Leichttraben vs Aussitzen

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Re: Leichttraben vs Aussitzen

Beitragvon Beate1712 » Do 7. Nov 2019, 11:09

Da ich persönlich schon seit einiger Zeit weniger über "Druck" treibe (egal ob vorwärts oder seitwärts) sondern mehr über "Zug" und "Entfaltung" in einen Raum hinein, also über das verändern des Schwerpunktes und festgestellt habe, dass die Pferde sich damit deutlich leichter tun, ist für mich halt beim Leichttraben inzwischen eher das Aufstehen Mittel zum Zweck. Das Einsitzen (schwerpunkttechnisch nach unten) beeinflusst da eher die Lastaufnahme, weniger Schwung oder Richtung.
Zuletzt geändert von Beate1712 am Do 7. Nov 2019, 12:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Leichttraben vs Aussitzen

Beitragvon A.Z. » Do 7. Nov 2019, 11:18

Genau so Beate :five:

Ich trabe zwar derzeit nur Gelände, aber ich kann ganz klar z.B. indem ich das Einsitzen betone, meine Wallach beruhigen und etwas schließen, während ich mit den Aufstehen eher einen Impuls an das jeweilige Hinterbein geben kann, etwas höher / weiter zu kommen. So spiele ich auf der Geraden, was ihm gerade hilft, sich im Trab besser zu fühlen.

Zu der Frage bzgl. Hände etc. - eine Reitlehrerin hat mir mal das Bild mitgegeben, dass sich meine Gelenke beim Leichttraben öffnen und schließen sollen - sowohl Beine als eben auch die Ellenbogen - und hat mich das glaube auch trocken üben lassen. Das hat sich bei mir ziemlich gut abgespeichert.
Viele Grüße Angela

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Re: Leichttraben vs Aussitzen

Beitragvon Heidemi » Do 7. Nov 2019, 11:24

habe ich doch gelernt, auf dem inneren Hinterbein zu traben (=einzusitzen)
Wir haben uns NIE am aufstehen orientiert, immer am einsitzen, weil dann kann man auch treiben
Wir haben uns auch NIE am Vorderbein orientiert, immer am Hinterbein. Denn das will ich durch treiben beeinflussen.
wie gesagt, ich bin verwirrt
Das ist, um Reitschülern einfacher zu machen, zu wissen, wann sie was machen sollen. Da sich die Beine ja im besten Fall im Trab immer gleich bewegen, kann ich das Vorderbein als "Spicker" nehmen. Wenn die innere Schulter auf mich zukomme, geht das innere Vorbein gerade vor, dann aufstehen, dann trabt man "richtig" leicht. Da sind wir wieder beim Millitär, die sollen ja nicht alle machen was sie wollen, die sollen alle nach der gleichen Regel das Gleiche tun. Da das Leichttraben eben erst mal daher kam, dass die Kollegen auf dem Pferde bleiben und sofort außer Atem sind oder das Pferd sie abwirfst, weil der Rücken weh tut. So ähnlich ist es bei Reitschülern auch, die sind froh, wenn sie im Trab einmal um die Bahn kommen. Da geht es nicht um irgendeinen Sinn.
WENN man LT möchte und so weit ist, dann gibt es keine "richtigen" oder "falschen" Fuß, sondern dann kann ich mir überlegen, was ich damit bezwecken möchte.
Ich trabe übrigens auch nur sehr selten leicht.

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Re: Leichttraben vs Aussitzen

Beitragvon Beate1712 » Do 7. Nov 2019, 12:10

A.Z. hat geschrieben:
Do 7. Nov 2019, 11:18
Genau so Beate :five:
..... kann ganz klar z.B. indem ich das Einsitzen betone, meine Wallach beruhigen und etwas schließen, während ich mit den Aufstehen eher einen Impuls an das jeweilige Hinterbein geben kann, etwas höher / weiter zu kommen. So spiele ich auf der Geraden, was ihm gerade hilft, sich im Trab besser zu fühlen.
"etwas höher / weiter zu kommen." :clap:
...... oder eben auch mehr zur Seite.........

Wir zwei meinen ganz genau das Gleiche ! :wave: :five:
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Re: Leichttraben vs Aussitzen

Beitragvon Lateva » Sa 9. Nov 2019, 18:01

Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann würden in der Studie 6 Pferde von einem guten Reiter geritten. Mich würde interessieren, wie das Ergebnis bei einen schwachen Reiter aussieht.
Und wie und ob sich das Ergebnis bei 60 oder gar 600 Pferden verändert. Für mich ist die Übertragbarkeit auf die Allgemeinheit bei einer solch kleinen Studie fraglich :shy:


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