ich hatte ja jetzt alles (Hafi; WB; TRaki, Arab, Lipi) unterm Hintern als Jungpferd, Arabs und Lipis sind wirklich anders.
Wie sagte eine Freundin von mir bei einem WB mußt du reiten Können um ihn fein zu bekommen und die Bewegungen sitzen zu können. Bei einem Lipi/ PRE/ Lusi mußt du reiten können, damit er fein bleibt und du ihn nicht verdirbst.
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