Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Moderator: Sheitana

Nucades
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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon Nucades » Sa 11. Mai 2019, 20:55

WaldSuse hat geschrieben:
Sa 11. Mai 2019, 17:26
Ich habe gelernt,daß jede Methode nur so gut wie der Hufbearbeiter ist.Es gibt super tolle Leute in allen Bereichen,sei es NHC,HO,F-Balance und was es noch so alles gibt.Darum kann man nicht sagen,daß es nur DIE eine selig machende Methode gibt.Denn jedes Pferd ist verschieden und somit auch die Hufe.Und jeder gute Hufbearbeiter guckt über den Tellerrand und informiert sich ,was es denn sonst noch alles gibt.Und arbeitet eben nicht nach Schema F.
:clap:
Mein Hufbearbeiter hat bei einer der umstrittensten Lehrmeisterinnen gelernt. Mein Umfeld war entsetzt ... Aber was soll ich sagen- mein Pferd läuft seit vielen Jahren barhuf über Stock und Stein, war noch nie lahm und hatte bisher keinerlei Probleme :nix:

roniybb
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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon roniybb » So 12. Mai 2019, 13:04

Ich hatte in den letzten 10 Jahren mindestens 2 ho an den Pferden- genug Zeit, die Pferde gut hinzustellen. Aber bei beiden wurden ALLE pferde schlechter.
Ich spreche niemandem ab, gute Arbeit zu machen, aber die Auswahl bei uns ist nicht so groß, da war mir die schlussendlich die Methode eigentlich egal- die Pferde müssen gut laufen können. Das war leider nicht der Fall- der eine hat o Beine bekommen, dem anderen sind die Füße tellergross und platt geworden usw...
Und bei dem letzten sind alle besser geworden, das war dann halt nhc .... ich mache das nicht an der Methode fest, das ist mir ehrlich egal...

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sacramoso
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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon sacramoso » Mo 13. Mai 2019, 06:56

Ich sag´jetzt mal ein bischen polemisch:"Egal welche Philosophie, es gibt gute Hufleute und es gibt schlechte Hufleute."
Nahe zu jede/r kann ganz gut begründen warum genau seine Art jetzt die beste ist. Aber jedes Pferd ist anders und ein guter Hufmensch (und es ist egal ob Barhuf oder Beschlag) schaut einfach über den Tellerrand hinaus.
Ich finde zB. alleine schon Diksussionen ob Pferde Barhuf sein müssen oder nicht unterirdisch, das kommt einfach auf das Pferd an was es braucht und wie es am besten zurechtkommt.
Als Gott erfuhr daß Reiten nur für die Besten ist erschuf er noch Fußball :dance1:

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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon Wallinka » Mo 13. Mai 2019, 09:54

Und es gibt Hufleute die passen zu meinem Pferd und es gibt Hufleute, die sind für mein Pferd ungeeignet. Und nur weil sie für mein Pferd geeignet sind, heisst das nicht, dass sie auch für jedes andere Pferd passen. Ich hatte einen an meinen Pferden, der hat drei von vier ganz wunderbar gemacht und Nummer vier konnte nach drei Bearbeitungen nicht mehr laufen. Und der, der Nummer vier mit zwei Bearbeitungen im Abstand von 2 Wochen das Leben gerettet hat, war für die anderen drei viel zu laut und hektisch, sodass sie ihn nach 3 Bearbeitungen nicht mehr in die Nähe gelassen haben. Nummer 1 war NHC, Nr zwei klassischer Lehrschmied der alten Schule.
Nur weil der Reiter ins Schwitzen gekommen ist, heißt das nicht, dass das Pferd unbedingt mehr Futter braucht nach der Arbeit.

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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon Sheitana » Mo 13. Mai 2019, 10:01

Zusätzlich finde ich inzwischen, dass das unsägliche 8 Wochen Intervall für einen Großteil der Pferde viel viel viel zu lang ist und völlig egal, welche Richtung da dran ist, das wird immer schief gehen, weil einfach viel zu selten bearbeitet wird.

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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon Lewitzer Flummi » Mo 13. Mai 2019, 10:19

Ich mache es ja jetzt so, dass Jack aktuell ein HO hat (alle 5-6 Wochen) und ich den Buben nach wie vor selbst mache, wenn es nötig wird oder ich Zeit habe/das Wetter passt. Der hat echt ca.1cm dicke Hufwände. Als Reitpony!!!
Der Herr ist auch kaum wen anders zuzumuten. Der Sausack will sich dabei nämlich einfach nicht benehmen, weil es ja viiiiiel wichtigeres gibt als Hufe machen. :?
Mit der Entwicklung der Hufe von Jack bin ich (jetzt nach einem Jahr) zum Teil ganz zufrieden. Vielleicht muss ich auch einfach endlich akzeptieren, dass der keine super schönen, unverkippen Hufe haben kann. :nix:
Die mediale Wand VR sieht nicht wesentlich besser aus als vorher.
Jetzt nach einem Jahr könnte ich aber tatsächlich mal wieder Fotos machen.
Liebe Grüße
Die Flummis

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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon Cat_85 » Mo 13. Mai 2019, 14:37

Sheitana hat geschrieben:
Mo 13. Mai 2019, 10:01
Zusätzlich finde ich inzwischen, dass das unsägliche 8 Wochen Intervall für einen Großteil der Pferde viel viel viel zu lang ist und völlig egal, welche Richtung da dran ist, das wird immer schief gehen, weil einfach viel zu selten bearbeitet wird.
:-n dem stimme ich ganz zu. Ich finde sechs Wochen maximal. Tatsächlich sind vier Wochen noch besser, bei Rehe zwei. Das wird nur für viele Besitzer oft nicht umsetzbar sein, deshalb fand ich sechs Wochen immer einen guten Kompromiss für Kunden. Meine mache ich öfter.
Liebe Grüße von Silvia, Milli und Atlantik

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Re: Langzeiterfahrungen mit vers. Hufbearbeitungsphilosophien

Beitragvon A.Z. » Mo 13. Mai 2019, 14:43

Bzgl. Bearbeitungsintervall hatte ich zuletzt eher immer das Problem, keinen Bearbeiter kürzer ran zu bekommen, weshalb ich letztlich auch selber bearbeite.

An Philosophien würde ich mich heutzutage auch nicht mehr aufhalten. Pferd läuft, wäre für mich das einzige Kriterium.
Viele Grüße Angela

Oh Großer Geist, hilf mir, nie über einen anderen Menschen zu urteilen, bevor ich nicht zwei Wochen lang in seinen Mokassins gelaufen bin. (Lachender Fuchs, Sioux-Häuptling)

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