Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

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charmel
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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon charmel » Fr 19. Jan 2018, 14:19

Die Späne machen zum Glück nur einen kleinen Teil des Mistvolumens aus.
Ich denke daher nicht, dass wir Probleme bekommen.

Ja, auf den Bildern erweckt die dünne erste Schicht einen "fluffigen" Eindruck. Darunter ist der Boden aber recht hart.
Freilebend gibt es natürlich auch nicht immer federnden Waldboden, insofern hatte ich keine argen Bedenken.
Die Späne sind nun halt Luxus, den ich ihnen gerne gönne, solange es gut funktioniert.

Eigentlich habe ich bei den Bildern nichts anders gemacht. Aber schön, dass es wieder angezeigt wird. :-D
Viele Grüße :-)
Melanie

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charmel
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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon charmel » Mi 14. Mär 2018, 13:46

Begrünung 2017

Im Frühjahr 2017 habe ich mich um die weitere Begrünung der kleinen Weide und des Trails gekümmert.
Alle ausgewählten Pflanzen sind für Pferde ungiftig und sollen später zum Knabbern zur Verfügung stehen.
Auch anderen Tieren und Insekten soll so ein Lebensraum geschaffen werden.
Eine Bepflanzung auf dem Trail kann leider nicht umgesetzt werden, da man mit Traktor und Anhänger entlang fahren können muss.

- hintere Ecken des Trails (feucht/trocken)
Bild
Je eine Kopfweide und Hundsrose sowie Wildblumen- und Kräutersaat.
Da ich auf die Pflege der Fläche verzichtet habe, haben sich nur einige Saaten gegen Gras & Co. durchgesetzt.
Die anderen Kräutersaaten werde ich daher lieber in Beeten ziehen und den Pferden entweder geschnitten
oder mit Schutz in einem Kübel anbieten.

- Weide, hinterer Pflanzstreifen
Abwechselnde Bepflanzung mit Birke, Holunder und Weißdorn
Da Birken in stehendem Wasser eingehen, wurden sie auf den Weidenhügeln angesiedelt.
Weißdorn und Holunder sollen nachher die Stämme der anderen Gehölze gegen Verbiss schützen.
(Holunder wird gar nicht von Pferden gefressen, bei Weißdorn nur die jungen Triebe, da diese Pflanze fiese Dornen ausbildet.)

- Weide, vorderer Pflanzstreifen
In den vorderen Streifen wurde Haselnuss, Kopfweide, Weißdorn und Hundsrose gesetzt.
Die Hundsrosen bilden im Herbst Samenkörper, Hagebutten, die (getrocknet) als Leckerli gefüttert werden können.

- Weide, ehemaliger Graben
Bild
Bei starken und andauernden Regenfällen sammelt sich was Wasser natürlich in diesem Bereich, zwischen den noch leicht erkennbaren Weidehügeln.
Ich habe daher bewusst die wasserliebenden Erlen dort angepflanzt. Flankiert von je zwei Weißdornbüschen, die später den Zaun ersetzen sollen.
Ein Grund, die Standorte für Erlen und Weiden so auszuwählen, liegt auch in der Größe der Bäume.
Die Kopfweiden sollen nachher regelmäßig beschnitten werden. Die Erlen wachsen ungehindert in die Höhe.
Auch wenn die Gefahr gering ist, fühle ich mich bei hohen Bäumen am Außenzaun, aufgrund der Gefahr bei Sturm, nicht mehr so wohl.

Am Rande des Paddocks wurde zudem eine Hainbuchenhecke angelegt, da die Pferde dort gerne liegen und so etwas Windschutz entsteht.
Bild

Teilweise werde ich diese noch durch eine Totholzecke ersetzen,
da der Standort zur Hälfte recht feucht ist und die Hainbuche sich dort nicht gut hält.
Außerdem liegen die Pferde gerne dort - natürlich immer am Zaun.
Die Totholzecke muss ich nicht mit einem Zaun abtrennen.
Bild

In den ersten zwei Wochen habe ich mich täglich mit der Bewässerung der Neuanpflanzungen abgemüht – auch bei Regen ist dies sinnvoll.
Danach drehte ich alle zwei Tage meine Runden und dann musste ich aufgrund des feuchten Sommers fast gar nicht mehr nachhelfen.
Bei den Erlen und Birken habe ich Kaninchendraht gegen den Verbiss durch Rehwild angebracht.
Bild

Gegen Verbiss durch die Pferde haben wir auf T-Pfosten und Breitband ohne Strom gesetzt.
Die hier abgebildeten Kastanien mussten wir diesen Winter leider fällen.
Sie sind eingegangen; kamen vermutlich nicht mit den Bodenveränderungen klar. :heul:
Auf der Weide reicht die Absperrung ohne Strom völlig, da die Pferde eh auf das Gras fokussiert sind.
Bild

Ein erster Rundgang gestern über die Weide zeigte - Erlen und Weiden sind auch im Winter noch gewachsen.
Die Birken schwächeln etwas; eventuell doch noch zu feuchte Standorte.
In diesem Frühling geht es mit der Begrünung weiter...
Viele Grüße :-)
Melanie

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon Gentiana » Mi 14. Mär 2018, 21:17

:-d ... nur mit den Kastanien das ist ärgerlich... Wirst du an die Stellen was anderes pflanzen ?

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon lunimaus » Do 15. Mär 2018, 06:14

Ich ziehe echt meinen Hut davor, wie du dein Paradies schaffst!
"Lebenskunst ist nicht zuletzt, auf etwas notwendiges zu verzichten, um sich etwas überflüssiges zu leisten." (Vittorio de Sica)

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon PLÜSCHpony » Do 15. Mär 2018, 09:25

Ganz großes Kompliment!
Das ist schon toll und wird bestimmt wundervoll!!!
Die kranke Kastanie hätte mich auch geschmerzt. Wobei zumindest hier in der Region fast alle Kastanien mit so einer Krankheit kämpfen und von Jahr zu Jahr schlechter aussehen...
Wir mussten auch letzte Woche zwei große Eichen fällen. Das ist nicht schön. Aber Sie hatten entsprechend Schäden und dann wird es im Bereich wo ich, die Kinder und die Pferde regelmäßig unterwegs sind zu gefährlich.
Neu anpflanzen werde ich aber wohl erst im Herbst. Mit kleinem Baby werde ich nicht wirklich gießen können.
Nur eine Hand voll Weidenstecklinge habe ich. Die hab ich selbst geschnitten, die bekommen ihre Chance.
Das Schicksal schenkt dir ein Pony -
reiten musst du es alleine. (aus Litauen)

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon Cashew » Do 15. Mär 2018, 11:00

Wow! Das wird sicherlich sehr schön - ein kleines grünes Paradies :-) Ich sammel noch einige Ideen bei dir, obwohl die aus dem gleichen Grund wie bei Plüschpony wohl hauptsächlich auf nächstes Jahr vertagt werden.

So schade um die Kastanien... :( Wir werden hier nächsten Winter vier alte Buchen fällen müssen, die stehen leider zu dicht am Haus. Ein paar Meter weiter und alles wäre gut gewesen - die sind so prächtig :heul:

Wenn du keine hohen Bäume außen rum magst kannst du Erlen übrigens genauso wie Weiden handhaben und regelmäßig köpfen. Ich finde das aus dem Grund auch gut weil Erlen (find ich jetzt persönlich) nicht so schön wachsen und die Neigung haben vor allem nach oben zu schießen und irgendwann so kahl aussehen. Unsere geköpften sind sehr schön geworden, buschig und rund. Wir werden jetzt nach und nach alle so schneiden (haben über 8 Stück, schon erwachsene Bäume) Unsere Pferde lieben die Äste und Blätter. Man kann sie auch sehr schön als Strauch ziehen wenn man sie früh tief schneidet. Dann machen sie sich auch in einer lockeren gemischten Hecke schön. Ich liebe ja die kleinen Erlenzapfen zum Dekorieren :-D
Viele Grüße,
Sarah und Co


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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon charmel » Sa 17. Mär 2018, 10:49

Danke für die positiven Rückmeldungen - aus meiner Sicht hab ich lediglich 'n paar Bäume gepflanzt.
Ich freue mich aber schon sehr auf das erste Grün und die Ansicht in diesem Sommer. :herzi:

Ja, das Sterben der Kastanien ist super ärgerlich - die Bäume waren rund 50 Jahre alt.
Eventuell war es auch eine Krankheit; wir tendieren eher zum geänderten Bodenmilieu und der Bodendichte.
Mit neuer Bepflanzung an dieser Stelle halte ich mich erstmal zurück.
Dort ist der Eingang zur Trailerweiterung, die dieses Jahr umgesetzt wird.
Eventuell wird der Paddock dann dort abgetrennt, damit der Laufweg länger wird..ich halte mir den Platz erstmal frei.

Plüschpony - Die Weiden werden es sicher schaffen. :-n
Die Stecklinge aus dem letzten Jahr werde ich in diesem Frühjahr bereits kappen (bis auf den Haupttrieb) und neu ziehen.

Cashew - Schade um die schönen Buchen, aber leider werden auch Bäume mal zu alt.
Ich persönlich komme mit dem Kappen von Baumkronen nicht so gut zurecht. :-& :lol:
Bei mir muss jedes (gerade) Exemplar die Chance auf ein Leben als mächtiger Baum bekommen.
Viele Grüße :-)
Melanie

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Re: Bautagebuch oder "Wie Frau sich einen Offenstall bau(t)en lässt"

Beitragvon b.e.a.s.t » Sa 17. Mär 2018, 15:55

Ist echt wunderschön geworden :herzi: ein echtes Paradies
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