Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

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Cashew
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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon Cashew » Mi 1. Aug 2018, 20:52

Wow, das ist echt ein Traum-Stall! Wunderschön!
Viele Grüße,
Sarah und Co


Die Orgelpfeifenbande

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charmel
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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon charmel » So 5. Aug 2018, 09:48

Gentiana, die Hundsrosen werde ich etwas in Schach halten. ;)
Wie groß waren denn die Exemplare auf den Naturschutzflächen?
Danke für die Tipps. Kokosbesen sind mir zu weich, ja. Reisigbesen müssten im Sommer aber klappen. Ich probiere es mal aus.

Danke, Cashew. Wir (und die Pferde wohl auch) fühlen uns dort auch richtig wohl.

Frischkompost
Im Februar 2016 haben wir Grünkompost (also feinen, fertigen Kompost) im Stall eingestreut.
Im Januar 2018 habe ich zusätzlich circa 10 cm Holzspäne auf dem Kompost verteilt.
Sobald die Temperaturen wieder wärmer wurden, habe ich das eingestellt.
https://www.pic-upload.de/view-35738878 ... 7.jpg.html
Innerhalb von wenigen Wochen hatten sich die Späne ohne mein Zutun in den Kompost eingearbeitet.
Das hat mich sehr verblüfft. Der leichte Ammoniakgeruch, aufgrund der Späne, war dann wieder vollständig weg.
https://www.pic-upload.de/view-35738880 ... 1.jpg.html
(Urinstelle im Juli wo im April noch Späne war.)
Wie man auf dem Detailfoto sieht, zieht der Urin trotz der Verdichtung (von circa30 cm auf 9 - 15 cm) noch ganz passabeln ein. Der Geruch war auch nicht auffällig.
https://www.pic-upload.de/view-35738879 ... 2.jpg.html

Nun haben wir den Kompost zum ersten Mal komplett ausgetauscht.
Aufgrund der Pflasterung unter der Liegefläche, konnten wir mit der Plattschaufel unter das Material gehen und ausheben - auch wenn man an einigen Stellen die Schaufel mit ein paar Fußtritten reintreiben musste.
Die Erde nehmen wir nun zum Ausgleich von Kuhlen neben der Auffahrt und auf der Heufläche.

Neu eingestreut wurden 55,5 qm mit 6 cbm gesiebtem Frischkompost der Körnung 30 mm.
Langzeiterfahrung steht noch aus, aber es ist deutlich grober und dadurch fluffiger.
Beim unserem Kompostierwerk zahlt man für den Kubikmeter circa 2 Euro.
Das Abmisten gestaltet sich problemlos. Es ist zwar fluffiger, aber eine gewisse Festigkeit lässt zertretene Haufen nicht in Tiefen verschwinden.
https://www.pic-upload.de/view-35738882 ... 1.jpg.html
(Ansicht Liegefläche)
https://www.pic-upload.de/view-35738884 ... 2.jpg.html
(Detailansicht Frischkompost)

Bisher habe ich im Stall noch keine Liegestellen entdeckt.
Die Pferde liegen nachts aber derzeit gerne draußen und stehen nur mittags im Stall.
Sollten sie den Stall zu Winter hin als Liegefläche meiden, mische ich etwas Späne bei.
Bis jetzt bin ich mit dem gröberen Kompost sehr zufrieden.
Viele Grüße :-)
Melanie

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Memüsi
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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon Memüsi » So 5. Aug 2018, 10:12

Vielen Dank für den Bericht... überlege auch schon länger mit Kompost einzustreuen habe es wegen Lagermöglichkeiten jedoch immer wieder verworfen. Hätte schon gerne eine weichere Liegefläche bisher haben wir weiche Stallmatten bin damit aber nicht 100% zufrieden. Die pinkeln da halt trotzdem rein und das sifft :uebel:
Kann man Kompost auch auf Betonboden füllen oder muss der Boden durchlässig sein?

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon charmel » So 5. Aug 2018, 13:57

Moin Memüsi,
die kleine Liegefläche bei uns hat als Boden auch Beton...abschüssig zu einer der Türen.
Allerdings wurde der Urin schon bei der alten, verdichteten Einstreu komplett aufgefangen und verarbeitet.
An einer Stelle der großen Liegefläche mit durchlässiger Pflasterung haben die Pferde besonders viel uriniert, dort ist teilweise etwas im Boden versickert. Auf Beton wurde es dann von der umliegenden Einstreu aufgefangen.

Bisher kann ich nach knapp einer Woche mit neuer Einstreu auch keiner Sauerei feststellen.
In der Faceb**k-Gruppe zur Komposteinstreu berichten auch gerade ein paar über ihre Erfahrungen.
Scheinbar gibt es Probleme, wenn die Fläche zu klein bzw. als Haupttoilette benutzt wird und die Einstreu mit dem Urin überfordert ist.
Viele Grüße :-)
Melanie

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon Memüsi » So 5. Aug 2018, 14:56

Muss mich da echt mal richtig einlesen.... Eine Pipitante haben wir leider dabei und ob die Jungs dann nicht auch lieber drinnen ihr Pipi erledigen müßte man testen. Lese hier auf jedenfall sehr gerne mit.

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon roniybb » Mo 6. Aug 2018, 06:26

Blöde Frage... Habt ihr Erfahrungen mit Mauke oder Milben? Ich hätte Angst, dass der kompost anfällig ist dafür? Bei uns war es dieses Jahr trotz keiner Matratze so super schlimm wie noch nie.. Ansonsten klingt das vom Preis her super... Ich bin auf der Suche nach einer Lösung und lese fleißig mit!!!

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon charmel » Mo 6. Aug 2018, 10:26

Bisher konnte ich solche Probleme nicht feststellen.
Bei uns krabbelt und gedeiht nichts. ;)
Viele Grüße :-)
Melanie


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