Diskussion rund um Hufe

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Cat_85
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Diskussion rund um Hufe

Beitragvon Cat_85 » Do 11. Jul 2013, 19:28

Hi ihr LIeben,

ich dachte, ich mache jetzt doch mal ein neues Thema auf. Damit in der Hufbeurteilung die Hufbeurteilung bleibt und wir alles andere Spannende rund um den Huf trotzdem diskutieren können. :-D

Grund ist folgender: Ich hatte heute ein "nettes" Gespräch mit einem TA für ein Kundenpferd. Er war freundlich und hat mir zugehört, hat aber nicht weiter nachgefragt und meinte immer nur, dass das halt seine Lehrmeinung wär...
Spannend war, das die Hufwand auf dem RöBi zu dick war. Normal wäre für ein Großpferd wohl 1,5-2cm, das Pferd hatte 2,7cm. Pferde mit dicker Hufwand würden wohl häufiger lahmen. Auf meine Frage, was der Grund dafür wäre, dass das schlecht ist, gab es keine Antwort. Hufwände müssen so dick sein, nicht dicker. Das sagt die Statistik. Die Statistik hat nicht gesagt, ob die Pferde dafür beschlagen sein müssen oder nicht.
Habt ihr davon schon mal gehört? Das eine Hufwand zu dick ist und das es dafür Normen gibt?
Liebe Grüße von Silvia, Milli und Atlantik

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:giraffe:

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Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon ehem User » Fr 12. Jul 2013, 00:21

ich freue mich immer, wenn ich mal ein kundenpferd mit dicken wänden hab. das ist total selten. uns alle pferde, die solche wände haben, laufen ohne probleme und haben bombenhufe. in meinem kundenkreis ist es zumindest so...


mit tierärzten ist es manchmal so eine sache. ich würde so gern mit ihnen hand in hand arbeiten, aber oft sind sie so festgefahren.

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Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon ehem User » Fr 12. Jul 2013, 08:28

endlich :breitgrins2:

die statistik sagt wirklich, dass pferde mit dickerer wand öfter lahmgehen?
(und ich glaub, moshs wand ist deutlich dünner als 1.5cm)
das ist so eine aussage, zu der ich gern die methodik und die rohdaten hätte.
das ist ja erwstmal nur eine korrelation. korrelatoion ist nicht kausalität. die frage ist, ob die studie alle anderen faktoren, die beides -- lahmheit und hufwanddicke -- beeinflussen rauskorrigiert hat (sowas wie alter, masse des pferdes, untergrund :nix: keine ahnung, ob das auch die hufwanddicke beeinflusst)

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Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon HP-Manu » Fr 12. Jul 2013, 08:35

gute Idee mit dem neuen Thema :clap: :-D

von so einer Statistik hab ich auch noch nie gehört. Was mir gleich mal wieder auffällt ist eine Gesamtaussage für Großpferde :roll: Aber nicht jedes Großpferd hat gleiche Hufe, sprich gleiche Größe, gleiche Winkelung, etc. Ich habe Großpferde mit Mini-Hufen, aber auch welche mit richtig großen Latschen.
Zum Thema TA´s: da hab ich leider auch selten ganz gute Erfahrungen gemacht. Beispiel Hufabzess: da muss ein Eisen drauf :evildevil: ...was soll das? Ein Krankenschuh für kurze zeit ist genauso effektiv. Und das schlimme ist: der TA der es empfiehlt weiss dass es Krankenschuhe gibt :evildevil:

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Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon Sheitana » Fr 12. Jul 2013, 08:38

Ich denke, dass es da in allen Sparten solche und solche gibt.
Sei es bei TÄ, Hufschmieden, Hufpflegern....

Ich denke einfach, da gibt es die Mutigen und die weniger Mutigen. Die, die sich auf "das Gelernte" verlassen und die, die auch mal über den Tellerrand schauen und sich anderer Methoden annehmen. Und letztlich die, die mal so mutig sind neue Dinge zu tun auch mit der Chance, damit auf die Nase zu fallen.

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Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon Cate » Fr 12. Jul 2013, 08:54

ich hab grad auch so einen Fall im Stall .... :roll:

Junges, noch ungerittenes Endmaßpony, hat leider schiefe recht schiefe Hufe. Anfang Mai zog es bei uns ein, als der Hufbearbeiter das erste Mal zu uns kam, bat die Besi mich dabei zu sein. Damals hat er ganz ordentliche Arbeit gemacht, und auch seine Vorschläge, wie die Problematiken der Hufe anzugehen seien, fand ich vernünftig. Nun, 7 Woche und 2 Bearbeitungen später, sind die Hufe schiefer als vorher, die Zehen länger und flacher, die Wände hebeln mehr, und die untergeschobenen Trachten sind immer noch untergeschoben - aber wo vorher Länge da war, mit der man hätte arbeiten können, ist jetzt nichts mehr, das Pferd steht und läuft auf den Ballen. Besser gesagt, es läuft auf hartem Boden nicht mehr :twisted:
Weil das Pferd in Schonhaltung steht, laufen die hinteren Fesseln an, Besi holt Fach-TA - die vorhandenen EQFS einfach 24/7 anzuziehen, wie ich vorgeschlagen habe, will sie nicht - TA dianostiziert zu dünne Sohle, rät zum Eingipsen und zu einer Bearbeitungspause, Intervalle von 3-4 Wochen seien viel zu kurz, da müsse das Pferd ja lahmgeraspelt werden ... :wall:
Als böser SB wehre ich mich vehement gegen das Eingipsen und den damit verbundenen Aufwand für uns - schließlich läuft das Pony auf der Weide ja noch munter im Trab und Galopp rum, eine Rehe ist das nicht - und als Notlösung bekommt es vorne die EQFS drauf. Am nächsten Tag darf ich hinten die Zehen berunden, und siehe da, das Pony stellt die Hinterbeine nicht mehr entlastend unter den Körper, und es läuft! :yess:
Und nun möchte die Besi, dass ich alle paar Tage ein bißchen mehr Zehe beraspele, "weil das ist ja keine richtige Hufbearbeitung, nur ein bißchen Raspeln." ;) Einen Hufbearbeiter - dann aus einem anderen Lager - will sie erst in einigen Wochen holen, so wie der TA es gesagt hat.
Dieser TA meinte übrigens auch nach einem Blick auf die restliche Truppe, die meisten hätten viel zu kurze Hufe - seltsamerweise laufen aber gerade die problemlos über fast alle Böden .... :-e
Sorry, das weiß ich dann nimmer, ob ich lachen oder weinen soll :nix:


EDIT - in diesem Fall regt mich der Huf-Profi sogar noch mehr auf als der TA, warum er bei den folgenden Bearbeitungen so einen Murks gemacht hat, keine Ahnung :-z Und nun habe ich die paradoxe Situation, dass ich zwar meine eigenen Pferde machen lasse, weil mein Kreuz sonst protestiert, aber hier doch Hufe raspel .... :mrgreen:
Es ist sinnvoll, sich mit dem Üben anzufreunden, denn man wird weit mehr Zeit mit Üben verbringen als damit, perfekt zu sein - Maren Diehl

Was wir sehen, hängt hauptsächlich davon ab, wonach wir suchen - Sir John Lubbock :puppy: :puppy:

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Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon Sheitana » Fr 12. Jul 2013, 09:10

Cate hat geschrieben:Dieser TA meinte übrigens auch nach einem Blick auf die restliche Truppe, die meisten hätten viel zu kurze Hufe - seltsamerweise laufen aber gerade die problemlos über fast alle Böden .... :-e
Sorry, das weiß ich dann nimmer, ob ich lachen oder weinen soll :nix:
Ich glaube aber, dass das wirklich noch gängige Meinung ist.

Ich habs in dem anderen Thread schon geschrieben, aber das ist wirklich auch dass, was es einem so schwer macht es richtig hinzubekommen. Denn man sieht es so gut wie nirgendwo so.
Ich scheine noch Glück zu haben, bei uns im Stall haben die meisten Pferde relativ passable Hufe (auch, wenn halt die Zehen viiiiiel zu lang sind und ein paar Beschlagene sind auch dabei, da schaut man besser nicht hin), es ist nichts wirklich gruselig. Wenn man aber so in Foren liest gruselt es einen doch schon oft, was Pferdeleute noch als "gesunde" Hufe empfinden.

Andererseits denke ich mir, wenn dann schon Fachleute solche Meinungen wie von Cate genannt vertreten (ich habs letztens in einem anderen Forum erlebt, Pferd hatte wirklich grausige Hufe, wirklich schlimm, die Hufe wuchsen über die Eisen, die Trachten schoben unter den halben Huf, die Zehe bog nach vorne weg und der Fachmann kommt dann und diagnostiziert Rehe, bemändelt aber nicht den Beschlag), wie soll man dann als Laie wissen was richtig ist?

Mich zumindest hat es einige Zeit gekostet wirklich mutig zu sein beim Kürzen der Hufe.

ehem User

Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon ehem User » Fr 12. Jul 2013, 09:13

ja, tierärzte und hufe.... (ausnahmen bestätigen natuerlich die regel, ist mir aber noch keine untergekommen)

cat, wenn du denn nochmal triffst - frag ihn mal nach der studie, auf die er sich bezieht (wahrscheinlich lehrbuch, wenn man glück hat mit ordentlichen zitaten).


bei mosh hab ich das problem, dass der eine rel dünne sohle hat (war bei regen vom ta mit der zange eindrückbar, keine ahnung, ob das normal ist), eher dünne wände, und obwohl er nun seit über 2 jahren nach nhc bearbeitet wird, ich immer schon nachgeraspelt hab, er also nie wirklich wandüberstände hat, haben die wände verbiegungen und die weiße linie ist rel. lose. nicht schlimm gedehnt, aber genug, dass so streusandsteinchen sich immer wieder reindrücken, auch im zehenbereich :-z. kein anderes pferd im stall hat so eine miese weiße linie, obwohl die zT wesentlich schlimmere verbiegungen aufgrund von sehr langen hebeln hatten.

abgesehen von weichem boden - gibt es da noch andere faktoren, die das beeinflussen?

innerlich?
wir haben ja ewig gebraucht, ihn futterzustandstechnisch zu stabilisieren - diesen winter mal wieder sabotiert durch miesen zahnarzt :-z, aber eigenltich ist er seit 2 jahren in nem ordentlichen futterzustand.

oder zuwenig bewegung?
bis vor 4 monaten hab ich ihn ja eher zu tode geschont :tuete:

ehem User

Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon ehem User » Fr 12. Jul 2013, 09:26

Hi mosheline,

hast Du mal ein Sohlenfoto? Wir haben nämlich auch immer und immer wieder Probleme mit einer miesen weißen Linie, entweder ist sie löchrig oder schwarz oder weich, da sind auch immer Steinchen drin und das, was man so liest und hört über eine gesunde weiße Linie soll ja ganz anders aussehen. Ich habe immer gedacht, ich bin die Einzige mit einem Pferd mit so einer weißen Linie... :roll:

ehem User

Re: Diskussion rund um Hufe

Beitragvon ehem User » Fr 12. Jul 2013, 09:29

unsere sieht genauso aus, wie du es beschreibst. aktuelles fotot hab ich leider nicht (bin nicht vor ort vor montag)
ich will eh mal welche machen für den anderen thread, aber leider haben wir ja jetzt durch den medikamentenmist wirklich einen riesen schritt zurück gemacht :-(


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